Blase

 

Phänomen Blasenbeschwerden:

Bei Blasenbeschwerden kommt es zu den verschiedenartigsten Problemen – vom Harnverhalten bis zum unkontrollierten Harnabgang. Frauen können häufig den Urin nicht halten. Manchmal kommt es sogar beim Lachen, Niesen, Husten oder Treppensteigen zu einem unfreiwilligen Harnabgang. Mitunter kann die Blase nicht ganz geleert werden. Es bleibt dann immer ein kleiner Restharn zurück. Er wird durch Bakterien zersetzt, was weitere Probleme verursacht. Manchmal kann es vorkommen, dass die Blase in der Nacht jede halbe Stunde entleert werden muss.

Ein fortgeschrittenes Blasenleiden kann alle zehn Minuten einen qualvollen Harndrang auslösen, wobei jedes Mal nur geringe Mengen Urin entleert werden. Die Ursache liegt im bakteriellen Befall oder in einer Überaktivität der Schließmuskeln. Auch neurologische Krankheiten führen oft zu Blasenbeschwerden. Bestimmte Medikamente können ebenfalls die Blasenmuskulatur negativ beeinflussen. Bei einer bakteriellen oder Virusinfektion lässt sich der Harn nicht mehr vollständig entleeren. In vielen Fällen ist die Nahrungszusammensetzung schuld, dass die Harnentleerung nicht rechtzeitig und nicht restlos erfolgt. [1]

 

Für die Blase schädliche Medikamente durch natürliche Mittel ersetzen, alle Giftstoffe aus dem Körper entfernen, Rauchen aufgeben, Vermeiden konzentrierter alkoholischer Getränke, Reduzierung überflüssigen Körperfetts, jede Art von Stress ausschalten

(denn Stress führt in vielen Fällen, besonders bei Frauen, zur Harninkontinenz, d.h. unwillkürlichem Harnlassen und bei Männern eher zur Harnverhaltung) [2]

 

Empfehlenswerte Nahrungsmittel:

  • Besonders günstig auf die Blase wirken sich Vollkornprodukte aus, darunter hauptsächlich Gerste, Hafer und Haferkleie
  • Auch brauner und schwarzer Reis ist für die Blase empfehlenswert
  • Anstelle von Salz sollte Meersalz verwendet werden
  • Bei Harninkontinenz ist zum Genuss von Bohnen, Fisolen und Erbsen zu raten
  • Auch schwarze Bohnen und Kichererbsen stärken die Niere, Blase und die ableitenden Harnwege
  • Frisches Blattgemüse ist wünschenswert, da es viel Chlorophyll, Vitamin C und eine Menge Mineralstoffe enthält
  • Auch getrocknete Algen sind bei Blasenbeschwerden günstig und in vielen Fällen  heilend /dazu zählen Nori-, Wakame-, Kombu-, Aramae-, Kombu-royale-Algen). Diese Meeresprodukte sind außerordentlich mineralstoffreich und unterstützen die Nieren, die Blase und di ableitenden Harnwege. Von den Algenprodukten sollten täglich geringe Mengen zwischen 20 und 60 Gramm zu den Mahlzeiten eingenommen werden. [3]

 

Verbotene Nahrungsmittel:

  • Von Alkohol in jeder Form ist abzuraten. Besonders chronischer Alkoholgenuss schwächt die Blase, schädigt das Immunsystem und die Widerstandskraft des Körpers.
  • Jede Art von weißem Zucker ist abzulehnen.
  • Rotes Fleisch ist verboten.
  • Weißmehl- und Weißbrotprodukte (z.B. Brötchen, Semmeln) sind ungünstig, das gilt auch für weißem Reis.
  • Die Salzzufuhr (Natriumchlorid) ist auf ein Minimum zu beschränken. Ein bis zwei Gramm täglich reichen völlig aus. Nachdem die meisten Nahrungsmittel schon gesalzen sind, darf nicht nachgesalzen werden.
  • Auch koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee und Cola, sind abzulehnen, ebenso schwarzer Tee. Kaffee verstärkt ein Blasenleiden sogar, da die in den Bohnen vorkommenden Röstprodukte die Blasenwand angreifen.
  • Kakao, Schokolade, kohlensäurehaltige Getränke sind ungünstig, da die Blasenmuskulatur gereizt und überfordert wird. [4]

 

 

Erkrankungen und Medikamente, die den Körper an Vitamin C verarmen lassen:

 harntreibende Mittel [5]

 

Goji und Kaktusfeige gegen Blasenschwäche: [6]

 

Selen:

Wer harntreibende Mittel anwendet, trägt ein höheres Risiko für eine unzureichende Versorgung mit Selen. [7]                                                   

 

Preiselbeeren:

Preiselbeeren, sowohl der Saft als auch die ganzen Beeren können der Zystitis (Blasenentzündung) vorbeugen. unangenehmen Uringeruch stark verringern. Wirksame Dosis: ein achtel bis ein halber Liter Preiselbeersaft pro Tag. [8]

 

Kokoswasser:

Im Urogenitalbereich wirkt Kokoswasser keimtötend. [9]

 

Thymian:

Ähnlich wie Rosmarin hat auch diese Würzpflanze einen desinfizierenden Einfluss auf den Magen-Darmtrakt sowie die Atem- und Harnwege. [10]

 

wilde Blaubeere:

Die wilde Blaubeere ist stark gegen degenerative Krankheiten. Sie ist seit Jahrhunderten als Gesundheitsmittel bei Blasensteinen, Skorbut, Husten, TBC und Durchfall bekannt. [11]

 

Kakao:

Die Inhaltsstoffe des Kakao machen aus dem Kakao-Getränk ein hervorragendes Mittel zum Entwässern und Durchspülen der Harnwege. [12]

 

Reizblase:

Bei einer Reizblase hat Hildegard Bäumchen (Autorin) persönlich geholfen: Cranberry-Saft, Bromelain-Tablettten. Bei stärkerem Reiz zusätzlich Arctuvan-Tabletten (Bärentraubenblätter-Trockenextrakt). Der Reiz verschwand nach ein paar Tagen. [13]

 

Moli-Med:

Molikas- Inkontinenz Einlagen

 

Tipp der Fölster-Stiftung: Cantienica-Methode

 

ACHTUNG: Blasenschwach durch Zucker:

Zuckerkranke achten meistens besonders auf ihre Ernährung, auf die Kontrolle ihrer Augen und ihrer Haut. Doch ein hoher Blutzuckerspiegel schadet auch der Blasenfunktion. Je längerein Typ-2-Diabetes besteht, umso höher ist die Gefahr, eine Harninkontinenz zu entwickeln. Frauen sind davon sogar häufiger betroffen als Männer. Das Wichtigste ist in jedem Fall, den Blutzucker unter Kontrolle zu halten. Urologen empfehlen Diabetikern, außerdem eine regelmäßige Untersuchung des Harntraktes sowie eventuelle Probleme beim Wasserlassen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. [14]

 

Brennessel – Press-Saft aus frischem Brennesselkraut:

Durchspülungstherapie von Niere und Blase sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengries. [15]

 

Blasenschwäche

Bei Blasenschwäche hilft wunderbar ein Pulver aus Kaktusfeigenblüten, was es mittlerweile auch in Apotheken gibt. Der Wirkstoff Beta-Sitosterol strafft die Beckenbodenmuskulatur und den Blasenmuskel. Diese Kapseln helfen auch bei Prostatavergrößerung (s. entsprechendes Stichwort). [16]

 



[1] Hochenegg, Kursbuch Naturheilkunde, 1999, S. 90

[2] Hochenegg, Kursbuch Naturheilkunde, 1999, S. 91

[3] Hochenegg, Kursbuch Naturheilkunde, 1999, S. 91

[4] Hochenegg, Kursbuch Naturheilkunde, 1999, S. 91f.

[5] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 86

[6] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 321

[7] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 187

[8] Jean Carper, Nahrung ist die beste Medizin, 487

[9] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 178

[10] Sillner, Wunderwerk Immunsystem, 161

[11] Hittich in: Dr. Hittich informiert, Sonder Exemplar Nr. 2378, S. 13

[12] Bankhofer, Das große Buch vom gesunden Leben, 155

[13] Hildegard Bäumchen in: Bio 2/2010, S. 127

[14] Dr. Andreas Wiedemann, Chefarzt der urologischen Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Witten, in: alverde, Nov. 2010, S. 33.

[15] Beipackzettel Shönenberger naturreiner Pflanzensaft „Bärlauch“

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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