Bluthochdruck

 

Ginkgo biloba:

Die Wirkstoffe dieser Heilpflanze stehen für eine gute Durchblutung. Gerade im Hinblick auf die Mikrozirkulation in den Geweben können bestimmte Wirkstoffe des Ginko Hilfe bringen. Es ist ein bestens untersuchter und nachgewiesener Effekt, der v.a. im Hinblick auf das Gehirn geschätzt wird. [1]

 

Vegetarische Ernährung:

Der Blutdruck von Vegetariern befindet sich meist im Normalbereich. [2]

 

Vitamin E:

Vitamin E ist ein wichtiges “Antiaging“-Molekül. Es entlarvt freie Radikale, die unseren Blutfetten „an den Kragen“ wollen und wehrt diese effizient ab. Es zerschlägt sogar die durch freie Radikale ausgelösten Kettenreaktionen und schützt den Körper somit vor den schädlichen Oxidationen durch diese aggressiven Zerstörer. Das Vitamin hat eine ganze Reihe von positiven Effekten, die unserem Herz-Kreislauf-System zugute kommen und uns vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Vitamin E hält die Gefäße und die darin umherschwimmenden roten Blutkörperchen elastisch und vermindert das altersbedingte Starrwerden der Transportröhren. Außerdem verbessert es den Blutfluss in den Gefäßen und wirkt Ablagerungen, die letztlich zu einer Verstopfung führen können, entgegen. Unterstützt wird diese Schutzwirkung dadurch, dass dieses Vitamin zusätzlich auch noch die Verklumpung von Blutplättchen hemmt. Man muß bei der Einnahme von Vitamin E-haltigen Präparaten darauf, dass es sich um ein natürliches Vitamin E handelt. Dieses ist zwar etwas teurer, wird aber besser aufgenommen und verwertet als seine synthetisch hergestellten Verwandten. [3]

 

Polyphenol Resveratol:

Der Radikalfänger sitzt in den Schalen der roten Weintraube und ist auch im Traubensaft nachweisbar – dort allerdings in weitaus geringeren Mengen. Um die Resveratolmenge, die in einem halben Liter Rotwein steckt, aufzunehmen, müßte man 9 Kilogramm Weintrauben essen. Resveratol senkt den Cholesterinspiegel und wirkt Herz-Kreislauferkrankungen entgegen. Die Radikalfängereigenschaften der in den roten Weintrauben enthaltenen Bioflavonoide sind weitaus besser als diejenigen der Vitamine C und/oder E: Ein Teelöffel eines Traubenkonzentrates hat die gleiche antioxidative Wirksamkeit wie 1000 Milligramm natürliches Vitamin E oder 400 Milligramm Vitamin C! Es empfiehlt sich die Zufuhr von Rotweinextrakt in Kapselform. [4]

 

gegen hohen Blutdruck:

Ananas, Avocado, Banane, Dattel, Feige, Goji, Granatapfel, Honigmelone, Kiwi, Kokosnuss, Mango, Orange, Papaya, Passionsfrucht, Pomelo [5]

 

Bioflavonoide:

Bioflavonoide halten unsere Gefäße elastisch und regulieren den Blutdruck. Außerdem wirken die Stoffe der Verklumpung von Blutplättchen entgegen und mindern damit die Gefahr einer Gefäßverstopfung. Auch in dieser Hinsicht ergänzen sich die Bioflavonoide sehr gut mit anderen Radikalfängern wie dem Vitamin E. Untersuchungen der Indiana University School of Medicine, USA haben es gezeigt: Beerenfruchtextrakte entspannen die Herzkranzgefäße und sorgen für einen normalen Blutdruck. [6]

 

OPC aus Traubenkernen:

Traubenkerne eignen sich  - wie keine andere Quelle -. zur Gewinnung von OPC , da die Konzentration dieser Supermoleküle  hier besonders hoch ist. Prof. Masquelier wies nach, dass die dort vorhandenen oligomeren Procyanidide eine antioxidative Wirksamkeit besitzen, die 18mal höher ist als diejenige von Vitamin C. Bestimmte OPC-Formen wirken etwa 50mal so stark gegen freie Radikale wie Vitamin E. Damit wird diesen schädlichen kleinen Teilchen so richtig das „das Licht ausgeblasen“. Damit diese Stoffe allerdings tatsächlich gut wirken können, müssen sie über den Darm in das Blut gelangen. Das von Masquelier entwickelte OPC-Produkt Masquelier’s Original OPCs - Anthogenol ist 100% biologisch verfügbar. Es ist wasserlöslich, verteilt sich in kurzer Zeit in den Geweben des Körpers und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Damit sind die empfindlichen Gehirnzellen vor dem Angriff der freien Radikale geschützt. Die oligomeren Pro(antho)cyanide schützen die Fette in unserem Körper vor der Oxidation, wirken der Verklumpung des Blutes entgegen und tragen auf vielfältige Weise zur Gesunderhaltung der Blutgefäße bei. Außerdem stärken sie das Bindegewebe und schützen die Haut und die Augen vor den aggressiven freien Radikalen. Weiterhin wirken sie Entzündungen entgegen und blockieren ein Enzym (Hyaluronidase), welches an der Freisetzung von Histamin mitbeteiligt ist. Dieses Gewebshormon ist für die typischen Beschwerden bei allergischen Erkrankungen (Rötung, Schwellung, Juckreiz) mitverantwortlich. Somit können sich oligomere Procyanidine auch positiv bei Allergien auswirken. [7]

 

Rote Beete:

Die Pigmente der roten Bete erhöhen die Stabilität der kleinsten Blutgefäße, der Kapillaren, senken den Blutdruck und lösen Verkrampfungen der Blutgefäße. Gekochte rote Beete und die daraus gewonnene Brühe wirken sich zudem positiv auf die Zusammensetzung des Blutes aus. [8]

 

frische Geißblattbeeren, Preiselbeersaft, Tee mit Marmelade aus schwarzen Johannisbeeren, frischer Knoblauch (2-3Zehen täglich), Zwiebeln (1-2 Zwiebelknollen pro Tag) sowie gebackene Kartoffeln mit Schale (sie dürfen nicht durchwachsen oder grün sein)

Bei Problemen mit hohem Blutdruck können die genannten Nahrungsmittel laut Lebedewa nützlich sein. [9]

 

Omega-3-Fettsäuren:

Dr. Lands fütterte etwa drei Wochen lang Hunde, Katzen und Mäuse mit Fischöl, das reich an Omega-3-Fettsäuren war. Die Ergebnisse waren spektakulär: weniger (künstlich herbeigeführte) Herzinfarkte und Thrombosen und weniger Arterienschäden. Zum Beispiel stoppt eine Blockierung der Blutgefäße den Blutfluß und führt unausweichlich zu Schäden. Aber das Fischöl lindert die Schäden. Bei Katzen lindert das Fischöl die Hirnschäden durch Schlaganfälle. Hunde, die Öle mit Omega-3-Fettsäuren bekamen, erlitten nur zu 3 Prozent Schäden des Herzmuskels, im Vergleich zu 25 Prozent bei denjenigen, die keine Omega-3-Fettsäuren bekamen. Ein möglicher Grund: Fischöle machen das Blut weniger zähflüssig, so dass es leichter fließt. Ein faszinierendes Phänomen: Zellmembranen voller Omega-3-Fettsäuren sind flüssiger und geschmeidiger; deshalb sind diese Zellen besser dazu in der Lage, sich durch verengte Gefäße hindurchzuquetschen und die Gefäße mit Sauerstoff zu versorgen. Wenn Ihre Blutgefäße enger geworden sind, was nach einem bestimmten Alter fast immer der Fall ist, kann das ein lebensrettendes Manöver sein. Es gibt keinen Zweifel. Fischöle können vor Thrombosen schützen – vor Gerinnseln, die das Blut blockieren und damit dem Gewebe den lebensspendenden Sauerstoff entziehen. Bei einem früheren Test stellte Dr. Lands an seinem eigenen Blut fest, dass es weniger dazu neigte, zu den Zusammenballungen zu erstarren zu erstarren, aus denen die üblen Blutgerinnsel entstehen, nachdem er einen Monat lang morgens, mittags und abends einen Löffel Fischöl genommen hatte. Andere Untersuchungen zeigen dasselbe. Japaner, die vom Fischfang leben und viel Fisch essen, haben Blut mit einer geringeren Neigung zur Gerinnselbildung als japanische Bauern. [10]

 

Papaya:

Papaya kann Bluthochdruck therapieren – und zwar ursächlich. [11]

 

Goji-Beere:

Die Polysaccharide aus der Goji - Beere erweitern die Blutgefäße und senken einen zu hohen Blutdruck um mehr als 20 Prozent. [12]

Passionsfrucht:

Die Passionsfrucht ist blutdrucksenkend. [13]

 

Avocado:

Das Kalium der Avocado – die Avocado ist hier Spitzenreiter unter den Früchten – senkt den Blutdruck, weil es den Körper auf natürliche Weise entwässert und damit das Herz entlastet. [14]

 

Vitamin D:

Zwar gibt es aus der epidemiologischen Forschung auch einige widersprüchliche Ergebnisse, aber zusammenfassend wird deutlich: Die statistische Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck steigt mit unzureichender Vitamin-D-Versorgung. An der Uni von Dundee (Großbritannien) hatte man bei Typ 2-Diabetes-Patienten während des Winters den 25D-Spiegel bestimmt. Immerhin hatten 49 Prozent von Ihnen einen 25D-Spiegel von weniger als 20ng/ml. Der Durchschnitt lag bei sehr niedrigen 15ng/ml. Dann wurden diese in Therapie genommen. Die eine Hälfte erhielt erstmalig eine Spritze mit 100.000 I.E. Vitamin D, die anderen bekamen eine Placebospritze. Die Studie verlief doppelblind, so dass weder die Patienten noch die direkt beteiligten Forscher über die Gruppenzugehörigkeit Bescheid wussten. Und das Ergebnis lässt aufhorchen. Acht Wochen nach der einmaligen Vitamin-D-Gabe fand man eine Erhöhung des 25D-Spiegels um 6ng/ml auf 21 ng/ml. In Übereinstimmung damit wurde die meßbare Endothelfunktion signifikant verbessert. Und der Blutdruck sank um 7mmHg systolisch (das ist der obere der beiden gemessenen Blutdruckwerte) bzw. um 2mmHg diastolisch. Das ist ein Effekt, der sich sehen lassen kann und der auch nur dem Vitamin D zuzuschreiben ist. [15]

 

Granatapfelsaft:

Bei Menschen mit hohem Blutdruck wurde nach nur vierzehntägiger Einnahme von täglich 50 Milliliter Granatapfelsaft eine Senkung des Blutdrucks um fünf Prozent beobachtet. [16]

 

Guaven:

Für Herz und Kreislauf sind Guaven eine Wohltat, weil sie den Blutdruck ebenso senken wie den Cholesterinspiegel. Eine indische Studie ergab, dass der Verzehr von nur einem Pfund Guaven pro Tag bei ansonsten unveränderter Lebensweise nach drei Monaten das Gesamtcholesterin der Testpersonen um fast 10 Prozent und ihren Blutdruck um 13,6/11,0 mmHg sinken ließ. Gleichzeitig stieg der Spiegel des guten HDL-Cholesterins um 8 Prozent. HDL senkt das Arterioskleroserisiko, während ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel einen Risikofaktor für Arteriosklerose und damit für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall darstellt. Der hohe Kaliumgehalt der Guave spielt für diese Wirkung sicherlich eine Rolle und wahrscheinlich auch ihr hoher Gehalt an Fruchtsäuren, Pektinen und Magnesium. [17]

 

Kaki-Frucht:

Die Kaki-Frucht harmonisiert sowohl einen zu hohen als auch einen zu niedrigen Blutdruck. [18]

 

Kokosnüsse und Kokosöl:

Kokosnüsse und Kokosöl helfen auch bei hohem Blutdruck. [19]

 

Senkung des Blutdrucks durch Coenzym Q10:

Forschungen zeigen die positive Wirkung auf den diastolischen Blutdruck. Die diastolische Funktion des Herzens erfordert mehr zellulare Energie als die systolische Kontraktion, d.h. das Herz benötigt mehr Energie, die Kammer mit Blut zu füllen als sie zu entleeren. In diesem Zusammenhang ist es logisch, bei diastolischen Dysfunktionen Coenzym Q 10 zu verabreichen.

In einer Studie mit 109 Hochdruckpatienten mit isolierter diastolischer Dysfunktion bewirkte die Gabe Von Coenzym Q 10 eine Besserung bei 53 Prozent der Patienten. Neben einer allgemeinen klinischen Besserung kam es zu einer Blutdrucksenkung, einer Verbesserung der diastolischen Funktion und einer Abnahme der Herzmuskelerkrankung. In einer anderen Studie mit Herzpatienten, die täglich 240 Milligramm Coenzym Q10 erhielten, konnten 1-3 konventionelle Medikamente abgesetzt werden.

Wie es zu einer Regulation des Blutdrucks kommt, ist noch nicht ganz abgeklärt. Forschungsarbeiten (Digiesi und andere) weisen auf eine Abnahme des Gefäßwiderstandes hin, was als Folge einer Verbesserung des Zellstoffwechsels zu sehen ist. Durch eine Normalisierung der Zell- und Membranchemie wird der optimale Gefäßtonus und damit die Elastizität der Gefäßwände wiederhergestellt. Bei Bluthochdruck liegt die empfohlene Coenzym-Q10 –Dosis bei 180 Milligramm pro Tag. Zusätzlich sollten Calcium, Magnesium, Kalium und gegebenenfalls Multivitamine verabreicht werden.

Etwa 10 Prozent der Patienten reagieren nicht auf die alleinige Gabe von Coenzym Q10. In diesen Fällen können zusätzliche Gaben von Carnitin (z.B. Acetyl-Carnitin bis zu 3 Gramm pro Tag), Magnesium und eventuell NADH hilfreich sein.Seit er bei seinen Herzpatienten Coenzym Q10 einsetzt, konnte Dr. Sinatra fast die Hälfte der üblichen Herzmedikamente ersetzen. [20]

 

Knoblauch:

Zahllose wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren ergeben: Man kann mit den Bioaktivstoffen im Knoblauch erhöhte Blutdruckwerte senken. . Über eins muß muss man sich im Klaren sein. Die Bioaktivstoffe wirken hervorragend, aber nur langsam. Man muss Knoblauch mindestens 5 Wochen konsumieren, ehe man einen Erfolg merkt. [21]

 

Magnesium:

Für Diätfragen ist besonders der Zusammenhang des Magnesiums mit Herzinfarkt und Herzinsuffizienz wichtig. Da bei diesen Krankheiten häufig verabreichten Diuretika (harntreibende Mittel) alle die Magnesiumausscheidung (wie meist auch die Kaliumausscheidung) vermehren und somit den meist schon vorhandenen Magnesiummangel vergrößern, bringt eine Langzeitbehandlung der Hypertoniker (Hochdruckkranken) mit einer der üblichen Kombinationen von blutdrucksenkenden Mitteln mit Diuretika eine ständig zunehmende Infarktgefährdung mit sich. Das ist eine Erklärung für die Tatsache, dass Hypertoniker besonders häufig einen Herzinfarkt erleiden. [22]

 

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren:

Man kann die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in zwei Klassen unterteilen, die sog. Omega -3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese beiden Fettarten heißen essentielle Fette, weil sie für das reibungslose Funktionieren unseres Körpers unverzichtbar sind. Wir sind nicht in der Lage, sie selbst zu produzieren, müssen sie also aus der Nahrung beziehen. Sie sind an der Bildung der Zellmembranen, an der Entwicklung und Aktivität des Gehirns, an der Produktion von Substanzen, die für die Regulierung des Blutdrucks verantwortlich sind, an der Elastizität der Blutgefäße und an der Entzündungs- und Immunreaktion beteiligt. [23] ACHTUNG: Auswirkungen von nitrosativem Stress:

-        Blockade wichtiger Enzyme in den Mitochondrien, die für die Produktion der Zellenergie (ATP) verantwortlich sind (Eisen-Schwefelhaltige und Eisenhaltige Enzyme, Aconitase)

-        Vermehrte intrazelluläre Säurebildung mit weiterer Inaktivierung verschiedener Enzyme; Zwang zur Aktivierung der aeroben Glykolyse (Vergärung von Zucker), eine Art „Notstromaggregat“, das allerdings nur 1/16 der üblichen ATP-Menge liefern kann!

-        Vermehrter oxidativer Stress (Bildung von Sauerstoffradikalen) mit sekundären Schäden der Zellkern-DNA, mitochondrialen DNA, und anderen Zellbestandteilen und einem deutlich erhöhten Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln.

-        Cholesterinerhöhung durch Hemmung eines den Cholesterinstoffwechsel in der Leber regulierenden Enzyms (Hepatische 7 –alpha-Hydroxylase)

-        Aktivierung des Immunsystems (proinflammatorische Zytokine) mit sekundären, aseptischen Entzündungen im Bereich der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder und der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen.

-        Aktivierung diverser Rezeptoren des Zentralnervensystems (NMDA- und Vanilloid-Rezeptoren) mit sekundären neurologischen, psychischen und vegetabilen Symptomen.

-        Abbau von und dadurch Mangel an diversen Vitaminen (Vitamin C, B1, B2, B5, B6, B12, Vitamin E, Vitamin D, Folsäure), Mineralien, Spurenelementen (Selen, Magnesium, Zink)

-        Hemmung der Synthese von physiologischem, neuronalen und endothelialen NO und Anstieg des asymmetrischen Dimethylarginings, damit erhöhtes Gefäßerkrankungs- und Hypertonierisiko, sowie Störungen zentralnervöser Funktionen.

-        Peroxinitrit nitrosiert aromatische Aminosäuren und oxidiert SH-Gruppen. Es wirkt hochgradig neurotoxisch durch irreversible Hemmung der Mitochondrienfunktion.

-        Störungen des Katecholamin-, Melanin-, Serotonin-, Tyrosin-, Tryptophan- und Phenylaninstoffwechsels mit folgender Minderung der Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen. [24]

 

OPC:

OPC sorgt für gesunden Blutdruck. [25]

 

Knoblauch:

Gegen Bluthochdruck setzt man Knoblauch ein. [26]

 

Lob und Komplimente:

Wenn das Gehirn Lob und Komplimente aufgenommen hat, so entsteht dadurch im sog. limbischen System ein starker, positiver Impuls. Parallel dazu wird eine Meldung an die Thymusdrüse hinter dem Brustbein weitergegeben. Daraufhin werden dort – in der Schulungszentrale für die Immunkraft – verstärkt weiße Abwehrzellen gebildet. Das bedeutet: Das natürliche Abwehrsystem wird gestärkt. Wer Lob und Komplimente empfängt, bremst sofort im Organismus die Streßhormone, die Glukokortikoide, die oft Ursache für zu hohen Blutdruck und zu hohe Cholesterinwerte sind. Dafür werden jene Neurotransmittoren vom Gehirn vermehrt, welche den Stress bekämpfen. [27]

 

Granatapfel / Granatapfelextrakt:

Bei Patienten mit Verengung der Kopf versorgenden Blutgefäße (Stenose der Kopf versorgenden Blutgefäße), die über einen Zeitraum von 1-3 Jahren lang Granatapfelsaft konsumierten, konnte sowohl ein bis zu 30%-iger Rückgang der Blutgefäßerkrankung wie auch eine Blutdrucksenkung um 21 % wie Verbesserung des oxidativen Status von 130% erfasst werden. [28]

 

Bienenpollen gegen Bluthochdruck:

Am Forschungsinstitut für Pharmakologie am Wissenschaftlichen Zentrum der Akademie der Medizinischen Wissenschaften Russlands in Tomsk hat man nachgewiesen, dass die regelmäßige Einnahme von Bienenblütenpollen aus dem Bienenstock – seit der Antike auch als Melbrosia- Pollen bezeichnet – zu hohen Blutdruck auf sanfte, natürliche Weise senken kann.

Man nimmt dazu mehrere Monate lang 3-mal täglich 3 Bienenpollen-Kapseln (Apotheke). Das ist zugleich ein Stärkungs- und Aufbaumittel. Dieses Naturheilmittel kann nur zusätzlich angewandt werden. Vom Arzt verordnete Medikamente müssen weiter genommen werden. [29]

 

Topfen (Quark) hilft gegen Bluthochdruck:

Essen Sie bei Bluthochdruck regelmäßig Topfen. Quark liefert in idealer Zusammensetzung die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium. Konsumieren Sie über einen längeren Zeitraum täglich 1/8 Kilo Topfen, pur oder in Speisen verarbeitet. Die ärztlichen Medikamente müssen Sie selbstverständlich weiter einnehmen. [30]

 

Zuckerverzicht und Aronia:

Zucker versüßt zwar das Leben, aber zu einem bitteren Preis. Er treibt den Blutdruck in die Höhe. Wie viel das bißchen Süß am Ende des Tages ausmachen kann, haben Mediziner von der Louisiana-State-Universität in New Orleans jetzt beziffert: Schon ein Glas Cola oder Eistee täglich weniger, so schreiben sie, und der Blutdruck verbessert sich deutlich. Der Verzicht, über 18 Monate hinweg beherzigt, half in einer Studie sogar jedem Dritten von 800 Erwachsenen zu normalen, gesunden Werten zurück.

Woran genau das liegt, können sich die Mediziner nicht recht erklären. Ebenso unklar ist bis heute auch die genaue Ursache von Bluthochdruck (primäre Hypertonie). Übergewicht wurde bisher als Grund vermutet – aber auch das widerlegt die Studie aus New Orleans: Der Zuckerverzicht beeinflußte den Blutdruck deutlich besser als jede andere Diät.

In Deutschland haben 20 Millionen gefährlich hohe Werte. Die meisten sogar so hoch, dass sie medikamentös und rasch gemäßigt werden müssten; tatsächlich schlucken aber nur vier Millionen blutdrucksenkende Mittel, die „Antihypertensiva“. Die Mittel wirken verschieden: Sie weiten Gefäße, entwässern oder reduzieren die Kontraktionskraft des Herzens. Der Nachteil: Das Herz wird belastet, kann auf Dauer geschwächt werden und unregelmäßig schlagen.

Alternativen könnten Pflanzen sein. Zum Beispiel die Aroniabeere, das Obst ist in Deutschland schon fast vergessen. Weil sie heute fast nur noch in Sachsen professionell in Plantagen angebaut wird, nennen Fans sie zärtlich die „Sächsische Gesundheitsbeere“.

Ende des Sommers sind die Früchte reif. Die sehen aus wie winzige Äpfel, gehen farblich ins Schwarz der Johannisbeeren, ihr Fleisch in Richtung Kirsche. Die Osteuropäer pressen sie seit jeher in Gesundheitssäfte oder drücken sie in Kapseln zurecht. Schon Hildegard von Bingen empfahl Aronias gegen Bluthochdruck, Arteriosklerose und bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen. Medizinisch ist ihre Wirkung kaum erprobt, aber Fakt ist: Die Beere und ihr Saft enthalten beachtliche Mengen an Polyphenolen. Das sind Stoffe, die Tumoren und auch Entzündungen hemmen. Außerdem bringt der Saft den Blutzucker ins Lot. [31]

 

Aroniasaft:

Infolge der therapeutischen Relevanz der Aroniabeeren hat das Komitee des Gesundheitsministeriums der UDSSR sowohl die Verwendung der Früchte und des daraus hergestellten Natursaftes, als auch daraus produzierter Tabletten zur Behandlung des erhöhten Blutdrucks beschrieben. Ein pharmazeutisches Unternehmen in Sibirien stellte fast 30 Jahre lang „Vitamin P“ - Tabletten aus Aronia-Früpchten her. Bereits Ende der dreißiger Jahre hat die die Blutgefäßpermeabilität beeinflussende Wirkung den Flavonoiden die Bezeichnung Vitamin P eingebracht. Die Flavonoide sind bekannt für ihre gefäßprotektive Wirkung. hohe Präventionswirkung:

Antioxidantiv wirksamen Schutzstoffen wird hinsichtlich der Primär- und Sekundärprävention chronisch-degenerativer Erkrankungen ein hoher Stellenwert eingeräumt, der seinen Niederschlag in einer Vielzahl von Forschungsarbeiten zu diesem Thema findet. [32]

 

Antioxidantien:

Antioxidantien spielen im Kampf gegen koronare Herzerkrankungen eine besondere Rolle, denn sie können freie Radikale unschädlich machen. Jene Moleküle, die den Zellwänden von Blutgefäßen gefährlich werden und die auch in die Zellkerne eindringen und sie schädigen können. Dies ist dann häufig der Ausgangspunkt für Ablagerungen, die zu einem Gefäßverschluss führen. Antioxidantien verhindern zudem die Ablagerung des schädlichen LDL- Cholesterins in den Blutgefäßen. Bekannte Radikalfänger sind Vitamin C, Vitamin E und Carotinoide. [33]

 

Schokolade:

Täglich ein kleines Stückchen Schokolade (6,3 Gramm) reicht bereits, um erhöhten Blutdruck leicht zu senken. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Uniklinik Köln, an der 44 Bluthochdruck-Betroffene teilnahmen. Aber: Es muss dunkle Schokolade sein mit einem Kakaogehalt über 80 Prozent. [34]

 

Wärme:

Bei milden Temperaturen sinkt ein erhöhter Blutdruck ab, das Herz-Kreislauf-System wird entlastet. [35]

 

Schlafen:

Ausgiebig zu schlafen ist nicht nur gesund, es schon auch die kostbare Lebensenergie, stärkt die Abwehrkräfte und hält zudem länger jung. Während wir schlafen, schaltet der Organismus auf Sparflamme. Die Verdauung ruht, die Muskeln erschlaffen, die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird tiefer und langsamer als während des Tages.

Bei Tieren lässt sich die lebensverlängernde Wirkung des Schlafs gut demonstrieren. Tiere, die einen großen Teil des Tages dösend und schlafend verbringen , haben in der Regel eine höhere Lebenserwartung. Wie schädlich chronischer Schlafmangel sein kann, zeigt eine in der Fachwelt vielbeachtete Arbeit des Forscherteams um Eve van Cauter von der Universität Chicago, die 1999 in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ (Bd. 354) veröffentlicht wurde: Eine Gruppe gesunder, junger Männer wurde in einem Schlaflabor beobachtet. Jede Nacht durften sie nur vier Stunden schlafen. Schon nach einer Woche brachte der Schlafentzug die Hormonregulation und den Stoffwechsel durcheinander. V.a. das Hormon Insulin, welches normalerweise von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird und vor der Zuckerkrankheit bewahrt, konnte den Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig regulieren. Innerhalb einer Woche hatte der Schlafentzug die Männer in einen Zustand gebracht, der sonst nur bei alten Menschen oder in einem frühen Stadium der Zuckerkrankheit auftritt. Aufgrund der Studiendaten vermutet Cauter, dass durch chronischen Schlafmangel Alterskrankheiten wie Zuckerkrankheit, Übergewicht, hoher Blutdruck und Gedächtnisstörungen hervorgerufen oder verschlimmert werden. Auch schlechte Laune, Konzentrationsstörungen und schlimmstenfalls Depressionen können Folgen des Schlafmangels sein. Für Ratten ist chronischer Schlafmangel sogar tödlich, denn schon nach kurzer Zeit führen die fehlenden Ruhephasen zu einem Zusammenbruch ihres Immunsystems. [36]

 

Blutdruck senken mit Wärme:

Die amerikanische „Maryland Heart Association“ entdeckte vor einigen Jahren eine Menschengruppe, bei der Bluthochdruck nur halb so häufig vorkommt, wie in der Durchschnittbevölkerung – die FKK-Anhänger. Weitere Studien zeigten, dass bereits ein Sonnenbad den Blutdruck leicht senken kann. Dabei ist der Effekt bei Menschen mit Bluthochdruck besonders deutlich ausgeprägt. Im Versuch konnte hier eine mehr als doppelt so große Blutdrucksenkung erreicht werden, verglichen mit der Gruppe mit normalem Blutdruck. Die Wirkung hielt fast eine Woche an. Für die blutdrucksenkende Wirkung ist wahrscheinlich die milde Wärme der Sonne verantwortlich, die Gefäße weiten sich und der Druck in den Gefäßen nimmt ab.

Möglicherweise werden auch unter dem Einfluss des Sonnenlichts noch nicht näher bekannte blutdrucksenkende Stoffe im Körper produziert. Doch Vorsicht: Personen mit stark erhöhtem Blutdruck sollten zunächst nur die Wirkung milder Temperaturen nutzen. An sehr heißen Tagen stellen Sonnenbäder und hohe Temperaturen eine starke Kreislaufbelastung für diese Personengruppe dar. [37]

 

Q10:

Aus einer Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Nutrition and Metabolism veröffentlicht wurde, geht hervor, dass das Coenzym Q10 in der Kombination mit anderen Antioxidantien wie den Vitaminen C und E sowie Selen bestimmte Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen könnten, senken kann. Dazu gehören der Zustand der Blutgefäße allgemein, der Blutdruck, der Blutzuckergehalt und das schützende Cholesterin HDL. [38]

 

Granatapfel:

Der Verzehr von Granatäpfeln hat viele gesundheitsfördernde Aspekte. Eine neue Studie, die auf dem 43. Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Nierenkrankheiten (ASN) in Denver im US-Bundesstaat Colorado vorgestellt wurde, hat noch einen weiteren Nutzen hinzugefügt. Dem Bericht zufolge trägt das starke antioxidantische Profil der Granatäpfel dazu bei, Entzündungen zu hemmen, durch oxidativen Stress verursachten Schäden vorzubeugen und Komplikationen im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen und deren schulmedizinische Behandlung zu verringern.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 101 Patienten, die sich aufgrund ihrer Nierenerkrankung einer Dialyse unterziehen mussten, entweder Granatapfelsaft oder ein Placebo verabreicht. Die Patienten erhielten den Saft über den Zeitraum eines Jahres dreimal in der Woche. Am Ende des Behandlungszeitraumes wiesen die Patienten in der Granatapfelsaft-Gruppe weniger Krankenhausaufenthalte wegen Infektionen sowie geringere oxidative Zellschäden auf, die durch gefährliche freie Radikale hervorgerufen werden.

Zusätzlich zu besonderen Verbesserungen im Zusammenhang mit der Nierenerkrankung verringerte sich bei den Patienten der Blutdruck, und es kam zu allgemeinen Verbesserungen der Herz-Kreislauf-Situation. Gerade Letzteres ist für Nierenpatienten besonders wichtig, da viele an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. »Da in den kommenden zehn Jahren mit einem starken Anstieg chronischer Nierenerkrankungen zu rechnen ist, sollten weitere klinische Untersuchungen zu Granatapfelsaft durchgeführt werden, um das hohe Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern sowie eine Verschlechterung [des Zustandes] bis zu einer Nierenerkrankung im Endstadium zu verhindern«, erklärte Dr. Batya Kristal, eine der Autorinnen der Studie.

Einer anderen Studie zufolge, die in der Fachzeitschrift Clinical Nutrition veröffentlicht, trägt Granatapfelextrakt dazu bei, die Verhärtung der Blutgefäße zu verringern, was sonst oft zu einer Einschränkung der Blutzirkulation führt. Schon nach dreimonatiger Einnahme verringerten sich die Dicke der Gefäßwand der Patienten um 35 Prozent und die Cholesterin-Oxidation um erstaunliche 90 Prozent – beides kommt der Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems zugute. [39]

 

Melone:

Eine 100-Gramm-Portion Melone liefert neben Kalzium und Magnesium 31 Milligramm Vitamin C und 404 Milligramm Kalium. Kalium beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vor und ist der Schlüssel für einen gesunden Blutdruck. Mehr als dreißig wissenschaftliche Studien belegen, dass v.a. Menschen mit hohem Blutdruck , die kaliumreiche Obstsorten wie Melonen und Feigen aßen, ihr Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um 40 Prozent verringern konnten. [40]

 

Melissentee bei hohem Blutdruck in der Nacht

 

Indischer Schlangenwurz bei Bluthochdruck (rezeptpflichtig -> Arzt fürNaturheilkunde)

 

Löwenzahn:

Löwenzahn erzielt eine Anregung der Nieren, die vermehrt Wasser ausscheiden, und eine Senkung des zu hohen Blutdrucks bei längerer Anwendung [41] .

 

Bockshornklee:

Ursprünglich stammt der Bockshornklee, der zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört, aus China und Indien. Bei uns wurde die bis zu 50cm hohe Pflanze mit hellgelben Blüten in Klostergärten von Benediktinermönchen kultiviert. Verwendung finden hauptsächlich die Samen. Sie enthalten neben Bitter- und Schleimstoffen, Phosphor, Eisen, Saponin und ätherische Öle.
Innerlich als Tee angewandt, wirkt der Bockshornklee durch seine entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften gegen Husten und Bronchitis. Er wird zur Stärkung des allgemeines Wohlbefindens, zur Anregung der Blutbildung, zur Stärkung von Haut und Haaren und bei Bluthochdruck eingesetzt. Eine weitere wichtige Funktion erfüllt er bei Magerkeit und Untergewicht, denn durch die Bitterstoffe regt er den Appetit an.

Äußerlich wird der Samen des Bockshornklees, gekocht und zerstampft, als Umschlag bei entzündeter Haut, offenen Beinen oder Geschwüren aufgelegt.
Um eine blutreinigende und kräftigende Wirkung zu erzielen, können die Keimsprossen des Bockshornklees, etwa einem Salat beigemischt, verzehrt werden. [42]

 

Granatapfel:

In der Volksmedizin gilt der Granatapfel seit Langem als herzfreundlich, und vor Kurzem wurde seine schützende Wirkung bei klinischen Studien in Israel bewiesen. Der Granatapfel senkte den Blutdruck, verhinderte Arteriosklerose und hatte eine ähnliche Wirkung wie medikamentöse ACE-Hemmer. [43]

 

Zwiebeln und Knoblauch:

Zwiebeln und Knoblauch werden u.a. zur Vorbeugung und / oder Behandlungen von Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Übergewicht, einem hohen Cholesterinspiegel und Bluthochdruck eingesetzt. Dies liegt z.T. an den enthaltenen scharfen und flüchtigen Schwefelverbindungen, den sog. Thiosulfinaten. Die rohen Knollen sind hervorragend für das Herz, können ihr Arsenal aber auch im gekochten Zustand um diese herzschützenden Verbindungen erweitern. Falls es Ihnen auf die Quercetin-Glycoside der Zwiebeln ankommt (die äußere Schale ist der vermutlich beste Quercetin-Öieferant überhaupt), lässt sich ihre Absorption mit Öl  (Sojaöl u.v.a. Lecithin) verbessern – ein weiterer Grund, das Olivenöldressing für den Salat mit Knoblauch und Zwiebeln zu verfeinern) [44]

 

Tomaten:

Die antioxidative Verbindung Lycopin (in Tomaten) ist bei der Abwehr von Herzerkrankungen sinnvoll. Im Rahmen der Havard Women’s Health Study prüfen Wissenschaftler den Lycopingehalt im Blut von 485 gesunden Frauen und 485 Frauen mit Herzerkrankungen. Dabei fanden sie heraus, dass bei den Frauen mit dem meisten Lycopin im Blut die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung etwa ein Drittel kleiner war als bei denjenigen mit dem geringsten Lycopinspiegel. Dieser Schutz wirkt auch bei Männern. Die Männer, die am wenigsten Lycopin mit der Nahrung aufnahmen, hatten das dreifache Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko verglichen mit Gechlechtsgenossen, die mehr davon verzehrten. Tomaten enthalten außerdem die Verbindung Gamma-Aminobuttersäure (GABA), die den Blutdruck senken und en Herzmuskel stärken kann. Gute Lycopinlieferanten sind auch Guaven, rosa Grapefruits und Wassermelonen. [45]

 

Knoblauch:

Der Ruf des Knoblauchs, eines der besten pflanzlichen Herzmittel zu sein, basiert auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage. Studien haben gezeigt, dass Knoblauch nicht nur das Gesamtcholesterin – sowie en Triglyceridspiegel im Blut senken kann, sondern auch den Bludruck reguliert und die Klebrigkeit der Blutplättchen verringert. kann. Darüber hinaus identifizierten japanische Forscher Komponenten in Knoblauchextrakt, die erhebliche antioxidative Eigenchaften besitzen. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass Knoblauch tatsächlich die Blutfette vor der Oxidation bewahren kann. (diese sog. Lipid-Peroxidation kann der Herzfunktion schaden.) Das alles bedeutet: wenn Sie regelmäßig Knoblauch essen, können Sie Ihr Arteriosklerose- und Herzinfarktrisko deutlich senken.

Zahlreiche Studien haben außerdem ergeben, dass Mitgliede der Allium-Familie, u.a. Knoblauch und Zwiebeln, den schädlichen LDL-Anteil im Blut senken und den nützlichen HDL-Anteil erhöhen können. In den siebziger Jahren hatte man in Indien eine vielbeachtete Bevölkerungsstudie zum Einfluss von Knoblauch auf das Auftreten von Herzkrankheiten durchgeführt. Forscher maßen die Cholesterin- und Trigycerinwerte der Einwohner von Jain, die sich alle vegetarisch ernährten, nur dass die einen mehr, die anderen weniger Knoblauch und Zwiebeln aßen. Verglichen wurden die Werte der Vielesser (wöchentlich 50 g Knoblauch und 600 g Zwiebeln) mit denen der Mäßigesser (je 10 bzw. 200g pro Woche) und denen derjenigen, die überhaupt keinen Knoblauch oder Zwiebeln zu sich nahmen. Die erste Gruppe wies einen durchschnittlich hohen Cholesterinwert von 159 und einen Triglycerinwert von 52 auf; in der zweiten Lagen die Werte bei 172 und 75, in der dritten Gruppe sogar bei 208 bzw. 109.

Doppelblindstudien mit Placebo-Kontrollgruppen an Menschen, deren Knoblauchkonsum mehr der westlichen Küche angepasst war (etwa eine halbe bis eine Zehe frischer Knoblauch pro Tag), ergaben, dass auch diese vergleichsweise geringe Menge Knoblauch bereits ausreicht, um die Triglycerid- und Gesamtcholesterinspiegel im Blut zu senken. So stellte sich z.B. auch in einer Studie an der Tulane-Universität heraus, dass der Gesamtcholesterinspiegel von Probanden, die zwölf Stunden täglich 900 mg standardisierte Knoblauchtabletten geschluckt hatten, in diesem Zeitraum um sechs Prozent gesunken war. In einer in Deutschland durchgeführten Studie, in der mehr als 8000 Menschen mit Cholesterinspiegeln zwischen 221 und 230 täglich 600 mg standardisierte Knoblauchpräparate eingenommen hatten, sank der Spiegel im Schnitt um drei Prozent. Wer 2,5 bis 5 g eines Knoblauchpräparats pro Tag schluckt (etwa gleichzusetzen mit ein bis zwei frischen Knoblauchzehen), kann auch eine Senkung um acht bis zehn Prozent erreichen.

Studien aus Deutschland und anderen Ländern zeigen, dass die Blutplättchen nach einer relativ fettreichen Mahlzeit nicht so klebrig ist, wenn man frischen Knoblauch oder Zwiebeln dazu verzehrt. Als Thrombus-Hemmer, so fanden einige Forscher heraus, ist Knoblauch ungefähr gleich oder sogar stärker wirksam als Acetylsalicylsäure. Je mehr Knoblauch man isst, desto ausgeprägter ist der Effekt, sowohl auf den Cholesterin- und Triglyceridspiegel als auch auf die Klebrigkeit der Blutplättchen. 2,5 bis 5 g pro Tag reichen jedoch vollständig aus, um zu verhindern, dass sich Blutplättchen an leicht geschädigten Gefäßwänden festsetzen.

Die Fähigkeit des Knoblauchs, Blutplättchen am Zusammenkleben zu hindern, wird auf seinen Hauptinhaltsstoff, das Allicin, und dessen Stoffwechselprodukte (u.a. Ajoen) zurückgeführt. Vor kurzem gelang es Wissenschaftlern außerdem, ein hochwirksames Mitglied der Prostaglandinfamilie aus Zwiebeln zu isolieren. Damit wurde zum ersten Mal eine Pflanze als Prostaglandinquelle identifiziert.

Wahrscheinlich kann Knoblauch auch zur Vorbeugung und Heilung von Bluthochdruck eingesetzt werden; das jedenfalls legen erste Studien nahe. Verschiedene europäische Wissenschaftler konnten zeigen, dass der Blutdruck von Hypertonikern, die täglich mäßig viel Knoblauch schluckten (etwa gleichzusetzen mit zwei bis drei Knoblauchzehen pro Tag), innerhalb von drei Monaten um zehn Prozent oder mehr abnahm. Im Blut von Hochdruckkranken ist der Spiegel bestimmter schwefelhaltiger Aminosäuren für gewöhnlich ziemlich niedrig. Einige Wissenschaftler sind daher der Ansicht, es könnten die Schwefelkomponenten im Knoblauch sein, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben.

Sie tun ihrem Herzen viel Gutes, wenn sie ihre Ernährung mit Knoblauch und Zwiebeln bereichern. ACHTUNG: Kochhitze inaktiviert die nützlichen Knoblauch- und Zwiebelenzyme und senkt ihre medizinische Wirkung erheblich. Für Menschen, die zu Herz-Kreislauf-Leiden neigen, ist es hingegen am besten, jeden Tag ein Knoblauchpräparat zu schlucken. Diese Präparate haben zudem den Vorteil, praktisch geruchsfrei zu sein.

Knoblauchpräparate werden als Pulver, Flüssigkeiten, Tabletten und Kapseln angeboten. Die meisten sind auf ihren Allicingehalt oder ein Frischknoblauch-Äquivalent standartisiert. Um Ihr Herz zu schützen, sollten Sie täglich 600 bis 1000 mg reinen bzw. konzentrierten Knoblauch oder Knoblauchextrakt einnehmen, alternativ 1,8 bis 3 g Frischknoblauch-Äquivalent. Die empfohlene Tagesdosis Allicin beträgt 1,8 bis 3,6 mg. [46]

 

Polyphenole und Flavonoide:

Flavonoide können, wie Studien ergaben, Kapillargefäße heilen und stärken sowie den Gesamtcholesterinspiegel senken. Zudem sind viele von ihnen in der Lage, die Thrombusbildung zu verhindern.

So wurde beispielsweise in einer Studie (veröffentlicht im Fachblatt „The Lancet“) an mehr als 800 Holländern untersucht, welchen Einfluss Flavonoide auf das Auftreten kardiovaskulärer Krankheiten haben. Bei denjenigen, die die größten Mengen an Flavonoiden zu sich nahmen (v.a. aus Tee), war das Herzinfarktrisikoerheblich geringer als bei denjenigen, deren Nahrung kaum Flavonoide enthielt. Selbst als man andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck herausfilterte, war der Einfluss der Flavonoide immer noch deutlich feststellbar.

Flavonoidekomplexesowie Bioflavonoide, die mit Vitamin C oder anderen Nahrungsergänzungsstoffen kombiniert sind, werden meist als Tabletten oder Kapseln angeboten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 500 bis 1000 mg; handelt es sich um Quercetin und Rutin, liegt sie bei 200 bis 500 mg.

Zu den flavonoidreichen Pflanzen, die gut sind fürs Herz, gehören u.a. Ginko, Heidelbeere, die europäische Mittelmeerpinie, Weißdorn, grüner Tee sowie blaue Trauben bzw. Rotwein.

Ginko:

In Studien an Laborkaninchen sowie an Menschen hat sich gezeigt, dass Ginko den Effekt des sog. Plättchen-aktivierenden Faktors (PAF) hemmen kann, der die Blutplättchen zu Zusammenballen veranlasst, wie der Pflanzenforscher Steven Forster schreibt. Die durchschnittliche Dosis beträgt dreimal täglich 40 mg Ginko bei Standardextrakten, die mindestens 24 Prozent Flavoglykoside enthalten müssen.

 

Heidelbeere:

In einer italienischen Studie mit Anthozyanidinen (den Wirksubstanzen, die sich auch in Blaubbeeren finden), stellte sich heraus, dass Heidelbeerextrakt sowohl den Gesamtcholesterin- als auch den Trigyceridspiegel senken kann. Die empfohlene Dosis eines in Kapseln abgefüllten Extrakts, der mindestens 20 bis 25 Prozent Anthozyanoside enthält, beträgt dreimal täglich 80 bis 160 mg.

Europäische Mittelmeerpinie:

Die Flavonoide dieses Baumes werden zur Herstellung verschiedener herzstärkender Produkte benutzt. Die durchschnittliche Tagesdosis beträgt 50 bis 100 mg.

 

Weißdorn:

Dieser Busch hat besondere Aufmerksamkeit verdient, denn sein in der traditionellen Naturmedizin wohlbekannter Nutzen wurde in den letzten Jahren von zahlreichen Studien bestätigt. Die Pflanze ist reich an Polyphenolen, einschließlich Quercetin, Vitexin und Katechin. Wissenschaftler fanden heraus, dass Weißdornextrakt den Serumcholesterinspiegel und den Blutdruck senken kann; außerdem verhütet er Palpitationen (Herzrasen) und Arrhythmien (unregelmäßigen Herzschlag, Herzstolpern). Manche dieser Wirkungen beruhen darauf, dass Weißdorn die großen Koronargefäße erweitert und die Pumpleistung des Herzens erhöht. Außerdem wirkt er leicht entwässernd. In einigen Studien stellte sich heraus, dass Weißdorn sogar eine bestehende Arteriosklerose mildern kann, indem er bereits existierende Plaques abbaut.

In  Deutschland und anderen europäischen Ländern werden aus Weißdornextrakt zahlreiche herzstärkende Mittel hergestellt, die teils rezeptfrei, teils rezeptpflichtig sind. Die meisten naturheilkundigen Fachleute gehen davon aus, dass man Weißdorn über längere Zeit hinweg einnehmen muss, bevor seine Wirkung sich entfaltet, und dass mehrere Wirkfaktoren dabei Hand in Hand gehen. Auch wenn Weißdorn als ziemlich ungiftig gilt und selbst bei höherer Dosierung nur wenig Nebenwirkungen verursacht, warnen Naturheilkundige doch davor, ihn einfach so einzunehmen, wenn man meint, es vielleicht ‚am Herzen zu haben’. Wer Digitalispräparate schluckt, sollte vor einer Weißdorn-Anwendung auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Manche Leute, v.a. ältere, nehmen täglich ein niedrig dosiertes Weißdornpräparat als Herztonikum ein, z.B. ein bis zwei Teelöffel Extrakt, 250 bis 500 mg Trockenpulver oder 100 bis 200 mg in Form von Kapseln, die mindestens 1,8 Prozent Vitexin enthalten. [47]

 

Ingwer:

Ingwer ist ein Herztonikum. In einer 1980 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Studie stellte sich heraus, dass Ingwer den Cholesterinspiegel senken kann; wahrscheinlich hemmt er die Aufnahme von Cholestetin im Blut. Andere Wissenschaftler stellten fest, dass Ingwer, wie auch grüner Tee, den Blutfaltor Thomboxan hemmen und damit die Thrombusbildung verhindern kann . vielleicht ebenso gut oder besser als bekanntere Thrombosehemmer wie Acetylsalicylsäure und Knoblauch. Ob Ingwer auch den Blutdruck beeinflusst, ist noch nicht geklärt; in manchen Studien vermochte er ihn etwas zu senken. Ingwer ist ungiftig und kann auch in größeren Mengen verzehrt werden.

Wie Sie Ingwer anwenden können: Es gibt ihn frisch getrocknet sowie pulverisiert, als Tabletten, Kapseln, Tropfenkonzentrate und Extrakte. Als Herztonikum empfiehlt sich eine durchschnittliche Tagesdosis von 500 mg (getrockneter Ingwer) oder ein bis zwei Teelöffeln Flüssigextrakt. [48]

 

Sellerie:

Sellerie bewährt sich im Kampf gegen Bluthochdruck: Er ist nämlich ein recht potentes Diuretikum (Entwässerungsmittel). Ein aus seinem Samen gewonnenes Öl wirkt offenbar entspannend auf die Muskulatur der Blutgefäßwände ein und hilft so, den Blutdruck zu senken. An der Universität von Chicago verabreichte man Labortieren winzige Mengen Butylphthladid, eine Komponente des Öls aus Selleriesamen. Der systolische Blutdruck der Tiere nahm daraufhin innerhalb von vier Wochen um 12 Prozent ab. Darüber hinaus vermag diese Substanz den Cholesterinspiegel zu senken. Eine 8wenn auch kleine) chinesische Studie an 16 Hypertonikern verwies ebenfalls auf positive Wirkungen des Selleriesamens.

In sehr großen Mengen kann Selleriesamen jedoch giftig sein und in der Schwangerschaft sollte er auf keinem Fall eingesetzt werden. Gegen eine gelegentliche Selleriemahlzeit ist jedoch nichts einzuwenden, im Gegenteil. Die meisten Naturheilkundigen empfehlen, Selleriesamen bzw. daraus gewonnene Öle nicht ohne fachkundige Überwachung einzunehmen. Wenn Sie jedoch täglich ein paar Stengel Sellerie essen, können Sie gefahrlos etwas für ihren Blutdruck tun.

Wie Sie Selleriesamen anwenden können: Er wird als Tropfenkonzentrat , Tabletten, oder in reiner bzw. pulversierter Form angeboten. Es genügt, wenn Sie ein- bis zweimal pro Woche einen halben bis einen Teelöffel voll davon einnehmen, um Bluthochdruck vorzubeugen. [49]

 

Vitamin C:

Sicher lässt sich sagen: Selbst diejenigen, die nur mäßig Vitamin C (200mg) pro Tag zu sich nehmen, haben höhere HDL-Werte als solche, die sehr wenig Vitamin C essen. Eine Theorie lautet, dass Vitamin C als starkes Antioxidans wahrscheinlich das HDL davor bewahrt, von freien Radikalen angegriffen zu werden.

Eine Studie, die an Männern um die dreißig mit hohem Blutdruck durchgeführt wurde, legen nahe, dass Vitamin C in der Hypertoniebehandlung eine wichtige Rolle spielen könnte: Die Männer mit dem höchsten Blutdruckwerten hatten die niedrigsten Vitamin-C-Spiegel. In einer weiteren Studie an der Tufts-Universität bestätigte sich, dass hohe Dosen Vitamin C den systolischen Blutdruck um bis zu 11 Prozent senken können. Insgesamt sind sicher noch mehr Untersuchungen nötig, bevor dazu eine allgemeingültige Aussage möglich ist. Schaden kann es jedoch keinesfalls, sich stets gut mit Vitamin C zu versorgen.

Wie Sie Vitamin C anwenden können: Die durchschnittliche Optimaldosis, die Ihrem Herzen und Kreislauf guttut, beträgt dreimal täglich 250 bis 500 mg. Sollten Sie Nebenwirkungen wie Durchfall oder Magenschmerzen verspüren, müssen Sie die Dosis wieder senken. [50]

è am besten DEPOTKAPSELN VERWENDEN!

 

Coenzym Q10:

Diese vitaminähnliche Substanz, die besonders aufs Herz-Kreislauf-System zu wirken scheint, verspricht Erfolg bei der Behandlung und Vorbeugung von Angina pectoris, Kardiomyopathie (Herzversagen aufgrund eines vergrößerten Sportlerherzens bzw. verringerten Blutstroms zum Herzen), Arrhythmien und anderen Herzleiden. Herzkranke bemerken die Besserung im allgemeinen daran, dass ihr Herz stärker pumpt, der Herzschlag regelmäßiger wird und sie wieder zu mehr körperlicher Aktivität fähig sind.

Das Coenzym Q10 ist ein Antioxidans und als Nährstoff für das Herz unentbehrlich. Beim Menschen reichert es sich in den Herzmuskelzellen an, wo es in großen Mengen benötigt wird, damit die Zellen die Energie produzieren können, die das Herz in Gang hält. Studien an Herzpatienten haben ergeben, dass viele von ihnen an einem Mangel an Coenzym Q10 leiden. Teilweise liegt es an den Medikamenten, die sie gegen überhöhte Cholesterinspiegel einnehmen: Einige von ihnen wirken sich ungünstig auf die Coenzym-Q10-Absorption aus.

Manche Kardiologen haben den potentiellen therapeutischen Wert von Coenzym Q10 inzwischen erkannt; andere wissen noch nichts darüber. Kritiker bemängeln, dass es bislang noch keine großen, kontrollierten klinischen Studien gibt, die den Nutzen von Coenzym Q10 beweisen können. Es gibt allerdings durchaus Dutzende kleinerer Studien an Herzpatienten, die bestätigen, dass ihnen die Einnahme dieser Substanz sehr wohl nützt. So erholen sich z.B. 80 Prozent der Patienten in einer kürzlich veröffentlichten italienischen Studie besser von ihrem Herzversagen, nachdem sie ihre Nahrung mit Coenzym Q10 anreicherten. Auch auf einem halben Dutzend internationalen Symposien stand dieser Nährstoff in den letzten Jahren im Mittelpunkt des Interesses.

Das Coenzym kann darüber hinaus den Blutdruck senken. So stellte sich etwa in einer zehnwöchigen, placebokontrollierten Studie an Hypertonikern heraus, dass die Einnahme von Coenzym Q10 sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck signifikant reduzierte. Offenbar, meinen die Forscher, hat die Substanz einen positiven Einfluss auf die Funktion der Blutgefäßwände. Die therapeutische Dosis zur Senkung überhöhten Blutdrucks beträgt im allgemeinen dreimal täglich 30mg.

Herzpatienten nehmen häufig sogar 120 bis 360 mg ein. Solche hohen Dosen haben sich bisher als sicher und nebenwirkungsfrei erwiesen.

Wie Sie Q10 anwenden können: Es wird gewöhnlich in Kapseln zu 10 bis 100 mg angeboten. Die optimale Tagesdosis für die Herzgesundheit bzw. zur Vorbeugung eines Coenzym-Q10-Mngels beträgt 15 bis 30 mg. [51]

 

Ballaststoffe:

Ballast- oder Faserstoffe – im wesentlichen unverdauliche Pflanzenbestandteile, die im Darm als Quell- und Gleitmittel wirken und dafür sorgen, dass einerseits genügend Nährstoffe aus der Nahrung ins Blut gelangen können, andererseits Schadstoffe vermehrt ausgeschieden werden und der Darm nicht träge wird – sind auch für das gute funktionieren von Herz und Kreislauf unverzichtbar. In einer ganzen Reihe von doppelblind und placebokontrolliert durchgeführten Studien hat sich herausgestellt, dass schon eine mäßige tägliche Zusatzaufnahme von 15 bis 30g Ballaststoffen die Gesamtcholesterinspiegel um fünf bis zehn Prozent senken kann. Werden der Nahrung mehr lösliche Ballaststoffe (30 bis 50 g pro Tag oder mehr) zugesetzt, sind die Wirkungen deutlicher und rascher feststellbar. Ballaststoffe senken auch den LDL- und erhöhen den HDL-Anteil im Blut. Ja selbst bei normalem Cholesterinspiegel kann man noch davon profitieren, die täglich zugeführte Ballaststoffmenge um nur 5 bis 15g zu erhöhen. Der Blutdruck wird gesenkt, und die Glukosetoleranz verbessert sich. Es kann sich auf Herz- und Kreislauf sehr positiv auswirken, wenn der Blutzuckerspiegel günstig beeinflusst wird. Ballaststoffe helfen den Cholesterinspiegel senken, indem sie entweder seine Synthese verhindern oder aber das Cholesterin verstärkt an die Gallenflüssigkeit binden, mit der es dann aus dem Körper ausgeschieden wird. Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass z.B. Psyllium-Präparate am wirkungsvollsten sind, wenn man sie unmittelbar zu und nicht zwischen den Mahlzeiten zu sich nimmt, weil Psyllium den Anteil von Gallenflüssigkeit im Darmtrakt schon während des Essens erheblich erhöht.

Am besten nimmt man Ballaststoffe natürlich mit der normalen Nahrung auf. Sollte das aber aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, können Sie auch mit Ergänzungspräparaten etwas für Ihre Gesundheit tun. Zu den wasserlöslichen Ergänzungspräparaten gehören Pektin, Roggenvollkornprodukte, Psyllium und Guat.

Wenn Sie bisher eher ballaststoffarm gegessen haben, sollten Sie es anfangs mit der Zufuhr nicht übertreiben. Beginnen Sie mit 4-5 g pro Tag und erhöhen Sie die Menge allmählich, wenn sich Ihr Organismus daran gewöhnt hat. Wer zu viel Ballaststoffe (mehr als 30 g täglich) zu sich nimmt, riskiert Mineralstoffmangel, weil diese Substanzen im Darm nicht mehr ausreichend absorbiert werden. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt mehr Flüssigkeit zu sich nehmen (6 bis 8 Glas Wasser täglich), sonst kann es passieren, dass die Ballaststoffe den Darm verstopfen, statt die Entleerung zu erleichtern.

Wie Sie Ballaststoffe als Zusatzpräparate anwenden können: Es gibt sie in Form von Pulvern, Tabletten und Kapseln. Der Herzgesundheit kommt es zugute, zwei- bis dreimal täglich einen Teelöffel voll (bzw. 4 bis 6 g) zu den Mahlzeiten zu nehmen, zusammen mit Wasser und anderen Flüssigkeiten. Sie können Ballaststoffpräparate auch in eine Suppe oder unter Joghurt etc. mengen. [52]

 

Hilfe für den Kreislauf:

ACHTUNG: Übermäßiger Salzkonsum (Natriumchlorid) ist schon seit langem als Risikofaktor für Bluthochdruck bekannt, selbst wenn sich in letzter Zeit herausgestellt hat, dass die Rolle des Kochsalzes doch übertrieben wurde und es nicht richtig ist zu behaupten, Natriumchlorid sei der wichtigste Risikofaktor für Hypertonie.

Es wurde inzwischen erwiesen, dass  Kalium, Kalzium und Magnesium, in bezug auf Bluthochdruck ähnlich bedeutsam sind. Optimale Blutspiegel an Zink, Niacin und Vitamin C können den Blutdruck ebenfalls günstig beeinflussen. Ernährungsbewusste Heilpraktiker empfehlen oft eine ganze Reihe von Substanzen, die den Blutdruck regulieren helfen; dazu gehören essentielle Fettsäuren, Bioflavonoide, Shiitake-Pilze sowie die Aminosäure Taurin. Auch das Coenzym Q10 hat seine Meriten.

Wenn Ihr Blutdruck zu hoch ist, sollten Sie sich erst einmal Rat bei einer guten naturheilkundigen Fachkraft holen, bevor Sie zur Selbsthilfe greifen. Fachleute empfehlen oft ein blutdrucksenkendes Programm, zu dem auch pflanzliche Heilmittel gehören, deren Wirkung fachlich überwacht werden muss. So sind z.B. die Mistel (Viscum album), das Wanzenkraut (Cimicifuga racemosa) sowie der Weißdorn als starke Herzmittel bekannt, die vielerlei günstige Wirkungen auf Herz und Kreislauf haben, also nicht nur den Blutdruck senken. Für die Selbsthilfe eignet sich jedoch eine andere Pflanze besser, und zwar der Sellerie, der den Blutdruck ebenfalls normalisieren hilft. [53]

 

Kalium:

Kalium und Natrium arbeiten Hand in Hand, um den Wasserhaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Kalium hilft dem Organismus, Kochsalz auszuscheiden; fehlt Kalium, kann sich Salz in den Geweben anreichern und Schaden anrichten. Zur Senkung ihres Blutdrucks müssen die meisten Menschen also nicht nur ihren Salzkonsum verringern, sondern gleichzeitig ihre Kaliumaufnahme steigern. Manche Studien legen sogar nahe, dass Kalium in diesem Geschehen die wichtigere Rolle spielt als Natriumchlorid. Aus zahlreichen Bevölkerungsstudien geht hervor, dass eine Erhöhung der Kaliumzufuhr sich günstig uf den Blutdruck auswirkt.

Inzwischen ist sogar erwiesen, dass manche Menschen ganz auf ihre blutdrucksenkenden Medikamente verzichten könnten, wenn sie statt dessen mehr Kalium zu sich nehmen würden. (Setzen Sie nun aber auf keinen Fall plötzlich alle Antihypertonika ab, sondern fragen Sie stets erst Ihren Arzt, wie Sie die Dosis am besten reduzieren sollten!)

Für Kalium gibt es keine offiziellen empfohlenen Tagesdosen, auch wenn durchaus ein Mangelsyndrom – nämlich Muskelschwäche und –zittern sowie Konzentrationsstörungen – bekannt ist. Wahrscheinlich brauchen Sie als Optimaldosis nicht weniger als 3 bis 4 g Kalium pro Tag .- also erheblich mehr, als in der normalen westlichen Ernährung enthalten ist. In Obst und Gemüse sind genau die richtigen Kalium-Natriumchlorid-Mengen vorhanden. Besonders viel Kalium und wenig Kochsalz enthalten Kartoffeln – vorausgesetzt, sie werden nicht nachgesalzen-, Orangen, Pfirsiche, Warzenmelonen, Limabohnen, Avocados und Bananen. Eine Banane beispielsweise enthält rund 450 bis 650 mg Kalium, aber nur ein oder zwei Milligramm Natrium. Studien an Menschen, die regelmäßig Bananen essen, haben ergeben, dass sie im Durchschnitt einen relativ niedrigen Blutdruck und ein vergleichsweise geringes Schlaganfallrisiko haben.

Kaliumpräparate gibt es in Form von Brause- und Kautabletten, teilweise auch auf ärztliches Rezept. In vielen Multimineral- und Multivitaminpräparaten ist Kalium mit enthalten. [54]

 

Kalzium und Magnesium:

Kalzium und Magnesium sind sehr wichtig für die Regulierung des Blutdrucks. Kalzium hilft den Herzschlag regulieren; Magnesium ist für die Erweiterung der Blutgefäße mitverantwortlich.

Wer viel Kalzium und Magnesium mit der Nahrung zu sich nimmt, hat in aller Regel auch einen normalen Blutdruck. Gibt man Bluthochdruckkranken zusätzlich Kalzium und Magnesium, sinkt ihr Blutdruck ab, wie Studien belegen. In einer vierjährigen Studie an 56.000 Frauen stellte sich heraus, dass diejenigen, die täglich 8000 mg Kalzium zu sich nahmen, weitaus seltener an Bluthochdruck litten als Frauen, die täglich nur 400mg konsumierten. In einer anderen klinischen Studie führte die tägliche Einnahme von Magnesiumpräparaten dazu, dass der systolische Blutdruck bei 95 Prozent der Pobanden um rund 12 Punkte zurückging, der diastolische um 8 Punkte.

Kalzium und Magnesium sind in fast allen Multimineralstoffpräparaten, aber auch einzeln erhältlich, und zwar als Pulver, Tabletten, Kapseln und Brausetabletten. Naturheilkundige empfehlen, etwa doppelt soviel Kalzium wie Magnesium zu sich zu nehmen (2:1). Therapeutische Dosen zur Blutdrucksenkung bewegen sich um 1 bis 1,5 g Kalzium und 500 bis 750 mg Magnesium pro Tag. Als Vorbeugemaßnahme sollten Sie täglich etwa 750 mg Kalzium und 375 mg Magnesium zu sich nehmen. [55]

 

Essentielle Fettsäuren:

Eine Ernährung, die reich ist an gesättigten tierischen Fetten, erhöht Studien zufolge das Risiko für koronare Herzkrankheiten signifikant. Ist die Nahrung hingegen reich an bestimmten Arten mehrfach ungesättigter Fette, die essentielle Fettsäuren enthalten, so wird das Herz nicht geschädigt, sondern im Gegenteil gut geschützt. Sowohl die Omega 3- als auch die Omega-6-Fettsäuren können die Herzfunktion positiv beeinflussen, indem sie die Prostaglandinproduktion regulieren. Prostaglandine sind hormonähnliche Fettsäuren, die der Körper selbst herstellt. Wie Hormone steuern auch sie bestimmte Körperfunktionen – u.a. den Cholesterin- und Triglyceridspiegel im Blut, die Blutgerinnung, den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt. Inzwischen hat sich in vielen Studien herausgestellt, dass eine Ernährung, die arm an essentiellen Fettsäuren ist, den Gesamtcholesterinspiegel sowie die Klebrigkeit der Blutplättchen erhöht. Immer wieder stellte man fest, dass die regelmäßige Zufuhr der beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Ducosahexaensäure das „gute“ HDL erhöhen und die „schlechten“ Triglyceride senken kann. Auch wenn die Omega-6-Fettsäuren noch nicht so gründlich erforscht wurden wie die Omega-3-Fettsäuren, gibt es inzwischen doch Anzeichen dafür, dass auch die Gammalinolensäure den Gesamtcholesterinspiegel senken kann. In einigen Studien wurde zudem gezeigt: Wer Präparate mit essentiellen Fettsäuren einnimmt, senkt die Klebrigkeit der Blutplättchen. Eine an Gammalinolensäure – auch pflanzlicher Herkunft – reiche Nahrung trägt außerdem dazu bei, die körpereigene Produktion bestimmter Prostaglandine zu erhöhen, die Thromben verhindern, und die Spiegel derjenigen Prostaglandine zu senken, die eine Thrombusbildung eher fördern.

Kürzlich wurde eine placebokontrollierte Studie an Angina-pectoris-Patienten vorgelegt (diese Menschen leiden n starken Herzschmerzen, weil ihr Herz nicht mehr richtig mit ´Blut versorgt ird). Sie ergab, dass die Einnahme von Fischölpräparaten die Zahl und Heftigkeit von Angina-pectoris-Attacken erheblich senken konnte. Darüber hinaus konnten sich die Probanden wieder vermehrt körperlich betätigen, ohnbe Schmerzen zu ´bekommen, und ihre Blutfettspiegel waren niedriger als zuvor.

Auch Bluthochdruck ist in Symptom dafür, dass es n essentiellen Fettsäuren fehlt. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Bluthochdruckkranke gut daran tun, Präparate essentieller Fettsäuren einzunehmen: Das senkt ihren Blutdruck. Einige weniger Studien haben außerdem gezeigt, dass auch die aus Pflanzen gewonnenen Omega-6-Fettsäuren (etwa Gammalinolensäure) ich positiv auf den Blutdruck auswirken. So setzte man beispielsweise Labortieren unter Stress; ihr dadurch erhöhter Blutdruck ließ sich mit Hilfe von Gammalinolensäure wiedersenken. Sowohl Omega-3-als auch Omega-6-Fettsäuren verursachen eine Erweiterung der Blutgefäße und wirken über die Prostaglandine auf den Blutdruck ein.

Menschen, die Medikamente zur „Blutverdünnung“ (Antikoagulanzien) einnehmen, unter Diabetes leiden oder Bluter sind, sollten allerdings erst einmal ärztlichen Rat einholen, bevor sie Präparate essentieller Fettsäuren schlucken. Die tägliche Dosis, mit der Sie sich gut vor koronaren Herzerkrankungen schützen können, beträgt 500 bis 1000 mg Gammalinolensäure pflanzlicher Herkunft. [56]

 

Banane:

Eine durchschnittlich große Banane enthält über 400 Milligramm Kalium und nur 1 Milligramm Natrium. Kalium ist eine der wichtigsten Elektrolyte im Körper. Es reguliert die Herzfunktion und den Flüssigkeitshaushalt – ein entscheidender Faktor bei der Blutdruckkontrolle. Wie man weiss, senken kaliumreiche Lebensmittel wie die Banane den Blutdruck und schützen vor Herzerkrankungen und Schlaganfall. [57]

 

Kamille:

Kamilleblüten sind nach Duke die pflanzliche Antwort auf den Betablocker Atenolol (Tenormin), der den Herzschlag verlangsamt und die Blutgefäße entspannt. Die Kamille ist die beste Nahrungsquelle für das starke Antioxidationmittel Apigenin. Studien zufolge kann es die Blutgefäße entspannen und den Blutdruck senken. Trinken Sie eine Tasse Kamillentee, wenn Sie spüren, dass Ihr Stress- oder Angstpegel steigt. [58]

 

Zwiebeln:

Die Zwiebel hat wie ihr knallharter Cousin, der Knoblauch, viele Eigenschaften, die bei der Behandlung von Bluthochdruck nützlich sein können. Sie ist erstens ein großartiger Lieferant für Quercetin, das vor allem in der Schale steckt. Dieses stark antioxidative Flavonol wird mit einem verminderten Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall in Verbindung gebracht. Bei Personen mit Bluthochdruck, die 28 Tage lang 730 Milligramm Quercetin täglich einnahmen, sank der systolische Blutdruck um 2 bis 7 Einheiten, der diastolische um 2 bis 5 Einheiten. In der Placebogruppe gab es dagegen keinerlei Veränderungen. Andere Studien ergaben, dass 2 bis 3 Esslöffel ätherisches Zwiebelöl am Tag den systolischen Blutdruck im Durchschnitt um 25 Einheiten, den diastolischen um 15 Einheiten senken. Das wären umgerechnet natürlich sehr viele Zwiebeln – und wenn man Umgang mit anderen Menschen hat, sind es gewiss sehr viel mehr, als man an einem Tag essen möchte. Duke ist sich jedoch sicher, dass schon ein oder zwei Zwiebeln am Tag von Vorteil sind – v.a., wenn man sie roh oder nur leicht gegart verzehrt. Offenbar ist die blutdrucksenkende Wirkung der Zwiebel höher, wenn sie nur leicht an- und nicht voll durchgegart wird. [59]

 

Stangensellerie:

Duke findet es verwirrend: Seit 30 Jahren verschreiben Ärzte Betablocker bei Bluthochdruck, obwohl in dieser ganzen Zeit nicht eine Studie einwandfrei gezeigt hat, dass der alleinige Einsatz von Betablockern tatsächlich die Komplikationen von Bluthochdruck oder Herztod im Vergleich zu einem Placebo verringern kann. In allen Studien, die ihre Wirkung beweisen, wurden die Betablocker mit Diuretika kombiniert. Diese Medikamente unterstützen die Ausscheidung von Flüssigkeitsüberschüssen. Duke rät, statt dessen lieber ein paar Selleriestangen zu knabbern.

Die harntreibende Wirkung von Sellerie und seinen Samen wird schon lange genutzt. Laborstudien zeigen, dass der enthaltene Wirkstoff die glatte Gefäßmuskulatur entspannt, so dass sich die Gefäße dem Blutfluss weiter öffnen können. Im Rahmen einer wichtigen Studie zu Sellerie stellen Forscher fest, dass ungefähr vier Selleriestangen pro Tag den Blutdruck von Ratten um 2 bis14 Prozent, den von Menschen um ungefähr 7 Prozent senken können.

Sie mögen das zähe Gemüse nicht? Kochen Sie Sellerietee! Überbrühen Sie 1 Teelöffel Selleriesamen mit 1 Tasse kochendem Wasser. Duke legt auch wärmstens ans Herz, jeden Tag 4 Selleriestangen, 2 Knoblauchzehen, ½ Zwiebel und ½ Tomate zu pürieren und zu einem blutdrucksenkenden Getränk zu verarbeiten. [60]

 

Grüner Tee:

Trotz seines Koffeingehalts enthält Tee mehr ACE-hemmende Verbindungen als die meisten anderen Heilpflanzen in diesem Kapitel. Hinzu kommen mindestens zehn Betablocker, sieben Calciumkanalblocker und 16 harntreibende Substanzen. Statt einer anregenden Kaffeepause empfiehlt Duke daher nachdenkliche Stille bei einer Tasse grünem Tee. [61]

 

Knoblauch:

Im Reformhaus gibt es Knoblauchkapseln zu kaufen, aber am besten verzehrt man die aromatische Knolle in ihrer natürlichen Form. Schneide, zerdrücken oder zerhacken Sie die Zehen und warten Sie zehn Minuten, bis sich der Wirkstoff Allicin gebildet hat. Allicin ist ein starkes Antioxidans, das bei Tierversuchen mit Ratten den Blutdruck ebenso wirksam senkte wie der ACVE-Hemmer Enalpril. Es kann die Blutgefäße elastischer machen, damit sie sich besser weiten.

Auch andere Knoblauchbestandteile wie Kalium, Vitamin C, Calcium und Magnesium können den Blutdruck senken. Studien mit Testpersonen sollten die Wirkung von Knoblauch – von einem Extrakt aus fermentiertem Knoblauch, Knoblauchpulver und frischem Knoblauch – auf den Blutdruck untersuchen. Sie ergaben eine durchschnittliche Senkung des systolischen Blutdrucks um 7,7 Milimeter-Quecksilbersäule (mmHg) sowie des diastolischen Wertes um 5 mmHg. Dazu braucht es nicht viel – eine bis zwei rohe Knoblauchzehen am Tag sollten genügen. [62]

 

Safran:

Man braucht nur eine Prise davon. Es dürfte sogar preisgünstiger sein als blutdrucksenkende Medikamente. Die Pflanze enthält das sog. Crocin, das Duke`s Datenbank zufolge den Blutdruck senkt. [63]

 

Saubohne:

Vor einigen Jahre war Duke über seinen hartnäckig hohen Blutdruck regelrecht frustriert. Er probierte es mit einer täglichen Portion Saubohnen mit sieben Löwenzahnblättern und reichlich blutdrucksenkenden Knoblauch und Zwiebeln. Die Sau- oder Ackerbohne ist eine der besten natürlichen L-Dopa-Quellen, eine Vorstufe des entwässernden Dopamins. Bei einer Studie erhöhte der Verzehr von 40 Gramm frisch geschnittenen Saubohnen den Natrium- und Dopamingehalt des Urins ganz erheblich – eine gute Sache, wenn man den Blutdruck senken will. [64]

 

Weißdorn:

Der Weißdorn soll eine gewisse gefäßerweiternde Wirkung haben und die Entspannung und Weitung der Blutgefäße unterstützen. Er wirkt v.a. auf die Koronararterien, erhöht den Blutzufluss zum Herzen und senkt so den Blutdruck.

Im Rahmen einer Studie zur Wirkung des Weißdorns wurden 79 Typ-2-Diabetiker, die meist auch Medikamente gegen Bluthochdruck nahmen, nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Sie bekamen vier Monate lang entweder 1200 Milligramm Weißdornextrakt oderein Placebo. In der Weißdorngruppe sank der systolische Blutdruck im Durchschnitt um 2,6 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) verglichen mit der Placebogruppe, deren Blutdruck sogar leicht stieg. Eine der besten Studien zur Wirkung von Weißdorn bei Bluthochdruck ergab einen Rückgang des systolischen Blutdrucks von 160 mmHg auf 150 mmHg. Die positive Wirkung der Pflanze lässt sich möglicherweise auf ihren hohen Flavonoidgehalt zurückführen. Flavonoide sind hochwirksame Antioxidantien, von denen einige mit einer blutdrucksenkenden Wirkung in Verbindung gebracht werden. Kochen Sie einen Tee aus einem Esslöffel getrocknetem Weissdorn pro Tasse Wasser und trinken Sie täglich bis zu 2 Tassen davon. [65]

 

Tomaten:

Die gekochten Tomaten enthalten viel Lycopin. Sie liefern Beta-Carotin und Vitamin E, was die Zellen vor Oxidationsschäden bewahrt. In einer Studie mit 31 Bluthochdruckpatienten, die nicht medikamentös behandelt werden mussten, verabreichten die Wissenschaftler den Teilnehmern vier Wochen lang ein tomatenähnliches Placebo, gefolgt von acht Wochen mit Tomatenextrakt und vier weiteren Placebowochen. Während der Einnahme des Trockenextrakts fielen die systolischen Werte um 10 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg), der zugelassenen Einheit, die diastolischen Werte um 4 mmHgm, während bei den Placebophasen waren keine Veränderungen festzustellen waren. [66]

 

Blutdrucksenkende Suppe:

Duke´s Spitzentipp bei hohem Blutdruck ist Stangensellerie. Hilfreich sind auch Brokkoli, Möhren, Knoblauch, Zwiebeln, Safran und Tomaten. Aber warum  sollte man all diese Zutaten getrennt voneinander essen, wenn man daraus eine herrliche Suppe kochen kann? Erstens sind die einzelnen Gemüsesorten für ihre blutdrucksenkende Wirkung bekannt. Zweitens ist der Verzehr von Suppe, die man langsam ist, während sie abkühlt, ausgesprochen beruhigend und sollte dazu beitragen, den Blutdruck noch weiter zu senken. Pfeffer, Basilikum und Estragon enthalten jeweils sechs blutdrucksenkende Verbindungen, beim Oregano sind es sieben – und sie alle verleihen der Suppe einen herrlichen Geschmack. [67]

 

Olivenöl:

Wenn jeden Tag ein Esslöffel Olivenöl eingenommen wird, normalisiert sich mit der Zeit auch der systolische und diastolische Blutdruck. Das Olivenöl wirkt am besten, wenn gleichzeitig auf tierische Fette verzichtet wird. [68]

 

Spinat und weitere bittere Blattgemüse:

Dazu zählen z.B. Rote-Rüben-Blätter und Bockshornklee, Brennesseln, Chicorée, Endivien, Kopfsalat, Löwenzahn und Meerrettich. Sie unterstützen die Produktion von Stickstoffmonoxid, das die Entspannung der Blutgefäße unterstützt. Essbare Grünpflanzen wie Amaranth, Mangold, Weißer Gänsefuß, Portulak und Sauerampfer können ebenfalls hilfreich sein. Jede dieser Pflanzen hat ihren ganz eigenen Nutzen bei Bluthochdruck. Wurzeln und Blätter der Löwenzahns entwässern stark und enthalten viel Kalium. Bockshornklee gehört in das indische Gericht Alu Methi, er liefert reichlich blutdrucksenkendes Cholin und Beta-Carotin und enthält insgesamt über acht harntreibende Stoffe. [69]

 

Kokosöl (nativ.extra-Qualität):

Kokosöl senkt zu hohen Blutdruck sowie eine zu hohe Pulsrate und behebt Herz-Rhythmus-Störungen. [70]

 

Schokolade: Wirkung auf Blutdruck und Cholesterinspiegel:

Die Flavonoidsubstanzen Epicatechin, Catechin und Procyanidinen sorgen für eine Senkung des Blutdrucks und der Blutplättchenaggregation, wirken entzündungshemmend und reduzieren das schlechte Cholesterin LDL einerseits und erhöhen das gute Cholesterin HDL andererseits.

Die ebenfalls in Schokolade enthaltene Stearinsäure verschaffte der Schokolade bislang den schlechten Ruf, den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Jene Bostoner Wissenschaftler konnten jedoch keinen Beleg für eine solch negative Wirkung auf den Cholesterinspiegel finden.

Da dunkle Schokolade eine deutlich höhere Kakaomasse gegenüber Milchschokolade aufweist, tut insbesondere Bitterschokolade unserem Herzen gut. [71]

 

Tomatensaft:

Freie Radikale zerstören die sensible Zellmembran, so dass viel Kalzium und Natrium in die Zelle strömen. Folge: Bluthochdruck. Abhilfe: Täglich ein großes Glas Tomatensaft. Es senkt mit seinem Kalium den Natriumspiegel. [72]

 

Ananas:

Das Ananas-Enzymgemisch Bromelain senkt zu hohen Blutdruck, fördert die Verdauung und reinigt das Blut. Dieses Enzym, nur in der frischen Frucht aktiv, löst Eiweißrückstände im Darm und Darmparasiten auf, und löst auch Gefäßablagerungen in den Arterien. Die Keimdrüsen und damit die Libido bei Mann und Frau werden aktiviert, Menstruationsschmerzen und Wechseljahrs-beschwerden gemildert. Wenn Sie einen liebesmüden Partner haben, sollten Sie ihm frische Ananas oder den enzymaktiven „Melro´s Best Ananassaft“ als Aphrodisiakum servieren! Mit dieser Liebesspeise können Sie auch ohne Viagra Ihr „blaues Wunder“ erleben, und das ohne Nebenwirkungen, es sei denn mehr Gesundheit und Fitness. [73]

 

Arginin:

Der Blutdruck wird in den Arterien hauptsächlich durch den Botenstoff Stickstoffmonoxid reguliert, der die Gefäße je nach Bedarf eng oder weit stellt. Geht diese Fähigkeit verloren, verhärten die Arterien und es können sich Ablagerungen bilden. Das Herz muss kräftiger pumpen, damit der Blutfluss trotz „Fahrbahnverengung“ alle Körperzellen erreichen und versorgen kann. Der Blutdruck steigt und es kann zu Verletzungen der Gefäßwände kommen. Der natürliche Eiweißbaustein Arginin bildet im Körper diesen für einen gesunden Blutdruck notwendigen Botenstoff. Allerdings nehmen wir durch die Ernährung oft zu wenig Arginin auf. [74]

 

 

 



[1] Bio 2009/2

[2] Bio 2009/2

[3] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 91

[4] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 119f.

[5] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 321

[6] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 123f

[7] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 130f.

[8] Lebedewa, Reinigung, 169

[9] Lebedewa, Reinigung, 169f.

[10] Carper, Nahrung ist die beste Medizin, 105f.

[11] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 228

[12] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 131

[13] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 241

[14] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 84

[15] Worm, Heilkraft D, 97

[16] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 139

[17] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 147

[18] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 250

[19] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 177

[20] Runow, Wenn Gifte auf die Nerven gehen, 142

[21] Bankhofer, Das große Buch vom gesunden Leben, 338

[22] Schneider, Nutze die Heilkraft unserer Nahrung, 69

[23] Béliveau: Krebszellen mögen keine Himbeeren – das Kochbuch, 34f.

[24] Wolfram Kersten in: Raum und Zeit 163/2010, S. 12

[25] Hittich in: Dr. Hittich informiert, Sonder Exemplar Nr. 2378, S. 3

[26] Bankhofer, Das große Buch vom gesunden Leben, 221

[27] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 57

[28] Meyer, Ralf: Chronisch gesund, 1           51

[29] Bankhofer, Hademar, Das große Buch vom gesunden Leben, 89f.

[30] Bankhofer, Hademar, Das große Buch vom gesunden Leben, 90

[31] Die Welt, „Cola hebt den Blutdruck“, 1.6.2010.

[32] Döll, Michaela: „Obst und Gemüse: Bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe avancieren zu Topinhaltsstoffen, in: „Naturheilkunde. Journal für die Ganzheits-Medizin“, S. 3f.

[33] Bio, Juni/Juli 2008, S. 61

[34] Bunte, 32/2007, S. 61

[35] Axt Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 167

[36] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, 141ff.

[37] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, 164

[38] John Phillip auf der Internet-Seite des Kopp Verlags, 11.11.2010

[39] Jonathan Benson: Granatapfel schützt vor Gewebeschäden und Entzündungen, in: info.kopp-verlag.de, 25.11.2010

[40] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 207f.

[41] Schneider, Nutze die Heilkraft unserer Nahrung, 400

[42] www.medi-info.de

[43] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 283.

[44] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 287

[45] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 289f.

[46] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 258-261

[47] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 264-266

[48] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 268f.

[49] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 270f.

[50] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, s. 274

[51] Myell, Mark, Forever fit, 1998, S. 274ff.

[52] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 279ff.

[53] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 281f.

[54] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 282f.

[55] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 284

[56] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 261-263

[57] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 117

[58] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 117

[59] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 116f.

[60] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 115f.

[61] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 114

[62] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel´, 3. Auflage, München, 2010, S. 114f.

[63] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel´, 3. Auflage, München, 2010, S. 118f.

[64] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel´, 3. Auflage, München, 2010, S. 119.

[65] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 118f.

[66] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, S. 118f.

[67] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, s. 115

[68] Hochenegg, Leonhard: Ernährung die Wunder wirkt, 43

[69] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, München, 2010, s. 115

[70] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 2008, s. 174

[71] www.walida.de

[72] Strunz, Ulrich: forever young, S. 75

[74] Quelle unbekannt, da auf dem Infozettel keine Quelle angegeben war

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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