Blutzucker

 

Chrom:

Wissenschaftler vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium haben entdeckt, dass das Spurenmineral Chrom bei Menschen den Blutzuckerspiegel nach oben wie nach unten reguliert – es erhöht oder senkt ihn und bringt ihn dadurch auf den Normalwert. [1]

 

Kokosnüsse und Kokosöl:

Kokosnüsse und das daraus gewonnene native Kokosöl stabilisieren den Blutzuckerspiegel. [2]

 

Shiitake:

Shiitake: Blutzucker senkend, Insulinspiegel erhöhend (durch vermehrte Produktion oder geringeren Verbrauch) [3] .

 

Q10:

Aus einer Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Nutrition and Metabolism veröffentlicht wurde, geht hervor, dass das Coenzym Q10 in der Kombination mit anderen Antioxidantien wie den Vitaminen C und E sowie Selen bestimmte Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen könnten, senken kann. Dazu gehören der Zustand der Blutgefäße allgemein, der Blutdruck, der Blutzuckergehalt und das schützende Cholesterin HDL. [4]

 

Hafer:

Beim Typ-II-Diabetes, d.h. beim ernährungsbedingten Altersdiabetes, ist mit einer Stabilisierung des Blutzuckerspiegels zu rechnen, wenn täglich 200 Gramm Haferflocken verzehrt werden. Hafer kann den schnellen Blutzuckeranstieg nach einer kohlenhydratreichen Nahrung bremsen. [5]

 

Erbsen / Hülsenfrüchte:

Bei Typ-II-Diabetikern kann der Blutzucker innerhalb eines Jahres bis zu 50 Prozent gesenkt werden, wenn jeden Tag mindestens 150 Gramm Erbsen verzehrt werden.

Es wird vermutet, dass Hülsenfrüchte die Rezeptoren für Insulin empfindlicher machen können, wodurch der Insulinbedarf langsam abnehmen kann. Bei ernährungsbedingtem Typ-II-Diabetes kann also eine vollkommene Ausheilung erreicht werden, wenn täglich 150 bis 250 Gramm Hülsenfrüchte, über den Tag verteilt, zu den Mahlzeiten eingenommen werden. [6]

 

Zimt:

Zimt hat eine einzigartige Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, die sich mit der des Antidiabetikums Rosiglitazion (Avandia) vergleichen lässt, allerdings ohne die herzschädigenden Nebenwirkungen des verschreibungspflichtigen Medikaments. Die starke Wirkung des Zimts auf den Blutzucker lässt sich unter Umständen auf ein Phenol namens Methylhydroxy-Chalcone-Polmer oder auch MHCP zurückführen. Offenbar aktiviert dieses Antioxidans die Insulinrezeptoren in den Zellen, was die Aufnahme von Blutzucker zur Energiegewinnung verbessert. [7]

 

Heidelbeerblätter / Brennessel:

Wie die Heidelbeerblätter beeinflusst die Brennessel sehr günstig den Zuckerstoffwechsel bei Zuckerkranken, die auf diese natürliche Weise Insulinspritzen sparen können. Die Wirkung muss natürlich im Einzelfall ärztlich kontrolliert werden! [8]

 

Schwarzkümmelöl:

US-Forscher haben für Schwarzkümmelöl (nigella sativa) einen „bedeutenden blutzuckersenkenden Effekt“ in ihrem Untersuchungsbericht herausgestellt. [9]

 

Ballaststoffe:

Ballast- oder Faserstoffe – im wesentlichen unverdauliche Pflanzenbestandteile, die im Darm als Quell- und Gleitmittel wirken und dafür sorgen, dass einerseits genügend Nährstoffe aus der Nahrung ins Blut gelangen können, andererseits Schadstoffe vermehrt ausgeschieden werden und der Darm nicht träge wird – sind auch für das gute funktionieren von Herz und Kreislauf unverzichtbar. In einer ganzen Reihe von doppelblind und placebokontrolliert durchgeführten Studien hat sich herausgestellt, dass schon eine mäßige tägliche Zusatzaufnahme von 15 bis 30g Ballaststoffen die Gesamtcholesterinspiegel um fünf bis zehn Prozent senken kann. Werden der Nahrung mehr lösliche Ballaststoffe (30 bis 50 g pro Tag oder mehr) zugesetzt, sind die Wirkungen deutlicher und rascher feststellbar. Ballaststoffe senken auch den LDL- und erhöhen den HDL-Anteil im Blut. Ja selbst bei normalem Cholesterinspiegel kann man noch davon profitieren, die täglich zugeführte Ballaststoffmenge um nur 5 bis 15g zu erhöhen. Der Blutdruck wird gesenkt, und die Glukosetoleranz verbessert sich. Es kann sich auf Herz- und Kreislauf sehr positiv auswirken, wenn der Blutzuckerspiegel günstig beeinflusst wird. Ballaststoffe helfen den Cholesterinspiegel senken, indem sie entweder seine Synthese verhindern oder aber das Cholesterin verstärkt an die Gallenflüssigkeit binden, mit der es dann aus dem Körper ausgeschieden wird. Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass z.B. Psyllium-Präparate am wirkungsvollsten sind, wenn man sie unmittelbar zu und nicht zwischen den Mahlzeiten zu sich nimmt, weil Psyllium den Anteil von Gallenflüssigkeit im Darmtrakt schon während des Essens erheblich erhöht.

Am besten nimmt man Ballaststoffe natürlich mit der normalen Nahrung auf. Sollte das aber aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, können Sie auch mit Ergänzungspräparaten etwas für Ihre Gesundheit tun. Zu den wasserlöslichen Ergänzungspräparaten gehören Pektin, Roggenvollkornprodukte, Psyllium und Guat.

Wenn Sie bisher eher ballaststoffarm gegessen haben, sollten Sie es anfangs mit der Zufuhr nicht übertreiben. Beginnen Sie mit 4-5 g pro Tag und erhöhen Sie die Menge allmählich, wenn sich Ihr Organismus daran gewöhnt hat. Wer zu viel Ballaststoffe (mehr als 30 g täglich) zu sich nimmt, riskiert Mineralstoffmangel, weil diese Substanzen im Darm nicht mehr ausreichend absorbiert werden. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt mehr Flüssigkeit zu sich nehmen (6 bis 8 Glas Wasser täglich), sonst kann es passieren, dass die Ballaststoffe den Darm verstopfen, statt die Entleerung zu erleichtern.

Wie Sie Ballaststoffe als Zusatzpräparate anwenden können: Es gibt sie in Form von Pulvern, Tabletten und Kapseln. Der Herzgesundheit kommt es zugute, zwei- bis dreimal täglich einen Teelöffel voll (bzw. 4 bis 6 g) zu den Mahlzeiten zu nehmen, zusammen mit Wasser und anderen Flüssigkeiten. Sie können Ballaststoffpräparate auch in eine Suppe oder unter Joghurt etc. mengen. [10]

 

Chrom:

Das Spurenelement Chrom ist ein essentieller Bestandteil des sog. Glucosetoleranzfaktors, der die Insulinfunktion regulieren hilft. Das bedeutet, Chrom spielt eine wichtige Rolle im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, zu dem auch die Glucose (der Blutzucker) gehört. Studien deuten darauf hin, dass Chrom möglicherweise auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Leiden genutzt werden kann, denn sein günstiger Effekt auf den Blutzuckerspiegel dehnt sich auch auf die Fett- bzw. Cholesterinspiegel aus. Seit langem ist bekannt, dass Zuckerkranke erheblich stärker gefährdet sind als andere, an kardiovaskulären Leiden zu erkranken. In großen Bevölkerungsstudien hat sich herausgestellt, dass Menschen mit hohen Gewebechromwerten signifikant seltener herz- und kreislaufkrank sind; niedrige Chromwerte hingegen gehen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einher. „Chrom ist vielleicht nur einer der Faktoren die dazu beitragen, dass es zwischen den verschiedenen Kulturen solche Unterschiede im Auftreten von Diabetes und Arteriosklerose gibt“, meint dazu Dr. med. Elson Haas, „aber erzählt sicherlich zu den wichtigsten.“

Wie das Niacin – ebenfalls ein Teil des Glucosetoleranzfaktors – ist Chrom bereits zur Behandlung überhöhtere Cholesterinspiegel eingesetzt worden. In manchen Studien wurden sehr hohe Dosen, bis zu 2 mg täglich, verwendet; positive Effekte auf die Blutfett- und Cholesterinwerte sowie die HDL-Fraktion wurden aber auch bei Pobanden beobachtet, die nur die durchschnittliche Chrommenge von 0,2 bis 0,4 mg pro Tag zu sich nahmen. In einigen vielversprechenden Studien scheint sich anzudeuten, dass die Kombination von Chrom und Niacin bestens geeignet st, die üblichen Nebenwirkungen einer Niacintherapie zur Cholesterinsenkung auf Null zu reduzieren. In einer Studie an älteren Menschen beispielsweise gelang es, mit 0,2 mg Chrom und 0,1 mg Niacin pro Tag den LDL-Wert im Blut signifikant zu senken.

Zu den biologisch aktiven Formen von Chrom gehören der Glucosetoleranzfaktor, Chrompicolinat sowie Chrompolynicotinat. Meist wird das Spurenelement mit anderen Vital- und Ergänzungsstoffen kombiniert; achten Sie beim Einkauf von Multivitamin- bzw. Multimineralstoffpräparaten darauf.

Wie Sie Chrom anwenden können: Chrompräparate werden zumeist als Tabletten (zu je 0,1 oder 0,2 mg), Kapseln oder in flüssiger Form angeboten. Die Durchschnittsdosis für Erwachsene, die ihr Herz schützen wollen, beträgt 0,2 bis 0,4 mg pro Tag. [11]

 



[1] Carper: Nahrung ist die beste Medizin, 443

[2] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 177

[3] Meyer, Ralf: Chronisch gesund, 176

[4] John Phillip auf der Internet-Seite des Kopp Verlags, 11.11.2010

[5] Hochenegg, Ernährung, die Wunder wirkt, 1995, S. 32

[6] Hochenegg, Ernährung, die Wunder wirkt, 1995, S. 29f.

[7] James, Heilende Nahrungsmittel, 2010, 44

[8] Schneider, Nutze die Heilkraft unserer Nahrung, 393

[9] Quelle leider unbekannt, da Infoseite keine Quellenangabe enthielt

[10] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 279ff.

[11] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 278f.

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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