Durchfall (Diarrhoe, gr. diárrhoia

 

generell: Banane, Palmöl, Papaya, Orange, geriebene Äpfel

 

Knoblauch:

Es ist unbestreitbar, dass Knoblauch Bakterien zerstört. Der Chemiker Cavallito identifizierte die Geruchssubstanz im Knoblauch, das Allizin, als Antibiotikum. Bei Tests wurde sogar festgestellt, dass roher Knoblauch stärker wirkt als Penicillin und Tetracylin. Buchstäblich Hunderte von Studien bestätigen, dass Knoblauch ein Breitbandantibiotikum ist gegen eine Liste von Mikroben, die Krankheiten verbreiten, darunter Botulismus, Tuberkulose, Durchfall, Staphylokokkenerkrankungen, Ruhr und typhusähnliche Erkrankungen. Es wurde 27 verschiedene infektiöse Stoffe aufgelistet, die Knoblauch unterdrückt. Mit den Worten eines Forschers: „Unter allen mikrobenbekämpfenden Substanzen, die wir kennen, hat Knoblauch das breiteste Spektrum. Es ist antibakteriell, bekämpft Pilze, Parasiten, Protozoen und Viren“. Allizin, der stark riechende, antibakterielle Stoff, wird gebildet, wenn Knoblauch geschnitten und zerdrückt wird. Wenn das Aroma – also das Allizin – zerstört wird, wie beim Kochen, ist Knoblauch kein Mikrobenkiller mehr, obwohl er andere therapeutische Kunststücke vollbringt. [1]

 

Papaya:

Diego de Lauda, der erste Bischof von Yucatan, schwärmte bereits Anfang des 16. Jahrhunderts von der Heilkraft der Papaya. Er hatte von den Indianern erfahren und am eigenen Leib oder an seinen Missionaren ausprobiert, dass Papayas eine hervorragende Verdauungshilfe sind, die Durchfälle stoppen. Diese Indikation konnte von der modernen Enzymtherapie bestätigt werden. [2]

 

Vitamin C, Zink und Selen:

Neben dem altbekannten Vitamin C sind für das Immunsystem v.a. die Spurenelemente Zink und Selen von großer Bedeutung. Ihre Wirkung ist durch zahlreiche Studien gut belegt. Sie verbessern u.a. auch die Abwehrreaktion bei älteren Menschen nach einer Grippeimpfung. Im Gegensatz zu klassischen Entzündungshemmern unterdrückt Zink nicht das Immunsystem, sondern verbessert seine Reaktionslage bei Infektionskrankheiten. Gibt man Kindern (über 12 Monate alt) vorbeugend Zink, bekommen sie seltener Durchfall und Infekte der Atemwege. Durchfallerkrankungen, wie sie bei Kindern im Rahmen der Schweinegrippe häufig sind, verlaufen sanfter und kürzer. V.a. im Winter oder bei erhöhtem Infektrisiko ist es sinnvoll, die Zinkspeicher mit täglich 10 bis 15 mg Zink zu füllen. [3]

 

wilde Blaubeere:

Die wilde Blaubeere ist stark gegen degenerative Krankheiten. Sie ist seit Jahrhunderten als Gesundheitsmittel bei Blasensteinen, Skorbut, Husten, TBC und Durchfall bekannt. [4]

 

Mittelkettige Triglyceride:

Mittelkettige Triglyceride (MCT) gelten als schnell verfügbare Energiequelle für die Zelle und deren Mitochondrien. Sie haben im Durchschnitt einen Brennwert von 8,25 kcal/g. Der weitaus größte Teil der mittelkettigen Fettsäuren wird in der Leber oxidiert. Fettsäuren gehören zu den Molekülen. die sehr reaktionsträge sind. Bevor sie Reaktionen eingehen können, müssen sie mittels Coenzym A aktiviert werden. Da die innere Mitochondrienmembran jedoch für Acyl-CoA-Verbindungen undurchlässig ist, erfolgt der Transport über das Transporteiweiß (Carrier, von englisch „tragen“) Carnitin. Dieser Träger kann die innere Mitochondrienmembran (Mitochondrienwand) ungehindert passieren.

Nahrungsfette (Triglyceride) setzen sich aus Glycerin und unterschiedlichen Fettsäuren zusammen. Letztere können kurz-, mittel- oder langkettig sein. Die Art der Fettsäure bestimmt die Eigenschaft der Fette und die Bedeutung für die menschliche Ernährung. Übliche Nahrungsfette wie beispielsweise Butter, Margerine, Pflanzenfette und –öle enthalten Triglycerine mit langkettigen Fettsäuren, sog. LCT-Fette (langkettige Triglyceride) Der Prozess der Verdauung dieser Fette ist kompliziert und störanfällig, wenn  eine Neigung zu Verdauungsstörungen (z.B. bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) besteht oder Erkrankungen der Verdauungsorgane (z.B. Bauchspeicheldrüsenunterfunktion) vorhanden sind.Einen wesentlich geringeren Verdauungsaufwand benötigen daher Fette, die aus mittelkettigen Fettsäurenbestehen. MCT-Fette können im Darm schnell und leicht ohne Aufspaltung von Gallensäuren und Enzyme (Lipasen) in die Schleimhautzellen des Dünndarms gelangen und direkt in das Blut abgegeben werden.

Nahrungsfette können eine mögliche Ursache für Blähungen, Neigung zu Durchfällen, Oberbauchbeschwerden oder fettglänzende Stühle sein. Eine Reihe von Erkrankungen, die die Maldigestion (Mangelverdauung) und Malabsorption (Mangelaufnahme) betreffen, erfordern den Einsatz spezieller diätischer Speisefette, sog. MCT-Fette (mittelkettige Triglyzeride). Maldigestion bedeutet eine schlechte Verdauung der Nahrung, Malabsorption eine schlechte Aufnahme von Nahrungsbestandteilen durch die Schleimhautzellen des Dünndarms. Für Menschen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Gallensteinen, Mukoviszidose, chronische Darmentzündungen, Zöliakie / einheimischer Spue, Durchfallerkranklungen auf Grund zu geringer Bildung von Gallensäure, Zustand nach operativer Magen(teil)entfernung, Kurzdarmsyndrom oder AIDS kann es sinnvoll sein, MCT-Fette zu verwenden. Kokosöl enthält mittellange Fettsäureketten, die in erster Linie Energie liefern und kaum als Fett gespeichert werden. Sie sind leicht verdaulich. MCT wird in der Cellsymbiosistherapie mit Krillöl (dominant), Arganöl und L-Carnitin kombiniert eingesetzt. [5]

 

Reise: Durchfall und Amöbenruhr:

Bei Reisen in südlich-tropische Länder ist Durchfall die Reisekrankheit Nr. 1. Es kommt zu häufigen, wässrigen Stuhlentlehrungen mit unangenehmen Bauchkrämpfen, nicht selten auch zu Erbrechen. Bei Durchfall mit Blutspuren und Fiebersollte man sofort den Arzt aufsuchen. Auslöser der Krankheit sind Mikroorganismen (Kolibakterien, Lamblien, Amöben, Viren und Würmen), die in tropischen Ländern bei rund der Hälfte der Bevölkerung im Dickdarm schmarozen. Die Träger erkranken jedoch nicht, da sie gegen die Erreger immun sind. Auf verschiedenen Wegen werden die Ausgeschiedenen Parasiten aber auf Touristen übertragen, so beispielsweise durch Fliegen oder Lebensmittel. Der beste Schutz ist die Beachtung gewisser Ernährungsvorschriften: Es dürfen nur:

-        frisch gekochte und heiß servierte Nahrungsmittel gegessen werden

-        Früchte sollten vordem Verzehr geschält werden

-        kein ungekochtes Leitungswasser (zum Zähneputzen Mineralwasser verwenden und

-        keine kalte Milch trinken

-        Auf Meeresfrüchte, Krustentiere, rohes Fleisch und Fisch besser verzichten.

-        Keine offenen Getränke, Nahrungsmittel und Eis konsumieren, die auf der Straße und in Gaststätten angeboten werden.

-        Auch kaltes Buffet und Salate sollten vermieden werden.

-        In Gemeinschaftstoiletten dürfen keine Handtücher benutzt werden.

-        vor jedem Essen sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen.

Der Durchfallkranke sollte wissen, dass die verlorene Flüssigkeit ersetzt werden muss, mit mindestens 2-3 Litern pro Tag.

Hierzu eignen sich

-        frisch gepresste Fruchtsäfte (ohne Schalen auspressen)

-        - Kamillentee, Pfefferminztee mit etwas Muskatnusspfeffer vermischt

-        heiße Bouillon sowie spezielle

-        Zucker-Kochsalz-Lösungen, wie sie in Drogerien und Apotheken erhältlich sind.

Der Durchfall sollte nicht sofort mit Kohle oder anderen stopfenden Medikamenten gestopft werden, da sonst die Schadstoffe nicht ausgeschieden werden können

Am besten helfen:

-        Okubasan Tropfen der Firma Sanum Kehlbeck (Drogerie/Apotheke), 3-mal täglich 15 Tropfen in wenig Wasser vor dem Essen.

Empfehlenswert ist auch

-        Heilerde, von der man 3-mal täglich 1 TL voll in einem Glas Wasser vor dem Essen einnimmt

Man kann sich aber auch vor Reisedurchfall schützen und zwar durch die tägliche Einnahme von je 1 Tropfen

-        Eukalyptusöl am Morgen und Bohnenkrautöl am abend in etwas Tee oder Fruchtsaft. [6]

 

Heidelbeeren:

Durch ihren hohen Tanningehalt wirken Heidelbeeren gut gegen Durchfall. Bei kindlichen Durchfallerkrankungen reichen 30 bis 40 Gramm Heidelbeeren pro Tag aus. Dabei ist der Zusatz von Antibiotika nicht mehr notwendig, denn Heidelbeeren haben selbst bakteriostatische und virostatische Eigenschaften. [7]

 

Schwarze Johannisbeeren:

Durch Tannine sind Johannisbeeren gegen Durchfall wirksam. In ihnen ist vermutlich auch ein bakteriostatisch wirksamer Stoff enthalten, der eine krankhafte Besiedelung des Darmes beseitigen kann. Der Pektingehalt von Johannesbeeren ist um 30 Prozent höher als von Äpfeln. Deshalb ist die Wirkung gegen Durchfall auch stärker. Die meisten Erreger, die Durchfall auslösen können, werden durch Johannisbeerextrakt beseitigt. [8]

 

Niacin:

Niacin: Dieser Vitalstoff aus dem B-Komplex, auch Vitamin B3 oder B2-Faktor genannt, hilft dem Körper, Energie zu produzieren, Fette und Kohlenhydrate zu verstoffwechseln und Fettsäuren sowie Geschlechts- und Stresshormone auszuschütten. Ein Mangel an diesem Vitamin-B-Faktor trägt zur Entstehung von Pellagra bei; Leitsymptome sind raue, aufgesprungene Haut sowie Durchfall. Niacin ist in großen Mengen in Bierhefe, Erdnüssen, Hülsenfrüchten, Sesamsamen und vollem Korn enthalten. Therapeutisch eingesetzt wird es bei der Behandlung von Schizophrenie, Arthritis und Blutzirkulationsstörungen in den Gliedmaßen. Sein erfolgversprechendster therapeutischer Wert liegt aber wohl in der preiswerten, effektiven Senkung erhöhter Cholesterinwerte.

In zahlreichen Studien bestätigte sich, dass größere Dosen Niacin (2 bis 3 g täglich) den Gesamtcholesterinspiegel und das schädliche LDL senken, das HDL hingegen erhöhen können. Die irkung tritt ziemlich rasch ein (innerhalb weniger Wochen), ist sehr deutlich 8die HDL-Werte steigen um 30 Prozent oder mehr) und von langer Dauer. Allerdings: Hohe Dosen Niacin haben oft auch unerwünschte Nebenwirkungen. Dazu gehören Hitzewallungen im Gesichts- und Halsbereich (die sich meist schon ab Dosierungen von 50 bis 100 mg täglich bemerkbar machen) sowie Übelkeit, Müdigkeit, Verdauungsprobleme und Nervenstörungen.

Niacin wird in verschiedenen Präparaten angeboten, einschließlich solchen, die „keine Hitzewallungen“ oder „verzögerten Wirkungseintritt“ versprechen. Selbst hohe Dosen dieser Präparate senken jedoch den Cholesterinspiegel kaum, andere sind u. Umständen  lebertoxisch. Falls Sie es mit Niacin versuchen wollen, sollten Sie sich dabei unbedingt ärztlich überwachen lassen. [9]

 

Ingwer:

Ingwer stärkt die Darmflora und ist zu empfehlen bei allen Arten von Verdauungsstörungen, Durchfall und Reisekrankheit“, sagt der deutsche Ayurveda-Arzt Ernst Schrott. Ingwer regt sanft die Produktion der Gallensäfte an, wodurch die Fettverdauung erleichtert wird. Neuesten Studien zufolge kann er die Magenschleimhaut vor Entzündungen schützen. [10]

 

Zimt:

Zimt hilft bei Magen- und Darmbeschwerden (Durchfall, Übelkeit). [11]

 

Thymian, Oregano, Nelken:

Die Öle aus Thymian, Oregano und Nelken erwiesen sich als besonders effektiv gegen Erreger von Darm- und Durchfallerkrankungen. [12]

 

Heidelbeertee:

Trinken Sie Heidelbeertee. Der blaue Farbstoff hemmt das Bakterienwachstum im Darm. Die Gerbstoffe wirken stopfend. [13]

 

Reiskur:

Bei Durchfallerkrankungen, die bei Kindern sehr gefährlich sein können, hilft eine Reiskur, die Stuhlmenge und die Stuhlkonsistenz zu normalisieren. Welche Fermente und Stoffe im Reis vorhanden sind, die für diesen Effekt verantwortlich sind, ist noch nicht geklärt. [14]

 

Möhrensuppe:

Möhrensuppe gegen Durchfall (statt Antibiotika) nach Dr. Mora  (Keime können sich nicht vermehren und können ausgeschieden werden = Morasuppe  - auch bei Schweinen und Hühner sehr erfolgreich eingesetzt worden!

500g Karotten 1 St. Kochen (das lange kochen ist notwendig – sonst funktioniert es nicht), pürieren, asser dazu, dann Kochsalz dazu [15]

 



[1] Jean Carper, Nahrung ist die beste Medizin, 333f.

[2] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 229

[3] Bio, 6/2009, 58

[4] Hittich in: Dr. Hittich informiert, Sonder Exemplar Nr. 2378, S. 13

[5] Meyer, Ralf, Chronisch krank, 168f.

[6] BIO Juni/Juli 2010, S. 15f.

[7] Hochenegg, Ernährung, die Wunder wirkt, 1995, S. 47

[8] Hochenegg, Ernährung, die Wunder wirkt, 1995, S. 47

[9] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 272f.

[13] http://www.fid-gesundheitswissen.de/meine-7-tipps-gegen-durchfall-/101006292/

[14] Hochenegg, Leonhard: Ernährung die Wunder wirkt, 46

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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