Entspannung

 

Gähnen:

Gähnen bewirkt eine tiefere Einatmung und eine unvergleichliche Entspannung, meist nicht nur des Gesichtes und der Augen, sondern des gesamten Körpers. Durch das Auslösen des Gähnreflexes kann man Gesicht, Augenmuskulatur und den gesamten Körper entspannen. Diese Übung erhöht die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn und fördert damit die Verarbeitung der optischen Reize. Sie entspannt die feinen Muskeln des Gesichts und der Augen, hat aber auch eine Auswirkung auf den gesamten Körper. [1]

 

duftendes Kräuterbad (Lavendelöl, Zitronenmelisse, Orangenschalenöl, Rosmarinöl):

Wenn der Winter in den Gliedern hockt, sorgt ein warmes Kräuterbad für Entspannung und Erwärmung. Insbesondere vertreiben ansteigende Vollbäder das Frostgefühl: Man beginnt bei 37 Grad C und läßt allmählich heißes Wasser zulaufen, bis nach etwa 15 Minuten 39 bis 40 Grad C erreicht sind. Großes Vergnügen bereitet ein solches Bad, wenn man sich dabei mit Duftkerzen und entspannender Musik verwöhnt, Das Badewasser kann man zusätzlich mit natürlichen ätherischen Ölen (ca. 15 Tropfen pro Vollbad) versetzen:

  1. Lavendelöl

(wirkt beruhigend, schmerzstillend und krampflösend)

  1. Zitronenmelisse

(entspannt, erwärmt und besitzt zugleich eine antivirale Wirkung)

  1. Orangenschalenöl

(vermittelt Wärme, Heiterkeit, Unbeschwertheit und Vitalität)

      4) Rosmarinöl kurbelt den Kreislauf an, bringt Energie und stärkt die mentalen Fähigkeiten. [2]

 

echter Klosterfrau Melissengeist bei Muskelverspannungen/ Muskelkater:

Bei Muskelverspannungen/ Muskelkater ist Klosterfrau Melissengeist äußerlich unverdünnt anzuwenden. Er fördert die Durchblutung und entspannt die unter der Haut liegende Muskulatur. Die schmerzlindernde Wirkung ist rasch spürbar. [3]

 

neuartige Lymphdrainage:

Behandlungen, die unter anderem die Pneumatische Pulsationstherapie und ein neuartiges, muskelbezogenes Lympfdrainagegerät einbeziehen, führen in meiner Praxis bei Fibromyalgie zu oft erstaunlichen Erfolgen. Diese neue Therapie findet im Rahmen einer Ganzheitsmedizin generell bei Stauungs- und Zirkulationsstörungen des Lymphsystems Anwendung. Die Doppelwirkung aus Elektrotherapie und Pumpbehandlung soll durch die Stimulation der äußeren und inneren Muskeln die Durchblutung und den Lymphfluss verbessern. Schmerzen werden gelindert, die Muskeln können entspannen und es wird offenbar insgesamt eine Umstimmung des Vegetativums erreicht. Es kann auch zu einer Gemütsaufhellung kommen. [4]

 

Tragen von braunen Kleidern (Farbtherapie):

Wer unter Hyperaktivität leidet, leicht aus der Fassung gerät, der sollte braune Sachen tragen. Die Farbe Braun wirkt beruhigend. [5]

 

Tragen von blauen Kleidern (Farbtherapie):

Es hat sich gezeigt, dass mit blauer Kleidung innere Hektik schneller und besser abgebaut werden kann. [6]

 

lindengrüne Kleider (Farbtherapie):

Lindengrüne Kleider, Sakkos oder Anzüge üben eine entspannende und beruhigende Wirkung auf den Menschen aus. Sie helfen rascher, vorhandenen Stress abzubauen. [7]

 

Qigong:

Die Gesundheitsregulation durch die Basisübungen wirkt auch unabhängig vom spirituellen Qi-Gefühl, allerdings gehört zur richtigen Technik die sog. „Qi-Führung“, das Leiten und Sammeln des Qi im Körper. Es ist also wichtig, sich das Qi-Gefühl, auch wenn man nicht daran glaubt, zunächst einmal vorzustellen – später spürt man es dann auch. Ohne die Vorstellung von „Qi“ bleiben die Übungen nur Gymnastik. Die wirkt zwar auch ein bißchen, aber eben nicht ganzheitlich. Die langsamen, entspannten Bewegungen führen zu einer allgemeinen muskulären Entspannung. [8]

 

Grün bei Nackenschmerzen (Farbtherapie):

Ingrid Kraaz von Rohr: Grün wirkt gegen Nackenschmerzen, einsetzbar mittels Bestrahlung, durch grüne Untersetzer und in der Nahrung. [9]

 

Autogenes Training:

Überaus effektiv ist das Autogene Training. Man versteht darunter die gezielt entspannende Beeinflussung des Unterbewußtseins. Durch das Wiederholen beruhigender Formeln wird das Denken in eine positive Richtung geführt. Die Autosuggestion ist die unterbewußte Verwirklichung der gezielten, positiven Gedanken und Worte: „Ich bin ruhig, entspannt und gelöst; in mir ist Kraft und Ruhe.“ [10]

 

Thalassokuren:

 

FITNE Bachblüten-Kräuteröl:

Nach der Orginal-Methode von Dr. Bach

 

Musik:

Untersuchungen haben ergeben, dass v.a. Musikstücke, deren Tempo etwas langsamer als der Herzschlag ist, beruhigend und schlaffördernd wirken. V.a. durch Musikstücke in „Largo“ lässt sich recht schnell eine messbare Entspannung erreichen. Musikstücke, die zur Entspannung besonders geeignet sind und den Schlaf fördern:

Johann Sebastian Bach:

1)  Largo aus Konzert für Klavier und Streichorchester Nr. 5 in f-Moll nach BWV (Bachwerkeverzeichnis) 1056

2)  Largo aus dem Flötenkonzert in g-Moll nach BWV 1056

3)  Aria zu den Goldberg-Variationen, BWV 988 (Cembalo)

Georg Friedrich Händel:

1)  Alle langsamen Sätze aus concerti grossi op. 6, Nr. 1-12

2)  Largo aus Konzert Nr. 3 in D-Dur (Feuerwerksmusik)

Antonio Vivaldi:

1)  Largo aus „Winter“ – Die vier Jahreszeiten

2)  Largo aus Konzert in D-Dur für Gitarre, Streicher und Basso continuo

Fréderic Chopin:

1)  Nocturnes

Franz Schubert:

1)  Sinfonie Nr. 8 in h-Moll („Die Unvollendete“)

Wolfgang Amadeus Mozart:

Eine kleine Nachtmusik [11]

 

Wärme:

Bei Wärme sinkt der Energieverbrauch, die Produktion von Stresshormonen nimmt ab. Der Körper schaltet auf sein Energiesparprogramm. [12]

 

Aquarium:

Das ruhige Beobachten von Fischen im Aquarium, so dass Ergebnis einer Untersuchung an der University of Pennsylvania, senkt den Blutdruck und vertreibt Sorgen und Ängste. Die langsamen Bewegungen versetzen den Betrachter in einen hypnoseähnlichen Zustand, was sich positiv auf den Stresslevel auswirkt. [13]

 

Jonglieren:

Wer ernsthaft Stress abbauen will, sollte unbedingt jonglieren lernen. Beim Jonglieren muss man entspannt und gleichzeitig konzentriert sein. Für sorgenvolle Gedanken ist beim Umgang mit Bällen kein Platz, sonst landen diese bald auf dem Boden. Amerikanische Untersuchungen konnten inzwischen nachweisen, dass beim Jonglieren vermehrt Endorphine ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut werden. In den USA wird das Training mit den Bällen neuerdings als ideale Stressbewältigungsstrategie auf Managerseminaren eingesetzt. Bereits 5 Minuten die Bälle kreisen zu lassen ist oft ausreichend, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. [14]

 

Atmen:

Erst mal tief durchatmen ist ein hilfreicher Rat, wenn der Stress uns zu überrollen scheint. Um die ganze Kapazität der Lunge zu nutzen, müssen auch die unteren Teile der Lunge beatmet werden. Das geht nur, wenn wir aus dem Bauch heraus atmen. Um die richtige Atemtechnik zu überprüfen, legen Sie die Hände in die Taille, die Fingerspitzen sollen in Richtung Nabel zeigen. Atmen Sie nun so ein, dass Sie mit den Fingern spüren, wie sich der Bauch ausdehnt und zusammenzieht. Vermeiden Sie es aber, die Schultern zu heben. Strecken Sie dabei bewusst den Bauch raus, atmen Sie rhythmisch ein und aus. Tiefes Atmen veranlasst den Organismus, vermehrt das beruhigende Glückshormon Endorphin auszuschütten. Bereits fünf bis sechs bewusste Atemzüge reichen oft aus, eine Distanz zum Stress zu schaffen. Bei der entspannenden Bauchatmung wird der Solarplexus massiert. Dieses Nervennetz, auch Sonnengeflecht genannt, liegt im oberen Bauchraum und das regt das beruhigende parasympathische Nervensystem an. Dadurch werden nervöse Spannungen gelöst, Unruhe abgebaut. [15]

 

Akupressur:

Ein wichtiger Akupressurpunkt, der bei Angst und Unruhe gedrückt werden sollte, liegt am Unterarm auf einer Linie mit dem Mittelfinger etwa zwei Fingerbreit unterhalb des Handgelenkes an der Armunterseite. Drücken Sie diesen Punkt einige Sekunden mit dem Daumen der anderen Hand. [16]

 

Visualisierungsübungen:

Schließen Sie die Augen und atmen Sie ruhig ein und aus, ein und aus. Stellen Sie sich dabei ein wogendes Kornfeld vor, das sich im Rhythmus der Atmung bewegt. Entspannen und lockern Sie nun nach und nach alle Muskeln. Beginnen Sie im Gesicht und gehen Sie alle Muskelgruppen bis zu den Füßen durch. Wenn Sie nun völlig entspannt sind, lassen Sie vor ihrem inneren Auge bildlich die Probleme und Situationen entstehen, die für Sie zurzeit sehr belastend sind. Beobachten Sie nun, wie die Bilder sich langsam wegbewegen, immer kleiner und unbedeutender werden und schließlich am Horizont verschwinden. Sehen Sie sich vor Ihrem inneren Auge entspannt, selbstbewusst und erfolgreich. [17]

 

Die Anspannung abrollen:

Am Fuß befinden sich zahlreiche Reflexpunkte, die entspannend wirken. Mit Hilfe eines Tennisballs lassen sich diese ausgezeichnet massieren.

Ziehen Sie Strümpfe und Schuhe aus und legen Sie einen Tennisball unter das Fußgewölbe. Verlagern Sie nun das Gewicht soweit auf den Ball, dass der Druck noch als angenehm empfunden wird und bewegen Sie den Fuß vor und zurück. Durch den Druck werden Nervenendigungen stimuliert, die über Reflexkreise eine Lockerung der Spannung in weiten Teilen des Körpers bewirken. [18]

 

Erst nach 7.20 Uhr aufstehen:

Britische Forscher: Wer später aufsteht, ist den ganzen Tag über gelassener und ausgeglichener. Wie das britische Magazin „New Scientist“ in seiner Ausgabe vom 4.11.1999 berichtet, sind Frühaufsteher offensichtlich gestresster als Langschläfer. Forscher der Londoner Westminster-Universität konnten im Speichel von Personen, die spätestens um 7.20 Uhr aufstehen mussten, deutlich höhere Werte des Stresshormons Cortisol messen als bei Langschläfern, die erst später das Bett verließen. Es scheint auch nichts zu nutzen, früher ins Bett zu gehen. Die Gesamtdauer der Schlafzeit hatte – so die Erkenntnis der britischen Wissenschaftler, keinen Einfluss auf die Ausschüttung des Stresshormons. Über gestresst oder entspannt entschied einzig und allein der Zeitpunkt des Aufstehens. Der Stress durch frühes Aufwachen hält nicht nur den ganzen Tag an, sondern kann sogar ernsthafte Folgen für die Gesundheit nach sich ziehen, heißt es in dem Bericht. Auf Dauer führt der chronische Stress zu Depressionen, die Abwehrkräfte werden geschwächt, und zudem leiden Frühaufsteher offensichtlich häufiger unter Infekten, Muskelschmerzen und schlechter Laune. [19]

 

In den Schlaf hineinspazieren:

Da wir uns den ganzen Tag kaum bewegen, haben wir bis zum Abend keine Möglichkeit, Stresshormone abzubauen und unseren Organismus wieder ins Lot zu bringen. Ein abendlicher Spaziergang ist deshalb ideal, um vor dem zu Bett gehen die Anspannung des Tages abzuschütteln. Mäßig dosierte Bewegung verringert den Stresshormonspiegel und bewirkt eine verstärkte Ausschüttung des Glückshormons Endorphin – das beruhigt die Nerven und verbessert den Schlaf.

Wenn Sie regelmäßig ein entspannendes Bewegungsprogramm wie z.B. die peripatetische Meditation durchführen, reduzieren Sie dadurch auch dauerhaft den Stresslevel in aufregenden Situationen und sind zukünftig nicht mehr so schnell aus der Ruhe zu bringen. Anstrengende sportliche Betätigung hingegen ist nichts für die Abendstunden. Durch die Belastung wird der Kreislauf aktiviert und die Müdigkeit vertrieben.

Größere körperliche Belastungen sollten daher mindestens vier Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen stattfinden. [20]

 

Achtung: Im Winter befindet sich unser Hormonsystem im Stress:

Im Winter arbeitet unser Hormonsystem anders als im Sommer. Für den Organismus ist in der kalten Jahreszeit v.a. die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur wichtig. Besonders das symphatische Nervensystem, das ist das „anregende“ Nervensystem, welches sich bei Stress einschaltet, wird bei Kälte aktiv. Um den Stoffwechsel anzuregen und dadurch mehr Wärme zu produzieren, schütten die Nebennieren im Winter, aber auch unter der kalten Dusche vermehrt die Stress-, Kampf- und Fluchthormone Cortisol, Adrenalin und Norepinephrin aus. Diese Hormone stellen dem Körper zusätzliche Energiereserven bereit. Auch die Schilddrüse produziert bei Kälte vermehrt Schilddrüsenhormone, um den Ofen des Körpers anzuheizen und die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Durch die Stress- und Schilddrüsenhormone steigt der Grundumsatz, es werden mehr Kalorien verbrannt. Ein Spaziergang in der Kälte verbraucht pro Stunde etwa 50 Kalorien mehr, als im Sommer. Das „Anheizen“ kostet unserem Körper zusätzliche Lebensenergie. [21]

 

Lavendelöl:

Lavendelöl wirkt entspannend und fördert das Einschlafen. [22]

 

Lavendelöl-Kapseln und Lavendelöl äußerlich:

Es gibt ein rezeptfrei verkäufliches, in der Apotheke erhältliches Medikament namens Lasea, das gegen  Stress und Angstzustände empfohlen wird. Dabei handelt es sich um das Öl vom schmalblättrigen Arzneilavendel (Lavendula angustifolia) aus der französischen Haute Provence, das in Kapseln angeboten wird. Täglich eine Kapsel soll mit reichlich Wasser eingenommen werden. Sie löst sich im Magen auf, die Inhaltsstoffe des Lavendelöls gelangen dann über den Dünndarm ins Blut und können dann ihre Wirkung entfalten. Besonders empfohlen wird die Einnahme Menschen mit Alltagssorgen, deren Gedanken sich im Kreis drehen und die sich häufig niedergeschlagen und mutlos fühlen. Sehr gut eignet sich das Medikament auch dafür, Patienten die Entwöhnung von Psychopharmaka zu erleichtern.

Wenn das wertvolle Lavendelöl dem Körper innerlich zugeführt wird, sorgt es für einen geregelten Kalziumeinstrom. Es reduziert die Ausschüttung erregender Botenstoffe. So kommen die Nervenzellen wieder zur Ruhe, die betroffene Person fühlt sich ausgeglichener und entspannter. Dabei macht es aber nicht müde und auch nicht abhängig.

Seit langem weiß man, dass Lavendelöl auch äußerlich angewendet beruhigend und schlaffördernd wirkt. Ein bisschen davon auf den Puls am Handgelenk getupft und den angenehmen Duft eingeatmet – eine Wohltat nach einem anstrengenden, aufregenden Tag.

Lasea-Lavendelölkapseln (PZN 5489603) sind in der Apotheke erhältlich (Hersteller: W. Spitzner Arzneimittelfabrik GmbH, Ettingen) [23] .

 

Baldrian – Pressaft aus frischen Baldrianwurzeln:

Baldrian-Pressaft bei Unruhezuständen, nervös bedingten Einschlafstörungen [24]

 

Walderdbeere:

Ein Effekt, der kürzlich nachgewiesen wurde: Extrakte aus Blättern der Walderdbeere können die Blutversorgung des Herzmuskels verbessern. Um fast dreiviertel soll der Blutfluss in den Herzkranzgefäßen bei Einwirkung solcher Extrakte zugenommen haben. Diese entspannende Wirkung auf verkrampfte Blutgefäße des Herzens ist wirklich beeindruckend. [25]

 

Einreibungen mit Lavendelöl:

Tatsächlich kann Lavendel und leichter ertragen lassen, was sonst kaum erträglich und sehr belastend erscheint. So halfen Einreibungen mit Lavendelöl in einer Studie, die auf einer Intensivstation lagen und neben den eigenen – mist bedrohlichen – Kranksein und den Schmerzen die ständige Unruhe durch surrende, piepsende und Alarmsignale aussendende Apparate, die um sie herrschende Hektik und das Fehlen der Privatheit ertragen müssen.

In einer anderen Studie mit Frauen, die wegen einem krebsverdächtigen Knoten eine Biopsie ihrer Brust durchführen ließen, waren die damit verbundenen Schmerzen zwar gleich stark in der Gruppe, die aromatherapeutisch mit Lavendel behandelt wurden, wie bei den Frauen, die eine Scheinbehandlung erhielten, dennoch waren die Frauen, die Lavendel erhielten, zufrieden. Wenn man bedenkt, mit welchen Ängsten man auf das Ergebnis einer solchen Untersuchung wartet und dass dabei ja eine besonders empfindliche Region des Leibes, die man sonst schützt, mit einer Nadel durchbohrt wird, kann man verstehen, dass Entspannung hier hilfreich sein kann. Tatsächlich wurde inzwischen in einer ganzen Reihe von Untersuchungen gezeigt, das sogar regelrechte Angststörungen (und auch die mit ihnen oft verbundenen Schlafstöungen) mit Lavendelpräparaten wesentlich gelindert werden können und diese dabei nicht schlechter abschneiden als klassische Beruhigungsmittel, die nicht zuletzt wegen der mit ihnen verbundenen Suchtgefahr problematisch sind. [26]

 

12 Geheimnisse gegen Stress:

1.Spülen Sie den Frust herunter. Das heißt nicht, dass Sie zum Alkohol greifen sollen. Aber wenn Sie irgendetwas nervt, und Sie am liebsten platzen möchten vor Wut, nehmen Sie die Mineralwasserflasche und trinken Sie einen großen Schluck. So sprechen Sie den Parasympathikus an. Das ist der Teil Ihres Nervensystems, der einerseits für das Schlucken, Verdauen und Regenerieren zuständig ist, andererseits aber auch Stresshormone abbaut.

2.Schaffen Sie sich Ruhe. Die Fahrt mit dem Auto zum Büro geht nicht so schnell, und um Sie herum ist auf der Straße der Teufel los? Das setzt Sie schon genug unter Druck – schalten Sie das Radio aus und sorgen Sie wenigstens im Auto für Ruhe und Entspannung. Meinen Sie, Sie könnten nicht auf das Radio verzichten? Dann schalten Sie wenigstens die Nachrichten ab – dafür aber den Klassiksender ein.

3.Raufen Sie sich ruhig die Haare. Auf Ihrer Kopfhaut verteilt liegen Anti-Stress-Nervenpunkte, zum Beispiel an der Stirn, oben am Haaransatz. Diese können Sie schnell durch eine Massage und leichtes Ziehen an den Haaren anregen. Durch diese neuen Reize, die Sie so setzen, bauen Sie vorhandene Spannungen ab.

4.Sehen Sie doch öfter mal Gelb. Wenn Sie nicht mehr weiter wissen, fixieren Sie 30 Sekunden lang einen gelben Gegenstand. Eine Tüte, ein Post-It, zur Not eine Banane. Die Farbe Gelb bringt Ihnen gute Laune, aber auch geistige Frische. Aus diesem Grund sollten Sie die Farbe Schwarz übrigens so weit wie möglich aus Ihrem Büro verbannen. Studien haben ergeben, dass Menschen, die viel auf schwarze Flächen schauen, weniger Sauerstoff im Blut haben und daher nicht so aktiv und wach sind.

5.Setzen Sie sich in Bewegung. Wenn Sie viel Zeit vor dem PC verbringen, sollten Sie sich immer einmal wieder recken und strecken. Heben Sie unterm Tisch die Beine an und senken Sie sie wieder ab, kreisen Sie die Schultern. Greifen Sie mit dem rechten Arm über den Kopf hinweg zum linken Ohr und ziehen Sie sanft daran, bis es im Nacken ziept, dann das Gleiche auf der anderen Seite. So regen Sie Ihren Kreislauf an und bauen gleichzeitig Stresshormone ab.

6.Schaffen Sie sich Inseln der Ruhe. Nur wirkliche Auszeiten helfen Ihnen dabei, Körper und Geist von Tempo 180 wieder herunterzufahren. Daher sollten Sie in freien Momenten nicht gleich zur Zeitung greifen oder den Fernseher anschalten. Nur wenn Sie wirklich nichts tun, aus dem Fenster schauen oder ein paar Minuten vor sich hin träumen, können Sie Ihren Geist entspannen und beruhigen.

7.Reden Sie sich den Stress von der Seele. Gerade wenn Sie unter Druck stehen, wird es Ihnen gut tun, wenn Sie sich einmal so richtig aussprechen können. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich eine Person aussuchen, die Ihnen keine guten Ratschläge erteilt; das wollen Sie ja gar nicht. Suchen Sie sich jemanden, der einfach nur zuhört.

8.Schreien Sie sich Ihren Frust von der Seele. Manchmal muss das eben sein – und danach geht es Ihnen viel besser. Wenn Ihnen danach ist, gehen Sie auf eine freie Wiese und schreien Sie. Geht das nicht, weil Sie mitten in der Stadt leben oder arbeiten, brüllen Sie Ihren Stress in Ihr Kopfkissen.

9.Reagieren Sie sich körperlich ab. Es gibt in Sportgeschäften praktische kleine Box-Sandsäcke, die Sie überall aufhängen können. Wenn Sie in Momenten größten Stresses einige Male richtig gegen so einen Sandsack gehauen haben, sind Sie Ihre Aggressionen mit Sicherheit los.

10.Laufen Sie dem Stress davon. Ausdauersport tut Ihrem Körper besonders in Stresszeiten gut. Denn Sie bauen so Stresshormone ab und gleichzeitig Glückshormone, die so genannten Endorphine, auf. Auch wenn Sie der Meinung sind, gar keine Zeit zu haben, nehmen Sie sich mindestens einmal pro Woche eine halbe Stunde. Verzichten Sie dafür zum Beispiel auf das Frühstücksfernsehen oder die Tagesschau. Sie werden merken, wie Ihr Stress förmlich auf der Lauf-Strecke bleibt.

11.Gleichen Sie Ihren Vitaminhaushalt immer wieder aus. Wenn Sie unter Stress stehen und nervlichen Belastungen ausgesetzt sind, sollten Sie besonders darauf achten, dass Sie Ihren Körper ausreichend mit Vitaminen versorgen. Gerade die Vitamine B1 und B6 werden schnell verbraucht, wenn Sie Stress ausgesetzt sind. Dabei brauchen Sie diese jetzt am meisten. Denn beide sind wichtig für gute Gedächtnisleistung und starke Nerven. Daher sollten Sie sich immer mit ausreichend Bananen und Haferflocken versorgen. Auch Magnesium sollten Sie ausreichend zuführen. Es ist das Salz der inneren Ruhe und sorgt für Ausgeglichenheit. Knabbern Sie zwischendurch einmal eine Hand voll Sonnenblumenkerne, dann sind Sie auch mit Magnesium bestens versorgt.

12.Belasten Sie Ihren Körper nicht zusätzlich. Alkohol und Zigaretten sollten für Sie sowieso nicht zum Alltag gehören, in Stresszeiten sind sie aber erst recht tabu. Denn durch solche Genussgifte belasten Sie Ihren Körper zusätzlich und drosseln die eh schon eingeschränkte Blutversorgung weiter. [27]

 



[1] Biwer, Augentraining, 64f.

[2] Bio, 6/2009, 16

[3] Beipackzettel des echten Klosterfrau Melissengeistes

[4] Thomas Köster aus Münster in: Bio, 2/2010, S. 129

[5] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 59

[6] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 59

[7] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 58

[8] Jiang, Monika C.: „Der Mensch ist das beste Heilmittel“, in: Schrot & Korn, Juni 2009, S. 42

[9] “Die Macht der Farben“, in: Bio,  April/Mai 2010, S. 62

[10] Bio Spezial Ausgabe 2009: „Natürlich Heilen“, S. 36

[11] Axt Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 155f.

[12] Axt Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 167

[13] Axt Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 130

[14] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 130f.

[15] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 132

[16] Axt, Peter. Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 134

[17] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 135f.

[18] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 136

[19] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, 144f.

[20] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 154

[21] Axt, Peter: Vom Glück der Faulheit, 2007, S. 163

[22] Meyer, Axel: „Aromatherapie auf neuen Wegen“, in: Bio 1/2011, S. 37

[23] Meyer, Axel: „Aromatherapie auf neuen Wegen“, in: Bio 1/2011, S. 36f.

[24] Beipackzettel Schönenberger naturreiner Pflanzensaft „Bärlauch“

[25] Sommer, Markus: „Die Walderdbeere“, in: a tempo 6/2011, S. 21

[26] Manfred Sommer: “Duftende Urlaubserinnerung”, in: A tempo, 9/2011, S. 20f.

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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