Fettstoffwechsel

 

Vitamin-E-Mangel:

Fettverwertungsstörungen sind von Nachteil, da Vitamin E zu den fettlöslichen Vitaminen zählt und die Aufnahme des Vitamins an Fett gebunden ist. [1]

 

Granatapfel:

Die im Granatapfel enthaltenen Bioflavonoide machen aus dieser Frucht eine antioxidativ wirksame Zellschutzbombe. Der Granatapfelextrakt oder das aus den Samen gewonnene Öl schlägt freie Radikale in die Flucht. Dabei ist seine radikalfangende Wirkung dreimal so hoch wie beispielsweise jene des Rotweins. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Granatapfel den Blutfluss verbessert, einen günstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel besitzt und Gefäßablagerungen entgegenwirkt. Auch eine entzündungshemmende Eigenschaft wird der Paradiesfrucht bescheinigt. Aus den Kernen der reifen Früchte kann mithilfe eines besonders schonenden Verfahrens (Kaltpressung) ein einzigartiges Öl (z.B. in delima Kapseln PEKANA Naturheilmittel GmbH, www.pekana.com, auch in der Apotheke erhältlich) gewonnen werden. Für die Gewinnung von einem Kilogramm Granatapfel-Saatöl werden 500 Kilogramm wildwachsende Früchte verwendet. [2]

 

Coenzym Q10:

Zu den wichtigsten Antioxidantien gehört das Q10, welches zur großen Gruppe der Ubichinone zählt. Diese Stoffe sind im Pflanzen- und Tierreich weit verbreitet und spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Energiegewinnung in den Brennöfen unserer Zelle, den Mitochondrien. Damit wir uns bewegen, sprechen, hören, denken, unsere Nahrung verdauen und ausscheiden können, ist Coenzym Q10 notwendig. Ohne Coenzym Q10 wären wir alle tot – Pflanzen, Tiere, ja sogar Bakterien und Hefepilze brauchen diesen Kraftstoff. Nur wenn ausreichend Coenzym Q10 in unserem Körper ist, sind wir in der Lage, die für die Stoffwechselprozesse erforderliche Energie zu produzieren. [3]

 

Coenzym Q10:

Bei Fettstoffwechselstörungen ist Coenzym Q10 besonders wichtig. [4]

 

Selen:

Wenn freie Radikale in den Zellen ihr Unwesen treiben, nehmen sie sich zuerst die empfindlichen Fette vor. dabei werden die Fette oxidiert und – unter der Bildung von Hydroperoxiden – zerstört. Im Körper lösen die durch die Fettoxidation entstandenen Hydroperoxide ebenfalls Schäden aus, die repariert werden müssen. Allerdings können aus diesen Hydroperoxiden selbst auch wieder besonders aggressive freie Radikale gebildet werden, welche die Zerstörungswut der vorhandenen Angreifer noch verstärken. Die Fette müssen also vor diesem Teufelskreis bewahrt werden. Dabei spielt Selen eine wichtige Rolle. Das Spurenelement wird in unseren Zellen in ein antioxidativ wirksames Enzym (Gluthationperoxidase) eingebaut, welches die Ansammlung der giftigen Hydroperoxide und der daraus gebildeten freien Radikale verhindert. Auf diese Weise wirkt Selen entgiftend und schützt die Gewebe vor den oxidativen Folgeschäden. Die Blut- und die Leberzellen sind reich an diesem selenhaltigen, radikalfangenden Enzym: Hier ist der Schutz vor dem oxidativen Stress besonders notwendig. [5]

 

Selen:

Wenn Selen fehlt, kann auch die Gluthationperoxidase nicht aktiv sein – freie Radikale haben dann ein leichtes Spiel und schädigen die Blutfette. [6]

 

Um in den Körperzellen aus den energieliefernden Nährstoffen Energie (ATP) herstellen zu können, braucht der Körper Coenzyme. Wer mit NADH unterversorgt ist, dessen Akkus leeren sich zunehmend, man wird müde und hat Konzentrationsschwierigkeiten. Flugreisende, die NADH eingenommen hatten, zeigten in Gehirnleistungs- und Wachtests deutlich bessere Ergebnisse als jene ohne NADH. Natürlich profitieren auch Freizeit- und Leistungssportler, deren energetische Bereitstellung für ihre Leistung von ausschlaggebender Bedeutung sein kann, von NADH-Gaben. Untersuchungen mit Profisportlern haben gezeigt, dass der Powerstoff die Reaktionszeit und die Ausdauerleistung deutlich verbessern kann. [7]

 

Kokosfett und Kokosöl:

Wer Probleme mit der Fettverdauung hat, sollte zu Kokosfett und Kokosöl wechseln. Die MCFs in der Kokosnuss werden nämlich bereits im Mund und im Magen aus ihrem Fettverbund herausgelöst und brauchen zur Verstoffwechselung keine Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Gallenblase. [8]

 

Fettarten:

Unser Körper braucht mehr gesättigte als ungesättigte Fettsäuren. Mindestens die Hälfte der Phospholipide in der Zellmembran besteht aus gesättigten Fettsäuren, und gesättigte Fettsäuren sind auch das wichtigste Fett der Myelinscheide in den Nervenzellen. Gesättigte Fettsäuren stärken das Immunsystem, indem sie den oxidativen Stress vermindern und als natürliche Antibiotika fungieren. Sie vernichten schädliche Bakterien, Viren und Pilze. Allerdings sollten wir nicht ausschließlich Kokosöl konsumieren, sondern auch essentielle Fettsäuren, z.B. Omega-3 und Omega-6-Öle, wie es auch gesunde, traditionell lebende Südseeinsulaner tun. [9]

 

Leinöl:

Leinöl hat zu allen Zeiten Wunder gewirkt. Fette beherrschen den gesamten Stoffwechsel, Energiegewinn und Zellneubildung stärker als jedes andere Nahrungsmittel. Das Fundament der gesamten Nahrungsverwertung ist zerstört, wenn die hoch aktiven natürlichen Fette durch die entnervten, gegen Sauerstoff stabilen, künstlich veränderten fettigen Substanzen ersetzt werden. Diese Hemmstoffe im Organismus sind heute die Hauptursache der meisten Krankheiten. Wichtig ist die richtige Harmonie der Fette mit der Eiweißnahrung, die Öl-Eiweiß-Kost. [10]

 

Leinsamen:

Leinsamen sind mit weitem Abstand die besten pflanzlichen Lieferanten von Linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure, die unsere Zellen zur Synthetisierung der entzündungshemmenden Substanzen EPA und DHA benötigen. Zwei Suppenlöffel Leinsamen liefern bereits 140 Prozent der empfohlenen Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren. Um eine maximale Wirkung der in Leinsamen vorhanden Omega-3-Fettsäuren zu erzielen, muss man allerdings bedenken, dass die Umwandlung in Linolensäure in EPA und DHA relativ wirkungslos ist, wenn gleichzeitig zu große Mengen Omega-6-Fettsäuren aufgenommen werden. Daher muss jede Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren von einem markanten Rückgang der Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren begleitet werden, damit ein besseres Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren erzielt wird und entzündliche Prozesse verhindert werden. [11]

 

Colostrum:

Jedes Muttersäugetier produziert für die erste Versorgungsphase des Stillens Colostrum. Diese Substanz dient dazu, das Immunsystem zu trainieren und zu vervollständigen. Außerdem sind im Colostrum Wachstumsfaktoren enthalten. Da die Placentaschranke von Kühen wesentlich weniger Abwehreiweiße zum Fötus durchläßt als die beim Menschen, enthält Kuhcolostrum eine bis zu 40-fach erhöhte Konzentration von Immunstoffen als menschliches Colostrum; es besteht dabei eine mehr als 99%-ige Übereinstimmung der Inhaltsstoffe. Mit der Aufnahme von Colostrum wird dem Neugeborenen eine Stimulation des Immunsystems und der Wachstumsfaktoren geboten. Ein kranker, verletzter oder Immunsystem geschwächter Organismus soll damit eine Unterstützung bei der Regeneration von Zellkomplexen erfahren, z.B. verbesserte Heilung von muskulären Verletzungen, Unterstützung des Immunsystems und somit gesteigerte Abwehrleistung des Systems gegen Krankheitserreger.

Colostrum findet eine ernährungsadjuvante Anwendung zur Verbesserung der Fettverbrennung. [12]

 

Mittelkettige Triglyceride:

Mittelkettige Triglyceride MCT) gelten als schnell verfügbare Energiequellefür die Zelle und deren Mitochondrien. Sie haben im Durchschnitt einen Brennwert von 8,25 kcal/g. Der weitaus größte Teil der mittelkettigen Fettsäuren wird in der Leber oxidiert. Fettsäuren gehören zu den Molekülen. die sehr reaktionsträge sind. Bevor sie Reaktionen eingehen können, müssen sie mittels Coenzym A aktiviert werden. Da die innere Mitochondrienmembran jedoch für Acyl-CoA-Verbindungen undurchlässig ist, erfolgt der Transport über das Transporteiweiß (Carrier, von englisch „tragen“) Carnitin. Dieser Träger kann die innere Mitochondrienmembran (Mitochondrienwand) ungehindert passieren.

Nahrungsfette (Triglyceride) setzen sich aus Glycerin und unterschiedlichen Fettsäuren zusammen. Letztere können kurz-, mittel- oder langkettig sein. Die Art der Fettsäure bestimmt die Eigenschaft der Fette und die Bedeutung für die menschliche Ernährung. Übliche Nahrungsfette wie beispielsweise Butter, Margarine, Pflanzenfette und –öle enthalten Triglycerine mit langkettigen Fettsäuren, sog. LCT-Fette (langkettige Troglyceride) Der Prozess der Verdauung dieser Fette ist kompliziert und störanfällig, wenn  eine Neigung zu Verdauungsstörungen (z.B. bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) besteht oder Erkrankungen der Verdauungsorgane (z.B. Bauchspeicheldrüsenunterfunktion) vorhanden sind.Einen wesentlich geringeren Verdauungsaufwand benötigen daher Fette, die aus mittelkettigen Fettsäurenbestehen. MCT-Fette können im Darm schnell und leicht ohne Aufspaltung von Gallensäuren und Enzyme (Lipasen) in die Schleimhautzellen des Dünndarms gelangen und direkt in das Blut abgegeben werden. [13]

 

Hühnerei gegen Gedächtnisschwund:

Das im Ei enthaltene Lecithin hemmt den Mechanismus, der für die Aufnahme des Cholesterins durch die Darmwand in den Körper verantwortlich ist. So wird das nicht aufgenommene Cholesterin einfach wieder ausgeschieden. Außerdem ist Lecithin als essentielle Fettsubstanz wichtig für jede Zelle. Es unterstützt die Bildung von neuen Nervenzellausläufern, sowie von Botenstoffen, die Infos im Gehirn weiterzuleiten, beugt also dem Gedächtnisschwund vor. [14]

 

Vitamin C:

Vitamin C wird beim Fettabbau dringend benötigt. Je mehr Vitamin C im Blut vorhanden ist, umso besser klappt es mit der Fettverbrennung. [15]

 

Magnesium:

Vollwertkost liefert den Fettburner Magnesium. Dieser Mineralstoff regt nämlich den Fettschmelzungsprozess an und wird bei vielen Stoffwechselvorgängen gebraucht. Übergewichtige leiden häufig unter Magnesiummangel – in diesem Fall „klebt“ das Fett an den Hüften und wird nicht abgebaut. [16]

 

Carnitin:

Carnitin fährt als eine Art Taxi die Fette direkt zu den „Heizöfen“, den Mitochondrien, wo die Fette dann verbrannt werden können. Ohne  Carnitin ist die Fettverbrennung weniger effizient, da die Außenhaut der Mitochondrien fettabweisend sind und die Fettsäuren diese Hürde nur sehr schwer überwinden können. [17]

 

Magermilch und Magermilchprodukte sind für das Abnehmen wichtig, denn sie liefern das notwendige Eiweiß. Nur mit diesem können fettfressende Hormone (z.B. das Wachstumshormon) überhaupt gebildet werden. Übrigens wird besonders während des Schlafens viel Wachstumshormon gebildet, welches quasi über Nacht Fett wegschmilzt. Neben Eiweiß sind auch die Nährstoffe Vitamin B6, Vitamin C, Mangan und Zink an der Bildung dieses Hormons beteiligt. [18]

 

Bärlauch:

Beim Bärlauch sind die schwefelhaltigen Verbindungen und die Flavonoide von besonderer Bedeutung. Sie haben einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte und unterstützen daher Herz und Blutgefäße in ihrer Funktion. [19]

 

Galle und ihre Funktionen:

Galle ist eine grün-gelbliche, basische Flüssigkeit mit vielen unterschiedlichen Funktionen. Jede davon hat einen Einfluss auf die Gesundheit jedes einzelnen Organs und Systems im Körper. Galle hilft bei der Verdauung von Fett, Kalzium und Proteinen. Darüber hinaus wird sie benötigt, um die Fettwerte im Blut konstant zu halten, Toxine aus der Leber zu entfernen, ein gesundes Säure-Basen-Gleichgewicht im Darm aufrechtzuerhalten und um zu verhindern, dass sich im Dickdarm schädliche Bakterien vermehren. Um ein widerstandsfähiges und gesundes Verdauungssystem zu bewahren und die Körperzellen mit der richtigen Menge an Nährstoffen zu versorgen, muss die Leber täglich 1,1 bis 1,6 Liter Galle produzieren. Wird weniger Galle produziert, sind Probleme mit der Verdauung, der Ausscheidung der Schlacken und den ständigen Bemühungen des Körpers, sich von Giftstoffen zu befreien, vorprogrammiert. Viele Menschen produzieren gerade mal den Inhalt einer Tasse oder Weniger. Alle Krankheiten sind eine direkte oder indirekte Folge einer reduzierten Gallenproduktion und eines ineffizienten Gallenflusses. [20]

 

Blutqualität:

Der Zustand des Nervensystems, d.h. des Gehirns, des Rückenmarks, der Spinal- und Hirnnerven und der automatischen Funktionen, hängt von der Qualität des Blutes ab. Blut setzt sich aus Plasma, einer klaren, gelblichen Flüssigkeit und Zellen zusammen. Die Bestandteile des Plasmas sind Wasser, Plasmaproteine, Mineralsalze, Hormone, Vitamine, Nährstoffe, Schlacken, Antikörper und Gase. Es gibt drei Arten von Blutzellen: weiße und rote Blutkörperchen (Leukozyten und Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Veränderungen im Blut schlagen sich im Nervensystem nieder.

Alle drei Blutarten werden im Rückenmark gebildet, welches seine Nährstoffe vom Verdauungssystem erhält. Da Gallensteine in der Leber die Verdauung und die Aufnahme der Nahrung behindern, erhält das Rückenmark zu wenig Nährstoffe und das Plasma wird mit Schlacken belastet. Dadurch werden die Zusammensetzung der Blutkörperchen und der Hormonhaushalt gestört und dies führt zu ungewöhnlichen Reaktionen des Nervensystems. Die meisten Störungen des Nervensystems finden ihren Ursprung in einer mangelhaften Zusammensetzung des Blutes, verursacht durch eine schlecht funktionierende Leber.

Jede der vielen Funktionen der Leber hat einen direkten Einfluss auf das Nervensystem und vor allem auf das Gehirn.

  • Leberzellen wandeln Glycogen (komplexer Zucker) in Glukose um. Glukose ist zusammen mit Sauerstoff und Wasser, einer der Hauptnährstoffe des Nervensystems, wobei Glukose die Energie liefert. Im Gehirn, das nur in Fünfzigstel des Körpergewichts ausmacht, befindet ich ein Fünftel des gesamten Blutmenge des Körpers. Das Gehirn verbraucht erhebliche Mengen an Glukose. Gallensteine in der Leber behindern die Glukoseversorgung des Gehirns und des restlichen Nervensystems, was die Leistung der Organe, der Sinne und des Geistes beeinträchtigt. Die Anzeichen einer beginnenden Störung sind Heißhungerattacken, v.a. auf Süßes oder Kohlenhydrathaltiges und häufige Stimmungsschwankungen oder emotionaler Stress.
  • Aus den vorhandenen Aminosäuren synthetisiert die Leber Plasmaproteine und die meisten Blutgerinnungsfaktoren. Diese Funktion wird durch Gallensteine immer stärker beeinträchtigt. Wenn die Produktion von Gerinnungsfaktoren sich verlangsamt, sinkt die Zahl der Blutplättchen und es kann zu spontanen Kapillarblutungen oder Bluterkrankheiten kommen. Entsteht die Blutung im Gehirn, kann dies zu Gehirnschäden, Lähmung oder zum Tod führen. Die Stärk der Blutung wird durch Bluthochdruck und starken Alkoholkonsum noch erhöht. Die Zahl der Blutplättchen sinkt auch, wenn Gallensteine die Blutversorgung der Leberzellen hemmen und die Leber dadurch nicht mehr in der Lage ist, genügend neue Zellen zu produzieren, um alte oder geschädigte Zellen zu ersetzen.
  • Vitamin K ist ebenfalls unentbehrlich bei der Synthese von Gerinnungsfaktoren. Dieses fettlösliche Vitamin wird in der Leber gespeichert und mit Hilfe von Gallensalzen im Darm resorbiert. Wenn der Gallenfluss durch Gallensteine in der Leber und in der Gallenblase behindert wird, entsteht ein Mangel an Vitamin K und die Fettverdauung ist beeinträchtigt.
  • Wie vorangehend erläutert, führen Gallensteine in der Leber zu Herz-Kreislauf-Problemen. Wenn das Blut sich verändert und zähflüssig wird, verhärten sich die Blutgefäße und werden geschädigt. Bildet sich in einer geschädigten Arterie ein Blutgerinnsel, kann ich ein Stückchen davon (Embolus) lösen, in ein kleinere, entfernte Arterie wandern und diese verschließen. Die Folgen sind Ischämie, Herzinfarkt oder Schlaganfall.
  • Jede Störung des Herzkreislaufs hat einen Einfluss auf das Gehirn und den Rest des Nervensystems. Fehlfunktionen der Leber beeinflussen v.a,. die Astrozyten, welche das Hauptgewebe des zentralen Nervensystems bilden. Sind diese betroffen, folgen Apathie, Desorientiertheit, Delirium, Muskelstarre und Koma. Durch den Darm resorbierte stickstoffhaltige Schlacken, die normalerweise durch die Leber entgiftet werden, gelangen über die Blutbahn ins Gehirn. Erreicht dort eine Schlacke wie z.B. Ammoniak überhöhte Konzentrationen, verändern sich die Blutgefäße im Gehirn und die Blut-Hirn-Schranke wird durchlässig. Dadurch gelangen verschiedenste Gifte ins Gehirn und verursachen weitere Schäden. Wenn die Neuronen im Gehirn nicht genügend Nährstoffe erhalten, verkümmern sie. Die Folgen sind Demenz oder die Alzheimer-Krankheit. Sind die Neuronen, die das Gehirnhormon Dopamin produzieren, unterernährt, folgt das Parkinson-Syndrom. Multiple Sklerose (MS) bricht aus, wenn die Myelin (eine fetthaltige Ummantelung der meisten Nervenfasern) produzierenden Zellen unterernährt sind. Die Myelinschicht schwindet und die Nervenfasern werden geschädigt.
  • Die Leber kontrolliert die Verdauung, die Resorption und den Stoffwechsel der Fettstoffe im Körper. Gallensteine behindern den Fettstoffwechsel und beeinflussen die Cholesterinwerte im Blut. Cholesterin ist ein wesentlicher Baustein all unserer Körperzellen und wird in jedem Stoffwechselverlauf gebraucht. Unser Gehirn besteht aus mehr als 10 % Cholesterin (i.d. Trockenmasse). Cholesterin ist wichtig für die Gehirnentwicklung und die Gehirnfunktion. Es schützt Nerven vor Schäden oder Verletzungen. Ein Ungleichgewicht der Flutfette kann das Nervensystem zutiefst beeinträchtigen und fast jede Krankheit im Körper hervorrufen. Gallensteine aus der Leber und der Gallenblase zu entfernen, erhöht die Nährstoffversorgung aller Zellen, verjüngt das Nervensystem und verbessert alle Körperfunktionen. [21]

 

Achtung: gesättigte Fette:

Fettes rotes Fleisch, Butter und vollfette  Milchprodukte enthalten sehr viel gesättigte Fette. Ob etwas gesättigte Fette enthält, erkennt man daran, dass der Fettbestandteil bet Zimmertemperatur fest ist (denken Siedaran, was passiert, wenn nach dem Braten von Hackfleisch Fett in der Pfanne zurückbleibt. Diese Fette fördern die Produktion von LDL-Cholesterin, der Ursache von Arteriosklerose. Unzählige Studien ergaben, dasses vor Herzerkrankungen schützen kann, gesättigte Fette nur in geringen Mengen zu verzehren. [22]

 

L-Carnitin:

Wie das Coenzym Q10 ist auch Carnitin eine natürlich im Körper vorkommende Substanz, die im Muskelgewebe gespeichert wird und für das Funktionieren des Herzens unentbehrlich ist. Carnitinmangel entsteht u.a. durch allzu starke körperliche Bewegung (z.B. Hochleistungssport), Krankheit oder ungenügende Zufuhr mit der Nahrung. Mit zunehmendem Alter sinkt der Carnitinspiegel im Körper meist ab. Für den Fettstoffwechsel ist diese Substanz unbedingt vonnöten: Sie „begleitet“ die Fettsäuren dorthin, o sie verbrannt werden, nämlich in die Mitochondrien der Zellen (kleine Zellorganellen, die für die Fettverbrennung wichtig sind). Hier wird bei der Oxidation von Fetten ATP freigesetzt, eine Substanz, die Energie zum Herzen befördert, damit es richtig punpen kann. Kurz, das Herz braucht Carnitin als Energiespender. Besteht Carnitinmangel, reichern sich die Fettsäuren im Herzmuskel an, statt verbrannt zu werden, und können die Herzzellen und damit die Herzfunktion schädigen.

Studie ergaben, dass  Carnitin einen potentiellen therapeutischen Nutzen bei der Behandlung von Angina pectoris, Arrhythmien und Arteriosklerose hat. Eine tägliche Carnitinzufuhr von 750 bis 1000 mg pro Tag reduziert demnach den Gesamtcholesterinspiegel sowie die Triglyceridwerte, erhöht den HDL-Anteil und verbessert die Herzleistung.

Carnitin ist vorwiegend in Nahrung tierischen Ursprungs enthalten. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass die L-Form dieser Aminosäure sicherer und  effektiver ist als die D-Form oder das DL-Carnitin. Als Nahrungsergänzung wird meist L-Carnitin angeboten.

Wie Sie Carnitin anwenden können: Meist wird es in Kapseln und Tabletten zu je 250 bis 500 mg oder aber in flüssiger Form angeboten. Die tägliche Durchschnittsdosís, mit der Sie Herzerkrankungen vorbeugen helfen können, beträgt 250 bis 500mg. [23]

 

Chrom:

Das Spurenelement Chrom ist ein essentieller Bestandteil des sog. Glucosetoleranzfaktors, der die Insulinfunktion regulieren hilft. Das bedeutet, Chrom spielt eine wichtige Rolle im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, zu dem auch die Glucose (der Blutzucker) gehört. Studien deuten darauf hin, dass Chrom möglicherweise auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Leiden genutzt werden kann, denn sein günstiger Effekt auf den Blutzuckerspiegel dehnt sich auch auf die Fett- bzw. Cholesterinspiegel aus. Seit langem ist bekannt, dass Zuckerkranke erheblich stärker gefährdet sind als andere, an kardiovaskulären Leiden zu erkranken. In großen Bevölkerungsstudien hat sich herausgestellt, dass Menschen mit hohen Gewebechromwerten signifikant seltener herz- und kreislaufkrank sind; niedrige Chromwerte hingegen gehen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einher. „Chrom ist vielleicht nur einer der Faktoren die dazu beitragen, dass es zwischen den verschiedenen Kulturen solche Unterschiede im Auftreten von Diabetes und Arteriosklerose gibt“, meint dazu Dr. med. Elson Haas, „aber erzählt sicherlich zu den wichtigsten.“

Wie das Niacin – ebenfalls ein Teil des Glucosetoleranzfakturs – ist Chrom bereits zur Behandlung überhöhtere Cholesterinspiegel eingesetzt worden. In manchen Studien wurden sehr hohe Dosen, bis zu 2 mg täglich, verwendet; positive Effekte auf die Blutfett- und Cholesterinwerte sowie die HDL-Fraktion wurden aber auch bei Pobanden beobachtet, die nur die durchschnittliche Chrommenge von 0,2 bis 0,4 mg pro Tag zu sich nahmen. In einigen vielversprechenden Studien scheint sich anzudeuten, dass die Kombination von Chrom und Niacin bestens geeignet st, die üblichen Nebenwirkungen einer Niacintherapie zur Cholesterinsenkung auf Null zu reduzieren. In einer Studie an älteren Menschen beispielsweise gelang es, mit 0,2 mg Chrom und 0,1 mg Niacin pro Tag den LDL-Wert im Blut signifikant zu senken.

Zu den biologisch aktiven Formen von Chrom gehören der Glucosetoleranzfaktor, Chrompicolinat sowie Chrompolynicotinat. Meist wird das Spurenelement mit anderen Vital- und Ergänzungsstoffen kombiniert; achten Sie beim Einkauf von Multivitamin- bzw. Multimineralstoffpräparaten darauf.

Wie Sie Chrom anwenden können: Chrompräparate werden zumeist als Tabletten (zu je 0,1 oder 0,2 mg), Kapseln oder in flüssiger Form angeboten. Die Durchschnittsdosis für Erwachsene, die ihr Herz schützen wollen, beträgt 0,2 bis 0,4 mg pro Tag. [24]

 

Vorsicht: Medizinische Kohle:

Dabei handelt es sich um reine Kohle, die durch ein spezielles Verfahren besonders aufnahmefähig für Partikel und Gase des Verdauungstraktes gemacht worden ist. Relativ hohe Dosen – 25 bis 50 g pro Tag über einige Monate hinweg – können – vorläufigen Studie zufolge, den Cholesterin und Blutfettspiegel insgesamt erheblich senken, das schädliche LDL sogar um 40 Prozent reduzieren. Es gibt jedoch einen Haken:Solche eine Behandlung darf man nur unter strenger ärztlicher Überwachung durchführen, denn medizinische Kohle kann natürlich auch Nähr- und Vitalstoffe sowie etwaige Medikamente an sich binden und aus dem Körper leiten. Schwere Mangelzustände können die Folge sein. [25]

 

Niacin:

Niacin: Dieser Vitalstoff aus dem B-Komplex, auch Vitamin B3 oder B2-Faktor genannt, hilft dem Körper, Energie zu produzieren, Fette und Kohlenhydrate zu verstoffwechseln und Fettsäuren sowie Geschlechts- und Stresshormone auszuschütten. Ein Mangel an diesem Vitamin-B-Faktor trägt zur Entstehung von Pellagra bei; Leitsymptome sind raue, aufgesprungene Haut sowie Durchfall. Niacin ist in großen Mengen in Bierhefe, Erdnüssen, Hülsenfrüchten, Sesamsamen und vollem Korn enthalten. Therapeutisch eingesetzt wird es bei der Behandlung von Schizophrenie, Arthritis und Blutzirkulationsstörungen in den Gliedmaßen. Sein erfolgversprechendster therapeutischer Wert liegt aber wohl in der preiswerten, effektiven Senkung erhöhter Cholesterinwerte.

In zahlreichen Studien bestätigte sich, dass größere Dosen Niacin (2 bis 3 g täglich) den Gesamtcholesterinspiegel und das schädliche LDL senken, das HDL hingegen erhöhen können. Die Wirkung tritt ziemlich rasch ein (innerhalb weniger Wochen), ist sehr deutlich 8die HDL-Werte steigen um 30 Prozent oder mehr) und von langer Dauer. Allerdings: Hohe Dosen Niacin haben oft auch unerwünschte Nebenwirkungen. Dazu gehören Hitzewallungen im Gesichts- und Halsbereich (die sich meist schon ab Dosierungen von 50 bis 100 mg täglich bemerkbar machen) sowie Übelkeit, Müdigkeit, Verdauungsprobleme und Nervenstörungen.

Niacin wird in verschiedenen Präparaten angeboten, einschließlich solchen, die „keine Hitzewallungen“ oder „verzögerten Wirkungseintritt“ versprechen. Selbst hohe Dosen dieser Präparate senken jedoch den Cholesterinspiegel kaum, andere sind u. Umständen  lebertoxisch. Falls Sie es mit Niacin versuchen wollen, sollten Sie sich dabei unbedingt ärztlich überwachen lassen. [26]

 

Essentielle Fettsäuren:

Eine Ernährung, die reich ist an gesättigten tierischen Fetten, erhöht Studien zufolge das Risiko für koronare Herzkrankheiten signifikant. Ist die Nahrung hingegen reich an bestimmten Arten mehrfach ungesättigter Fette, die essentielle Fettsäuren enthalten, so wird das Herz nicht geschädigt, sondern im Gegenteil gut geschützt. Sowohl die Omega 3- als auch die Omega-6-Fettsäuren können die Herzfunktion positiv beeinflussen, indem sie die Prostaglandinproduktion regulieren. Prostaglandine sind hormonähnliche Fettsäuren, die der Körper selbst herstellt. Wie Hormone steuern auch sie bestimmte Körperfunktionen – u.a. den Cholesterin- und Triglyceridspiegel im Blut, die Blutgerinnung, den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt. Inzwischen hat sich in vielen Studien herausgestellt, dass eine Ernährung, die arm n essentiellen Fettsäuren ist, den Gesamtcholesterinspiegel sowie die Klebrigkeit der Blutplättchen erhöht. Immer wieder stellte man fest, dass die regelmäßige Zufuhr der beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Ducosahexaensäure das „gute“ HDL erhöhen und die „schlechten“ Triglyceride senken kann. Auch wenn die Omega-6-Fettsäuren noch nicht so gründlich erforscht wurden wie die Omega-3-Fettsäuren, gibt es inzwischen doch Anzeichen dafür, dass auch die Gammalinolensäure den Gesamtcholesterinspiegel senken kann. In einigen Studien wurde zudem gezeigt: Wer Präparate mit essentiellen Fettsäuren einnimmt, senkt die Klebrigkeit der Blutplättchen. Eine an Gammalinolensäure – auch pflanzlicher Herkunft – reiche Nahrung trägt außerdem dazu bei, die körpereigene Produktion bestimmter Prostaglandine zu erhöhen, die Thromben verhindern, und die Spiegel derjenigen Prostaglandine zu senken, die eine Thrombusbildung eher fördern.

Kürzlich wurde eine placebokontrollierte Studie an Angina-pectoris-Patienten vorgelegt (diese Menschen leiden n starken Herzschmerzen, weil ihr Herz nicht mehr richtig mit ´Blut versorgt wird). Sie ergab, dass die Einnahme von Fischölpräparaten die Zahl und Heftigkeit von Angina-pectoris-Attacken erheblich senken konnte. Darüber hinaus konnten sich die Probanden wieder vermehrt körperlich betätigen, ohne Schmerzen zu ´bekommen, und ihre Blutfettspiegel waren niedriger als zuvor.

Auch Bluthochdruck ist in Symptom dafür, dass es n essentiellen Fettsäuren fehlt. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Bluthochdruckkranke gut daran tun, Präparate essentieller Fettsäuren einzunehmen: Das senkt ihren Blutdruck. Einige weniger Studien haben außerdem gezeigt, dass auch die aus Pflanzen gewonnenen Omega-6-Fettsäuren (etwa Gammalinolensäure) ich positiv auf den Blutdruck auswirken. So setzte man beispielsweise Labortieren unter Stress; ihr dadurch erhöhter Blutdruck ließ sich mit Hilfe von Gammalinolensäure wiedersenken. Sowohl Omega-3-als auch Omega-6-Fettsäuren verursachen eine Erweiterung der Blutgefäße und wirken über die Prostaglandine auf den Blutdruck ein.

Menschen, die Medikamente zur „Blutverdünnung“ (Antikoagulanzien) einnehmen, unter Diabetes leiden oder Bluter sind, sollten allerdings erst einmal ärztlichen Rat einholen, bevor sie Präparate essentieller Fettsäuren schlucken. Die tägliche Dosis, mit der Sie sich gut vor koronaren Herzerkrankungen schützen können, beträgt 500 bis 1000 mg Gammalinolensäure pflanzlicher Herkunft. [27]



[1] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 98

[2] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 134

[3] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 137f.

[4] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 142

[5] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 178f.

[6] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 181

[7] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 193

[8] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 179

[9] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 177

[10] Budwig, Öl-Eiweiß-Kost, 7

[11] Béliveau, Krebszellen mögen keine Himbeeren – Das Kochbuch, 80

[12] Meyer, Ralf: Chronisch krank, 152f.

[13] Meyer, Ralf, Chronisch krank, 168

[14] Hey, Hendrik: “Hühnerei gegen Gedächtnisschwund“, in: AZ, 6./7.6.2007

[15] Döll: Arthrose, 2007, 105

[16] Döll: Arthrose, 2007, 106

[17] Döll: Arthrose, 2007, 106

[18] Döll: Arthrose, 107

[19] Beipackzettel Schönenberger naturreiner Pflanzensaft „Bärlauch“

[20] Moritz, Andreas: Die wundersame Leber- & Gallenblasenreinigung, S. 5f.

[21] Moritz, Andreas: Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung, S. 55-58

[22] Duke, James, Heilende Nahrungsmittel, 3. Auflage, 2010, S. 285

[23] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 277f.

[24] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 278f.

[25] [25] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 271f.

[26] Mayell, Mark, Forever fit, 1998, S. 272f.

[27] Mayell, Mark: Forever fit, 1998, S. 261-263

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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