Fruchtbarkeit

 

Vitamin E:

Vitamin E ist wichtig für die Entwicklung der Geschlechtsorgane und die Fruchtbarkeit. Bei einem Mangel kann es zu einer Schrumpfung und Schwächung der Geschlechtsorgane und Fruchtbarkeitsstörungen kommen. [1]

 

Selen:

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann nicht nur durch einen Jod-, sondern auch durch einen Selenmangel verursacht werden. [2] Die Schilddrüse ist Ort der Hormonbildung und Speicherung. Die dort produzierten Schilddrüsenhormone haben einen vielfältigen Einfluss auf unser Wohlbefinden. So sind sie beispielsweise am Grundumsatz und damit an der Bereitstellung von Energie mitbeteiligt. Außerdem spielen diese Stoffe eine erhebliche Rolle bei Wachstumsvorgängen und der körperlichen Entwicklung, insbesondere der Knochen und des Gehirns. Unter einem Mangel an Schilddrüsenhormonen können sich Wachstumsstörungen, Intelligenzdefizite, eine verzögerte Sexualentwicklung und Fruchtbarkeitsstörungen einstellen. Jeder Zweite in Deutschland hat eine Schilddrüsenvergrößerung, die häufig auf einen Jodmangel zurückzuführen ist. Ohne dieses Spurenelement ist die Produktion der dort gebildeten Hormone eingeschränkt – im Blut ist ein Defizit an Schilddrüsenhormonen nachweisbar. Weniger verbreitet ist das Wissen, dass ebenso Selen für die Bereitstellung der Schilddrüsenhormone notwendig ist. Auch bei einem Selenmangel kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen (z.B. Wachstums- und Entwicklungsstörungen, Wassereinlagerungen, trockene, schuppige Haut, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme) breitmachen.

Bei einem Jodmangel in der Schilddrüse werden vermehrt giftige Hydroperoxide gebildet, die allerdings durch die selenhaltige Gluthationsperoxidase unschädlich gemacht werden können. Somit schaukeln Jod und Selen zusammen die Gesunderhaltung der Schilddrüse. Ein Mangel des einen Elementes zieht oft ein Defizit des anderen nach sich. Wichtig ist also, dass man beide Stoffe in ausreichender Menge zuführt. Allerdings ist festzuhalten, dass auch ein Überangebot an Jod bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen problematisch sein kann. [3]

 

Selen:

Giftige Schwermetalle wie z.B. Cadmium und Blei nehmen wir z.T. über die Nahrung auf. Sie lagern sich im Knochen und im Gehirn ab und schädigen u.a. Leber, Nieren und unser Immunsystem. Ebenso können die Gifte aber auch in die Geschlechtsorgane gelangen und dort die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. [4] Bei Selenmangel kann es zu Fruchtbarkeitsstörungen kommen. [5]

 

Achtung: Erbsen sind reich an empfängnisverhütenden Stoffen:

In der Volksmedizin wird die Erbse v.a. als Mittel gegen die Fruchtbarkeit gerühmt. 1949 machte sich der indische Wissenschaftler Dr. S.N.Sanyal vom bakteriologischen Institut in Kalkutta den Nachweis seiner Überzeugung zur Lebensaufgabe, dass der durchschnittlich hohe Verzehr von Erbsen tatsächlich den Bevölkerungszuwachs in Tibet eingedämmt habe. Sein Ziel bestand darin, den empfängnisverhütenden Stoff in Erbsen zu identifizieren und in ein fruchtbarkeitssenkendes Medikament zum Einsatz in Indien und auch in der übrigen Welt umzuwandeln. Fast wäre ihm das auch gelungen. Über Jahre hinweg gehörte es zu den Prioritäten der indischen Regierung, das erstaunliche empfängnisverhütende Geheimnis der Erbse zu isolieren. Schon 1953 hatte ein indischer Professor festgestellt, dass sowohl männliche als auch weibliche Versuchsratten, die nur „Martar“-Erbsen- fraßen, steril waren. Wenn Erbsen 20 Prozent des Futters ausmachten, fielen die Würfe kleiner aus; wenn es 30 % waren, kam es gar nicht erst zum Nachwuchs. Dr. Sanyal gelang es, den empfängnisverhütenden Stoff in der Erbse zu identifizieren, das M-Xylohydrochinon. Er synthetisierte es, konzentrierte es in Kapseln und gab  es Frauen, ihre Schwangerschaftsrate sank um 50 bis 60 Prozent. Wenn Männer die Kapsel mit dem die Fruchtbarkeit dämpfenden Erbsenstoff nahmen, verringerte sich ihre Spermamenge um di Hälfte. Die Erbsensubstanz kam auf irgendeine Weise den Fruchtbarkeitshormonen Progesteron und Östrogen in die Quere. Dr. Sanyals Tests bei Menschen „bestätigten eindeutig die empfängnisverhütenden Eigenschaften des Öls von Pisum sativum (der Erbse) bei oraler Einnahme“ meint auch Dr. Norman Farnsworth von der Iniversity of Illionis, ein führender Experte auf dem Gebiet empfängnisverhütender Medikamente. Aber wie er hinzufügt, gelang es den Erbsenstoffen nie, sich einen Platz unter den Empfängnisverhütungsmitteln zu erobern, weil ihre Wirkung nicht an die anderen Pharmazeutika heranreichte, nämlich an die Pille. [6]

 

Fruchtbarkeit: Goji, Granatapfel: [7]

100 Gramm getrocknete Goji-Beeren decken unseren Tagesbedarf an Mangan (fördert Gedächtnis und Fruchtbarkeit). [8] Granatäpfel sind seit alters herein Symbol für Fruchtbarkeit, Verjüngung und langes Leben. [9]

 

Vitamin-E-Mangel:

Quellung der Zwischenzellsubstanz, folglich: verminderte Festigkeit der Gefäßwände (S.608), folglich: schlechter Aufbau und schlechter Erhalt von Körperzellen, schlechter Eiweißstoffwechsel (S.562), schlechtere Drüsenfunktionen (S.606), Herzmuskelschwäche (S.609), Anfälligkeit gegen Krebs (S.562), schlechte Zellatmung, schlechter Stoffwechsel (S.563).

Gefahr von Unfruchtbarkeit bei der Frau und beim Mann (S.608), Gefahr von Fehlentwicklungen beim Fötus (S.609), Fehl- oder Frühgeburten, Periodenkrämpfe und Klimakteriumsbeschwerden, Frigidität und Impotenz, Herzbeschwerden (S.563), Muskeldegenerationen, Herzmuskelschwäche, Nervenschäden (S.609), mangelnde periphere Durchblutung (S.563), mangelnde Keimdrüsentätigkeit und Organtätigkeit, Folgen sind Fettleibigkeit oder Magerkeit, auch Prostatavergrößerung (S.564), bewirkt bei Kindern Müdigkeit (S.565). Vitamin E in: in Weizenkeimen, Weizenkeimöl (S.563), im Naturreis (S.579). [10]

 



[1] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 97

[2] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 177

[3] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 180f.

[4] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 187

[5] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 186

[6] Carper, Jean: Nahrung ist die beste Medizin, 2001, S. 245-247

[7] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 2008, S. 322

[8] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 2008, S, 128

[9] Simonsohn, Heilkraft aus den Tropen, 2008, S. 134

[10] Quelle: http://www.geschichteinchronologie.ch/med/DrVogel/10_allgemeine-krankheiten.htm Wahrscheinlich aus: Alfred Vogel: Der kleine Doktor. Hilfreiche Ratschläge für die Gesundheit. Verlag A.Vogel, Postfach, CH-9053 Teufen AR, 66.Auflage 1991 (-> der Artikel, den Palomio daraus zusammengestellt hat, dürfte lauten: (und findet sich auf der oben angegebenen Internetseite): Dr. Vogel: Naturheilkunde mit Gemüse, Früchten, Blumen, Ölen und Milch; 10. Krankheitsbehandlungen: Allgemeine Krankheiten von Michael Palomino).

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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