Gelenke

 

Vorsicht:

Fleisch und Wurst enthalten größere Mengen an Fettsäuren, von denen v.a. die Archidonsäure gefährlich werden kann. Bei der üblichen fleischreichen Kost werden etwa 200 bis 400 mg täglich aufgenommen. Aus diesem Überangebot bilden sich im Körper Entzündungsstoffe, die zu Allergien, Neurodermitis oder rheumatischen Erkrankungen führen, wie zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis, bei der die Gelenke angegriffen werden. Vegetarier zeigen kaum gichtartige oder arthritische Krankheitsbilder. [1]

 

keine auspowernden Ausdauersportarten:

Wer regelmäßig Ausdauersportarten betreibt und sich hierbei völlig „auspowert“, der tut seinem Körper nichts Gutes, denn die hierbei im großen Ausmaß gebildeten freie Radikalen schädigen die Gelenke (Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 64)

 

Vorsicht: Erkrankungen und Medikamente, die den Körper an Vitamin C verarmen lassen:

Erkrankungen: entzündliche Gelenkerkrankungen

Medikamente: Cortison, Schmerzmittel [2]      

 

Vitamin E:

Stark ausgeprägte Entzündungen können z.B. bei bestimmten Formen von Gelenkerkrankungen „Rheuma“) sein. Dort sieht man besten, wie sich solche Prozesse auswirken können: Die Gelenke schwellen an und schmerzen. Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt. Vitamin E hemmt solche Entzündungen und sorgt für eine Normalisierung der eingeleiteten Stoffwechselreaktionen. Das ist gerade bei den entzündlichen Rheumaformen (z.B. chronische Polyarthritis) von Interesse. Schmerzmittel, die in der Rheumatherapie häufig eingesetzt werden, können für den Magen problematisch sein – jährlich sterben in Deutschland etwa 2000 Menschen an den Folgen von Magenblutungen, die durch diese Arzneimittel verursacht wurden. Untersuchungen mit betroffenen Patienten haben gezeigt, dass hochdosiertes Vitamin E die Beweglichkeit der Gelenke verbessert, Schwellungen und Rötungen zurückgehen läßt und die Schmerzen vermindert. Ein Vergleich mit gängigen Schmerzmitteln (Diclofenac) erbrachte für das Vitamin E sogar so gute Ergebnisse wie diese – nur eben ohne Nebenwirkungen. [3]

 

Silicium= Kieselsäure:

Bindegewebe finden wir z.B. in den Gelenken oder als Hüllsubstanz zwischen den verschiedenen Organen. Dort hat das Bindegewebe alle Hände voll zu tun: Es muss Nährstoffe heranschaffen und Gifte und Abfallstoffe über die Lymphe bzw. das Blut wegtransportieren. Die äußere Hautschicht ist nicht mit Blutgefäßen versehen – die Ernährung und der Stoffaustausch erledigen die tiefer gelegenen bindegewebshaltigen Hautschichten. [4]

 

Hagebuttenextrakt:

hat neben der entzündungshemmenden auch antioxidative Wirkung, bekämpft also freie Radikale, die den Knorpel weiter schädigen können. Beim Arthrose-Weltkongress OARS/2009 in Montreal (www.oarsi.org) wurden zwei Studien mit dem Präparat Litozin vorgestellt. Die Schmerzen der Patienten ließen durch diese Behandlung nach und die Beweglichkeit der Gelenke nahm wieder zu. Die Wirkung trat nach etwa 4-6 Wochen in. Die Patienten hatten eine Tagesdosis von 5 g eingenommen (morgens und abends je 2,5 g) und berichteten, dass auch nach dem Ende der Einnahme die Wirkung noch lange Zeit anhielt. [5]

 

Teufelskralle:

Die Wirksamkeit der Teufelskralle bei Gelenkerkrankungen wurde auch in wissenschaftlichen Studien mehrfach nachgewiesen. Den Wirkstoff gibt es in Salben und zum Einnehmen. Doch es braucht Geduld dafür, denn die Qualitäten der Teufelskralle zeigen sich nur langsam. [6]

 

Weidenrinden-Extrakte:

Weidenrinden-Extrakte kommen seit vielen Jahrhunderten als entzündungshemmende Schmerzmittel zum Einsatz. Salicin ist der Hauptwirkstoff, der in seiner natürlichen Bindung oft besser vertragen wird als in der synthetisierten ASS (Acetylsalicylsäure). Trotzdem kann es auch hier zu Unverträglichkeiten mit dem Magen kommen. [7]

 

Weihrauch:

Das Harz des Weihrauchbaums wird in Indien schon seit Jahrtausenden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. V.a. den im Harz enthaltenen Boswelliasäuren wird heute die entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben Bei aktivierter Arthrose kommt meist Boswellia Serrata zum Einsatz, in Kapseln zum Einnehmen. [8]

 

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente:

Nicht nur Vitamin C und Magnesium sind wichtig, auch ein Mangel an anderen Mikronährstoffen kann entsprechende Folgen für den Knochenstoffwechsel haben. [9]

 

Condroitin und Glucosamin:

Condroitin und Glucosamin helfen der angegriffenen Knorpelsubstanz beim Wiederaufbau, wirken entzündungshemmend und unterstützen die Bildung der Gelenkflüssigkeit. Als Tagesdosis für Chondroitin werden 1200 mg empfohlen, bei Glucosamin sollen es 1500 mg sein. [10]

 

Pfefferminze v.a. bei Augenentzündung im Zusammenhang mit einer rheumatischen Erkrankung:

Pfeffermine (Mentha piperita) wird als eingeatmetes Dampfbad(ausschließlich bei Erwachsenen!) mit gutem Erfolg bei trockenem Augen angewendet. Es hilft besonders dann, wenn die Augenentzündung mit einer rheumatischen Erkrankung gekoppelt ist. [11]

 

Achtun: Auswirkungen von nitrosativem Stress:

-        Blockade wichtiger Enzyme in den Mitochondrien, die für die Produktion der Zellenergie (ATP) verantwortlich sind (Eisen-Schwefelhaltige und Eisenhaltige Enzyme, Aconitase)

-        Vermehrte intrazelluläre Säurebildung mit weiterer Inaktivierung verschiedener Enzyme; Zwang zur Aktivierung der aeroben Glykolyse (Vergärung von Zucker), eine Art „Notstromaggregat“, das allerdings nur 1/16 der üblichen ATP-Menge liefern kann!

-        Vermehrter oxidativer Stress (Bildung von Sauerstoffradikalen) mit sekundären Schäden der Zellkern-DNA mitochondrialen DNA, und anderen Zellbestandteilen und einem deutlich erhöhten Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln.

-        Cholesterinerhöhung durch Hemmung eines den Cholesterinstoffwechsel in der Leber regulierenden Enzyms (Hepatische 7 –alpha-Hydroxylase)

-        Aktivierung des Immunsystems (proinflammatorische Zytokine) mit sekundären, aseptischen Entzündungen im Bereich der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder und der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen.

-        Aktivierung diverser Rezeptoren des Zentralnervensystems (NMDA- und Vanilloid-Rezeptoren) mit sekundären neurologischen, psychischen und vegetabilen Symptomen.

-        Abbau von und dadurch Mangel an diversen Vitaminen (Vitamin C, B1, B2, B5, B6, B12, Vitamin E, Vitamin D, Folsäure), Mineralien, Spurenelementen (Selen, Magnesium, Zink)

-        Hemmung der Synthese von physiologischem, neuronalen und endothelialen NO und Anstieg des asymmetrischen Dimethylarginings, damit erhöhtes Gefäßerkrankungs- und Hypertonierisiko, sowie Störungen zentralnervöser Funktionen.

-        Peroxinitrit nitrosiert aromatische Aminosäuren und oxidiert SH-Gruppen. Es wirkt hochgradig neurotoxisch durch irreversible Hemmung der Mitochondrienfunktion.

-        Störungen des Katecholamin-, Melanin-, Serotonin-, Tyrosin-, Tryptophan- und Phenylananinstoffwechsels mit folgender Minderung der Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen. [12]

 

OPC:

Forscher entdeckten bei Studien mit OPC:

OPC:

-        hält Knorpel gesund

-        mindert Entzündungen und Schmerzen

-        verbessert die Beweglichkeit.

 

H 15 Gufic:

Anti-inflammatory medicini, 100 Tablets EUR 69, 30

 

ACHTUNG: Die Sofort- und die Typ-3-Allergie:

Die Sofort-Allergie, die bereits nach wenigen Sekunden oder Minuten nach Aufnahme eines Fremdeiweißes auftritt, wird durch Abwehreiweiße namens Immunglobulin E ausgelöst. BEi der Typ-3-Allergie dagegen handelt es sich um Zeit verzögert auftretende allergisch-entzündliche Reaktionen, dir erst vier bis 72 Stunden nach der Eiweißaufnahme in Erscheinung treten und von dem Immunglobulin G-1-4 gestartet werden. Die Zyp-3-Allergie wird daher auch „maskierte allergische Reaktion“ oder „Spät-Reaktion“ genannt.

Prinzipiell wird nach jeder Nahrungsaufnahme das Immunsystem aktiviert. Nicht jeder Mensch, der Immunglobulin G-1-4-Antikörper gegen Nahrungseiweiße bildet, zeigt jedoch allergische, entzündliche oder degenerative Erkrankungen. In der Cellsymbiosistherapie spielen IgG-1-4-Antikörpertests eine wichtige Rolle. Warum dies so ist, versteht man, wenn man weiß, wie Abwehrreaktionen des Körpers generell – auch gegen Nahrungsmittelproteine – ablaufen können.

Bei jeder allergischen Reaktion wird das Hormon Histamin ausgeschüttet. Dies gilt sowohl bei der Sofort-Allergie, die durch Immunglobulin E ausgelöst wird, als auch bei der durch Immunglobulin G-1-4 gestarteten „Spät-Reaktion“. Dieses Hormon Histamin kann, wenn es nicht durch das im Blut meßbare Enzym Diaminoxidase schnell genug abgebaut wird, folgende Mechanismen im Organismus auslösen:

-        Erweiterung der Blutgefäße, was zu einem Flüssigkeitsaustritt aus den Blutgefäßen in das Gewebe  führen kann – und damit zu einem Anschwellen und einer Druckzunahme in dem betroffenen Gebiet (phasenweise geschwollene Finger, Gesichtspartien, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung)

-        Geschieht dies im Gehirn, so kann Migräne entstehen, da die aus den Blutgefäßen ausgetretene Flüssigkeitsmenge die Gehirnnerven komprimieren kann.

Dabei werden entzündungsfördernde Botenstoffe des Immunsystems freigesetzt (Typ-1-Cytokine, die durch Immunglobulin G-1-3 stimuliert werden), die die Freisetzung von Stickstoffmonoxidgas aktivieren (NO-Gas), was zu Muskel-, Bindegewebe- und Gelenkentzündungen führen kann (Inaktivierung der Mitochondrienfunktion mit reduzierter Zellleistung und Aktivierung der notwendigen Zellregenerationsleistung mit Aktivierung des G-Genoms mit Zuckerverstoffwechselung und Milchsäurebildung). [13]

 

Übergewicht abbauen:

Etwaiges Übergewicht belastet die Gelenke und muss abgebaut werden. [14]

 

Vitamin E:

Es hat sich längst bewährt, bei Gelenkbeschwerden Vitamin E einzusetzen, am besten über einen längeren Zeitraum täglich 1 Kapsel natürliches Vitamin E, 200 internationale Einheiten. [15]

 

Reduzierung des Fleisch- und Fettkonsums, sowie des Zuckerkonsums und Zufuhr von Obst und Gemüse:

Bei Gelenkbeschwerden hilft es, wenn man den Fleisch- und Fettkonsum sowie den Zuckerkonsum reduziert, dafür mehr Obst und Gemüse verzehrt. [16]

 

Cayennepfeffer bei Gelenkschmerzen (erfolgreich und längerfristig einzusetzen):

Als Columbus auf seiner Rückfahrt von Amerika Paprika und die spezielle Paprika-Art Cayennepfeffer mitführte, rieben sich jene Matrosen, die an Gelenkbeschwerden litten, mit dem Saft des Gewürzes die schmerzenden Stellen ein und hatten Erfolg. Heute nützt die Medizin die Substanzen Nonivamid und Infrotto ultra aus dem Cayennepfeffer. Man trägt die weiße Milch (Apotheke= mit einer Massage auf die Gelenke auf. [17]

 

Enelbin-Kaolin (erfolgreich und längerfristig einzusetzen) bei Gelenkschmerzen:

Nach wie vor bewährt sich als nebenwirkungsfreie Behandlung eine Kur mit dem klassischen Enelbin-Kaolin. Das ist Tonerde, reich an Aluminiumsilikat, wie sie schon unsere Großmütter benützten. Sie besorgen sich die Enelbin- Tonerde aus der Tonerde aus der Apotheke, legen die Tube mit der Paste entweder in den Kühlschrank oder lassen sie zimmerwarm werden – je nachdem, ob Sie die Erde kalt oder warm anwenden wollen. Dann tragen Sie die Paste auf die schmerzenden Stellen auf, geben ein Tuch darüber und lassen das Ganze – am besten über Nacht – einwirken. Eine Kur: 4 Wochen lang, 3mal die Woche. 

 

Eiswürfel oder Wärmflasche oder Auflegen von heißen, zerdrückten Pellkartoffeln mit Schale, Einreibungen mit Franzbranntwein oder asiatischem Tifgerbalsam bei Gelenkschmerzen:

Als erste Hilfe: Holen Sie ein paar Eiswürfel aus dem Kühlschrank, schlagen Sie sie in ein Tuch ein und legen sie diese auf. Wenn Sie Wärme brauchen: Legen Sie eine mit heißem Wasser gefüllte Wärmflasche auf oder heiße, zerdrückte Pellkartoffeln mit Schale. Auch Einreibungen mit Franzbranntwein oder asiatischem Tigerbalsam helfen. [18]

 

Achtung:

Zuerst muss man grundsätzlich unterscheiden, um welche Art von Gelenkbeschwerden es ich handelt. Denn danach richtet sich sehr oft die Therapie: Bei der Arthritis handelt es sich um eine Entzündung, die vorerst mit Kälte bekämpft werden sollte. Bei der Arthrose  - das ist eine Abnützungserscheinung und eine Degeneration – hat man mit Wärme mehr Erfolg. Grundsätzlich gilt die Regel: Man spürt selbst, was für einen besser ist: Wärme oder Kälte. [19]

 

Quigong:

Zunächst einmal haben die langsamen, entspannten Bewegungen keine körperlichen Überlastungsreaktionen zur Folge. Sie entsprechen ziemlich genau den Vorgaben, die Orthopäden für das Training der Gelenke machen: ohne mechanische oder Gewichtsbelastung.

Die Gesundheitsregulation durch die Basisübungen wirkt auch unabhängig vom spirituellen Qui-Gefühl, allerdings gehört zur richtigen Technik die sog. „Qui-Führung“, das Leiten und Sammeln des Qui im Körper. Es ist also wichtig, sich das Qui-Gefühl, auch wenn man nicht daran glaubt, zunächst einmal vorzustellen – später  spürt man es dann auch. Ohne die Vorstellung von „Qui“ bleiben die Übungen nur Gymnastik. Die wirkt zwar auch ein bisschen, aber eben nicht ganzheitlich. [20]

 

Flavonoide, z.B. Aronia:

Zur antiinflammatorischen Wirksamkeit der Flavonoide wurden in der Vergangenheit zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Diese blockieren das Enzym Phospholipase A2 und damit die Bereitstellung der Archidonsäure, die selbst wiederum das Ausgangsprodukt für diverse Entzündungsmediatoren darstellt. Desweiteren wird die Aktivität der Lipoxygenasen und damit die Bereitstellung entzündungsfördernder Leukotriene gehemmt. Ebenso werden die Cyclooxygenasen und deren Reaktionsprodukte gedrosselt. Berücksichtigt man die neueren Erkenntnisse der medizinischen Forschung, wonach die typischen Zivilisationskrankheiten (z.B. Herz-, Kreislauferkrankungen, Krebs, Hyperinsulinämien und Diabetes mellitus sowie neurologische Erkrankungen) durch entzündliche Prozesse im Organismus induziert werden, so ergibt sich zusätzlich unter dem Aspekt der antientzündlichen Wirksamkeit der Polyphenole eine interessante mögliche protektive Wirkung durch die Pflanzeninhaltsstoffe, die in der Aroniabeere besonders konzentriert vorhanden sind. Im Tierversuch wurde in einer kürzlich publizierten Studie die Wirkung eines Aroniaextraktes auf die endotoxininduzierte Entzündung der Uvea (Augenhaut) untersucht. Die Erfassung einer Reihe von Entzündungsmarkern (z.B. Cyclooxygenaseaktivität, TNFalpha) bestätigte die antiinflammatorische Wirksamkeit des Aroniaextraktes und zeigte, dass der Gesamtextrakt deutlich effizienter war als isoliert verabreichte Flavonoide (z.B. Anthocyane, Quercetin). [21]

 

Aloe Vera:

Das reine Gel der Aloe Vera bei der innerlichen Anwendung erstaunliche Effekte bei den verschiedensten Krankheitsbildern. Die mehr als 200 Wirkstoffe aus dem Maya Gebiet sind in der Lage, den ganzen Organismus zu vitalisieren . Bei Arthrose wirkt Aloe Vera unterstützend. Den  zwischen den Gelenken befindet sich ine Flüssigkeit, die durch die Glykonährstoffe der reinen Aloe Vera versorgt wird. Arthrose ist ein degenerativer Prozess, bei dem die Gelenkschmiere abnimmt. Durch das tägliche Eincremen mit dem Revitalgel und Körperlotion wird die Beweglichkeit deutlich verbessert und die Haut wird glatt und geschmeidig. Denn die reine Aloe Vera zieht im Gegensatz zu wasser- oder ölhaltigen Cremes in die Haut ein und liefert viele Nährstoffe an Stellen, wo sie gebraucht werden. [22]

 

Grüntee:

Grüntee-Wirkstoff hemmt Entzündungen in den Gelenken:

Der Gerbstoff Epigallocatechin-Gallat  (EGCC) scheint ein wahres Multitalent für die Vornbeugung und Bekämpfung von Krankheiten zu sein. Eine neue Studie förderte ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet für den Gerbstoff zutage: entzündliche Gelenkerkrankungen. An der Universität von Michigan in Ann Arbor erforschte das Team von Dr. Salahuddin Ahmed den Einfluss von EGCC auf Zellen der Gelenkinnenhaut von Menschen mit chronischer Polyarthritis und stellte fest, dass der Gerbstoff aus dem grünen Tee entzündungshemmend wirkt.

Die Forscher vermehrten für die Studie Zellen aus der Gelenkinnenhaut von Patienten mit rheumatoider Arthritis im Labor. Wurden die Zellkulturen ausschließlich mit EGCC behandelt, traten weniger entzündliche Reaktionen, die bei Polyarthritis zu einer Zerstörung des Knorpelgewebes führen, auf als bei unbehandelten Zellen. [23]

 

Saft- und Gemüsebrühen:

Eine Studie der Universität Jena zeigte, dass Heilfasten arthrosebedingte Beschwerden signifikant lindern kann. An Arthrose erkrankte Patienten fasteten unter ärztlicher Aufsicht 15 Tage lang. Es gab nur frische Säfte und Gemüsebrühe. Effekt: Die Schmerzen ließen deutlich nach, die Beweglichkeit nahm zu. Die positiven Auswirkungen hielten länger als drei Monate an. Fleischverzicht und Gewichtsabnahme sind vermutlich die Ursachen dafür, so die Forscher. [24]

 

Wichtige Nährstoffe, die die Gelenkschmiere im Gelenkspalt liefert:

Wichtige Nährstoffe, die die Gelenkschmiere im Gelenkspalt für das Knorpelgewebe liefert, sind z.B. Mineralstoffe, Zucker und Eiweiß. [25]

 

Gesundes Gelenk:

Die am gesunden Gelenk beteiligten Knochen sind mit einer glatten, elastischen Knorpelschicht überzogen, i nur wenige Millimeter dick ist und dafür sorgt, dass die Knochenenden bei der Bewegung problemlos aneinander vorbeigleiten. Zudem schützt das Knorpelgewebe als eine Art Stoßdämpfer die Knochen vor Erschütterungen. Zwischen den beiden Knochenenden, in dem so genannten Gelenkspalt, befindet sich die Gelenkschmiere, eine zähe Flüssigkeit, die wichtige Nährstoffe (z.B. Mineralstoffe, Zucker, Eiweiss) für das Knorpelgewebe liefert und Abfallstoffe aus dem Gelenkspalt entfernt. Die Gelenkflüssigkeit sorgt dafür, dass die Gelenkflächen leicht und schonend aufeinander gleiten. Die Gelenkschmiere wird von der Gelenkinnenhaut gebildet und laufend erneuert. Während das Knorpelgewebe nicht an das Blutgefäßsystem angeschlossen ist und somit selbst keine Blutgefäße aufweist, ist die Gelenkinnenhaut von Blutgefäßen durchsetzt. Außen wird das Gelenk von der Gelenkkapsel abgeschlossen, die aus der inneren und der äußeren Gelenkhaut aufgebaut ist und für eine zusätzliche Stabilisierung des Gelenks sorgt.

Das Gelenk wird zusätzlich durch die Gelenkbänder zusammengehalten, welche die Gelenke in ihrer Funktion unterstützen und ein Verrutschen oder Auskugeln der Gelenkkörper verhindern. Schließlich sind für die Gelenkfunktionen auch die Muskeln von Bedeutung, die mit den einzelnen Knochen über Sehnen verbunden sein können. Häufig sind ganze Muskelgruppen als Mitspieler für den komplexen Bewegungsablauf mitverantwortlich. Manchmal steuern sie auch als Gegenspieler einer übertriebenen Bewegung entgegen, fangen Stöße ab und schützen damit das Gelenk.

Gleitverbessernd wirken zusätzlich Sehnenscheiden – das sind Kanäle, in denen die Sehnen liegen – und Schleimbeutel – klein, mit Flüssigkeit gefüllte, druckelastische Polster, die Erschütterungen abfangen und Bänder und Sehnen schützen.

Nervenenden, die als Steuersignal letztlich die Bewegung mit auslösen oder auch n der Schmerzentstehung (Verletzungen) mit beteiligt sind, kommen in den Muskeln, in der Gelenkinnenhaut und in den Bändern vor. Diese Nervenenden lösen beispielsweise bei einer Überdehnung der Bänder als Warnsignal den Schmerz aus, der den Bewegungsapparat vor weiterem Schaden bewahren soll. Sie fungieren als eine Art Notrufsäule.

 

Wichtige Bausteine der Gelenke:

-        Gelenkbildende Knochenenden

-        Gelenkknorpel

-        Bänder

-        Sehnen

-        Muskeln

-        Blutgefäße

-        Nerven [26]

 

Bewegung:

Bewegung nährt den Gelenkknorpel. Unser Körper benötigt zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen Nährstoffe. Diese dienen einerseits als Baustoffe für die Erneuerung von Körpergewebe, andererseits liefern ie die nötige Energie für die Lebensvorgänge.

Zu diesem Zweck sind die Gewebe unseres Körpers an das Blutgefäßsystem angeschlossen. Die Nährstoffe werden über die Darmschleimhaut in das Blut aufgenommen und gelangen über diesen Blutstrom überall dorthin, wo sie gebracht werden. Damit st, unter normalen Bedingungen, die optimale Versorgung der Gewebe und Organe gewährleistet.

Nicht so beim Knorpelgewebe unserer Gelenke. Würden Blutgefäße in diesem Gewebebereich liegen, käme es bei jeder Bewegung zum Abdrücken der Gefäße. Daher ist der Knorpel nicht an das Blutfefäßsystem angeschlossen. Die Nährstoffversorgung beim Knorpel erfolgt auf anderem Weg, nämlich durch die Bewegung des Gelenks: Die blutgefäßreiche Gelenkinnenhaut gibt die Nährstoffe des Blutes an die Gelenkflüssigkeit im Gelenkspalt ab. Bei jedem Bewegungsvorgang wird – wie in einem Schwamm – frische, nährstoffreiche Gelenkschmiere in den Gelenkspalt hinein- und Abfallstoffe werden herausgepresst.

Durch die Gelenkbelastung erfolgt eine bessere Durchdringung des Knorpels mit Nährstoffen unddamit auch eine Verbesserung der Schmiereigenschaften. Ohne Bewegung „verhungert“ der Knorpel – seine Funktionstüchtigkeit ist eingeschränkt.

Auch die Dicke der knochenschützenden Knorpelschicht hängt unmittelbar von der körperlichen Aktivität ab: Bei starker Belastung des Gelenks kann die Knorpelauflage bis zu sieben Millimeter betragen, während eine Ruhigstellung des Gelenks einen Knorpelschwund zur Folge hat. Gerade der Gelenkknorpel, welcher täglich mechanische Schwerstarbeit leistet, ist besonders auf eine regelmäßige, gute Zufuhr an wichtigen Baustoffen angewiesen. Für die Gesunderhaltung des Gelenks ist Bewegung daher absolut notwendig. [27]

 

Gelenkknorpel= Netzwerk aus Eiweiß und Eiweiß-Zucker-Molekülen:

Die Teilungs- und Vermehrungsfähigkeit der Knorpelzellen ( Chondrozyten) nimmt mit zunehmendem Alter ab. Etwa ab dem 20. Lebensjahr erfolgt kaum noch eine Regeneration dieser Knorpelbausteine. Deren Aktivität kann auch durch eine Reihe äußerer Faktoren (z.B. Stress, mechanische und chemische Einflüsse, Vitalstoffe, Hormone) positiv oder negativ beeinflusst werden. Weiterhin haben diese Zellen die Aufgabe, die Knorpelgrundsubstanz (Matrix) zu bilden, welche den Hauptanteil der Knorpelmasse darstellt. Diese Matrix besteht zum größten Teil (bis zu 80%) aus Wasser. Die restlichen 20 Prozent setzen sich aus Eiweiß (Kollagen) und Eiweiß-Zucker-Verbindungen (Protoglykane) zusammen.

à Eiweiß ist lebensnotwendig für gesunde Gelenkknorpel! [28]

 

Eiweiss (Kollagene) und Eiweiss-Zucker-Verbindungen (Proteoglykane):

Die Kollagene finden wir als Gerüstsubstanzen auch i.d. Haut, in den Sehnen und Knochen. Sie bilden das Grundgerüst des Knorpels und sind für seine Elastizität und Druckfestigkeit verantwortlich. Die weiteren Bestandteile des Knorpels, aus Eiweiß-Zucker-Verbindungen (Protoglykane) sind in der Lage, sich zu dehnen und wieder zusammenzuziehen, wo durch die Elastizität und Spannkraftdes Knorpels ermöglicht wird. Dank der Proteoglykane kann der Knorpel wie ein Schwamm reagieren: Unter Belastung wird Wasser aus dem Gewebe gepresst und die flexiblen Eiweiß-Zucker-Moleküle werden zusammengedrückt. Sobald der Druck nachlässt, strömt die Flüssigkeit wieder in die Gelenke zurück.

Das Geflecht aus Eiweiss-Zucker-Molekülen und Kollagenen ist maßgeblich an der Elastizität undden Stoßdämpfereigenschaften des Knorpels beteiligt. Als „Klebstoff“ dient die Hyaluronsäure. Als besonders wichtige Zuckeranteile der Proteoglycane gelten Chondroitin(sulfat) und Keratan(sulfat). Mit zunehmendem Alter ändert sich die Zusammensetzung der Gerüstmaterialien des Knorpels. So besteht das Knorpelgewebe beim Neugeborenen zu 95 Prozent aus Chondroitinsulfat, während es beim Erwachsenen nut noch 50 Prozent sind. Nicht nur die Qualität ändert sich, sondern auch die Quantität: Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die elastizitätsgebende Eiweiß-Zucker-Fraktion insgesamt ab. Auch bei bereits beginnendem Gelenkverschleiß sind Verluste dieser elastizitätsgebebnden Bestandteile zu beklagen.

è Die Proteoglycane schwinden im Alter und bei Gelenkverschleiß dahin. Aufbau und Abbau der Eiweiß-Zuckerverbindungen müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen – nur dann ist die Funktionstüchtigkeit des Gelenks gewahrt. [29]

 

Gelenkfreundlich: Bewegung

Bewegen Sie sich! Das ist das oberste Gebot, da nur auf diese Art und Weise dem Gelenkknorpel die notwendigen Nähr- und Baustoffe zugeführt werden können.

Versuchen Sie es mit gelenkverträglichen Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen. Meiden Sie gelenkbelastende Sportarten. Vermeiden Sie Verletzungen, da hierdurch die sekundäre Arthrose provoziert werden kann. Das setzt beispielsweise auch Aufwärmphasen und langsam steigende Trainingsprogramme im Sport voraus. Sollten Sie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen verletzt haben, so achten Sie unbedingt auf eine vollständige Ausheilung und Erholungsphase. [30]

 

Vitalstoffreiche Kost mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse bzw. Salaten:

Ernähren Sie sich mit einer vitalstoffreichen Kost mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse bzw. Salaten, die reich an Radikalfängern sind, welche die gelenkschädigenden freien Radikalen abfangen. [31]

 

Achten Sie auf Ihr Normalgewicht:

Achten Sie auf Ihr Normalgewicht bzw. streben Sie bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion a. Häufig bessert sich allein durch den Gewichtsverlust die Gesamtproblematik bei übergewichtigen Arthrose-Patienten. [32]

 

Knorpelstoffe Glucosamin und Chondroitinsulfat:

Ziehen Sie die kombinierte Einnahme von Knorpelstoffen wie Glucosamin und Chondroitinsulfat in Betracht. Denken Sie daran: Ab dem 35. Lebensjahr hat bereits jeder Zweite Abnutzungserscheinungen der Gelenke. [33]

 

Natürliche Entzündungshemmer:

Wenn Sie entzündete Gelenke und Schmerzen haben, versuchen Sie es  mit natürlichen Entzündungs- und Schmerzhemmern (z.B. indischer Weihrauch und Methylsulfonylmethan MSM)

 

Achtung: Übersäuerung und Gelenke:

Übersäuerung ist verantwortlich für die Ablagerung von Schlacken im Bindegewebe. Auch das erschwert die Durchblutung und Versorgung der Zellen, Gewebe und Organe, beeinträchtigt die Nerventätigkeit, schränkt die Beweglichkeit ein und verursacht oft heftige Schmerzen wie Neuralgien, Kopfweh und Migräne. [34]

 

Hilfe bei: Bänderzerrung - verstreckte Sehnen - Verstauchungen von Füssen und Gelenken

3-5 Eischnee

plus: Blutzirkulationsmittel einmischen: Südeuropa: Eukalyptus- oder Kampferblätter, die 2-3mal durch die Hackmaschiene getrieben worden sind

oder: mit getrockneten Blättern: zu Pulver zerstoßen

oder: Brei aus Tannenknospen, Tannennadeln, Legföhrennadeln oder irgendeine Nadelholzart

-- auf schmerzende Stelle legen, darauf Tücher in breiten Streifen legen, mit elastischer Binde leicht einlegen

-- gleichzeitig immer leicht zum Herz zu massieren wirkt unterstützend

>> der Eischnee wird hart, nach 2 Tagen den Verband erneuern falls nötig (S.430)

dann: Wallwurztinktur einreiben

plus: Kohlblätterauflagen mit rohem Kartoffelbrei oder mit Quarkwickel machen

->> Schmerzempfindlichkeit geht nach relativ kurzer Zeit zurück

plus: die betroffenen Stellen warm halten (S.430). [35]

 



[1] Bio, 2009/2

[2] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 86

[3] Döll, die Kraft der Antioxidantien, 91

[4] Döll, Die Kraft der Antioxidantien, 318f.

[5] Natur und heilen, 1/2010, S. 19

[6] Natur und heilen, 1/2010, S. 19

[7] Natur und heilen, 1/2010, 19f.

[8] Natur und heilen, 1/2010, 22

[9] Natur und heilen, 1/2010, 22

[10] Natur und heilen, 1/2010 , 22

[11] Biwer, Augentraining, 120

[12] Wolfram Kersten in: Raum und Zeit 163/2010, S. 12

[13] Meyer, Ralf: Chronisch gesund, 84-86

[14] Bankhofer, Hadrmar, Gesundheitsbarometer, S. 47

[15] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 47

[16] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 47

[17] Bankhofer, Hademar; Gesundheitsbarometer; 46f.

[18] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 46

[19] Bankhofer, Hademar, Gesundheitsbarometer, 46

[20] Jiang, Monika C.: „Der Mensch ist das beste Heilmittel“, in: Schrot & Korn, Juni 2009, S. 42

[21] Döll, Michaela: „Obst und Gemüse: Bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe avancieren zu Topinhaltsstoffen, in: „Naturheilkunde. Journal für die Ganzheits-Medizin“, S. 4

[22] Esser, Margot: „Heilkraft aus dem Dschungel“, in: Raum und Zeit Januar/Februar 2009, S: 37

[23] reform rundschau, 1.6.2007, S. 9

[24] Bunte, 32/2007, S. 81

[25] Döll, Arthrose, 2007, S. 19f.

[26] Döll, Arthrose, 2007, 19-21

[27] Döll: Arthrose, 2007, S. 21f.

[28] Döll: Arthrose, 2007, S. 22

[29] Döll, Arthrose, 2007, S. 23

[30] Döll: Arthrose, 2007, S. 114

[31] Döll: Arthrose, 2007, S. 114

[32] Döll, Arthrose, 2007, S. 114

[33] Döll, Arthrose, 2007, S. 114

[34] Fischer-Reska: Die Entsäuerungs-Revolution, 2010, S. 122

[35] Quelle: http://www.geschichteinchronologie.ch/med/DrVogel/10_allgemeine-krankheiten.htm Wahrscheinlich aus: Alfred Vogel: Der kleine Doktor. Hilfreiche Ratschläge für die Gesundheit. Verlag A.Vogel, Postfach, CH-9053 Teufen AR, 66.Auflage 1991 (-> der Artikel, den Palomio daraus zusammengestellt hat, dürfte lauten: (und findet sich auf der oben angegebenen Internetseite): Dr. Vogel: Naturheilkunde mit Gemüse, Früchten, Blumen, Ölen und Milch; 10. Krankheitsbehandlungen: Allgemeine Krankheiten von Michael Palomino).

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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