Glück

 

Sich ändern:

Für 24 Stunden, nicht für immer (Seele sonst überfordert, Trotz, Natur schlägt zurück [1]

 

Bejahen, Fehler zu machen:

Ich mache etwas, auch wenn ich es nicht kann. [2]

 

Bereit sein, Bedingungen des Fortschritts zu akzeptieren:

Statt: Wasch mich, aber mach mich nicht nass – Haltung. [3]

 

Wirklichkeit wahrnehmen statt Vorstellungen:

Ggf. Ent-Täuschung [4]

 

Glück= seel. Zustand: Freude + Entspannung + Zufriedenheit + Stolz (inneres Glücksempfinden):

-        braucht den Vergleich, die Relation

-        innere Entspannungszustand, dem ein Spannungszustand vorausgegangen ist

-        Verletzung, Unsicherheit, innere Bedrohung, Ängstlichkeit-> Belastung, wenn sie nachläßt

-        Aktiv, gestaltend, etwas erreichend in Bezug auf Sachen, die zu mir passen (Echtheit, Authentizität)

-        -> Heiterkeit, entspannt, gesellig, im Kontakt angenehm, ist positiv, strahlt Liebe und Zuneigung aus, weil er mit ich selbst zufrieden ist -> ein Energiephänomen, das aus Entspannung vorhandener Bedürfnisse kommt

-        Kindheitserfahrung prägt stark: bestätigt, geliebt, sein, wie ich bin, gewollt

-        Angst vorm Glücklichsein (Kränkungen im Kontrast tauchen auf)

-        Im Augenblick leben

-        Offen und ehrlich in Beziehungen zu anderen

-        Auf Wesentliches konzentrieren (nicht immer mehr, nicht in Fülle schwelgen)

-        Wichtig: belastende, kränkende, bittere Erfahrungen möglichst gut erinnern und mitteilen, angemessenen Empfindungen zuordnen (Empörung, Schmerz bei Kränkung, Trauer, gewisse Dinge nicht entwickeln zu können) Bitteres/ schmerzhafte Dinge -> so wird innerseelischer Raum frei, wo sich positives Erleben breit machen kann, erst Negatives akzeptieren und verarbeiten, so dass sich Positives breit machen kann

-        Nicht möglich, immer glücklich zu sein, aber relativ, vergleichend

-        Wenn man nicht verdrängt, dass man Schmerzendes, Trauriges in sich trägt, wird man frei, Positives zu schätzen

-        Wichtigste Voraussetzung ist also, belastendes Gefühl zuzulassen

-        Glückliche Menschen haben in sich ein gutes Gleichmaß zwischen Aktivität und Passivität [5]

 

Spülung für die Seele:

Wer sich wäscht, fühlt sich auch frei von Schuld

Wenn sich Menschen waschen, reinigt das auch ihre Seele. Mit dem Wasser verschwinden die schlechten Gefühle ebenfalls im Abfluss, berichten die Psychologen Spike Lee und Norbert Schwarz von der Universität Michigan in einer Übersichtsarbeit. Zahlreiche Studien belegen, dass sich Menschen durch bloßes Waschen von dem Gefühl befreien können, unmoralisch zu sein, sagt Lee. Auch das Urteil über andere Menschen wird durch physische Reinigungen erheblich beeinflusst.

Auf die Verletzung moralischer Tabus reagieren Menschen mit Ekelgefühlen. Darin vermuten Lee und Schwarz eine Antwort auf die Frage, warum sich Schuld im Wortsinn wegwaschen lässt: Ekelgefühle und die Empfindung, physisch kontaminiert zu sein, werden von ähnlichen neuronalen Netzwerken im Gehirn verarbeitet, schreiben die Forscher. Der Psychologe Lawrence Barsalou von der Emory University argumentiert, dass menschliches Denken über abstrakte Konzepte wie etwa Moral von Hirnarealen gelenkt wird, die mit direkten sensorischen Empfindungen verbunden sind.

Der Effekt funktioniert auch in die andere Richtung. So fällen Menschen ein besonders harsches Urteil über moralische Verfehlungen anderer, wenn sie in einem dreckigen Raum um ihre Meinung gebeten werden. Das gleiche Bild ergab sich in einer Studie, in der Probanden einen Film mit ekelhaften Szenen angesehen hatten – sie urteilten hart über das Handeln anderer; außer sie hatten sich zuvor die Hände gewaschen.

Bei Spielern steigert eine Seife, die in Reichweite liegt, sogar die eingegangenen Risiken. Gestatteten Psychologen Zockern nach einer Pechsträhne einen Gang ans Waschbecken, kehrten sie mit Selbstvertrauen an den Spieltisch zurück – und setzten höhere Beträge als zuvor. Auch bei Menschen, die sich zwischen zwei fast identischen Produkten entscheiden mussten, wirkte eine physische Reinigung als Entlastung für die Psyche: Gab man Ihnen ein Feuchttuch, mit denen sie sich die Hände abreiben konnten, wischten sie damit auch alle Zweifel an ihrem Kauf von sich.

Wer sich wäscht, ist aber nicht zwingend glücklich. „Eine Reinigung spült die Rückstände früherer Ereignisse fort“, sagt Lee. Das betreffe auch positive Erfahrungen – dann verschwindet das Glück im Abfluss. [6]

 

Glücksfaktoren:

Ein lieber Partner plus Gesundheit plus genügend Geld: Das ist laut aktuellem Glücksatlas die Formel für Zufriedenheit. So weit, so vorstellbar – doch die Studie hat noch mehr Interessantes ergeben:

1)  Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr sind wir am zufriedensten. Und erreichen später als 60-jährige wieder das Glücksniveau der 30-Jährigen.

2)  Mindestens einmal pro Woche im Kino etc. Spass zu haben ist gut. Viermal stärker aufs Glücksgefühl wirken jedoch wöchentliche Treffen mit Freunden.

3)  Eine gute Gesundheit zu besitzen ist ein 14-fach stärkerer Glücksbringer als eine Gehaltserhöhung um 250 Euro (die Forscher gingen dabei von einem Nettogehalt von 1500 Euro aus). [7]

 

Gute Taten machen glücklich:

Wer Gutes tut, ist glücklicher und selbstbewusster – das wurde jetzt auch wissenschaftlich bestätigt. Eine kanadische Forscherin wollte herausfinden, wie sich die Stimmung von Menschen verbessern lässt. Getestet wurden zehn verschiedene Methoden, z.B. Musik hören oder Dankbarkeit erfahren. Die erfolgreichste war, gute Taten zu begehen. Wohltäter fühlen sich nicht nur besser, sie leiden auch seltener unter Depressionen und haben ein stärkeres Selbstbewusstsein. Die positive Wirkung hält mindestens ein halbes Jahr an – es lohnt sich also in jeder Hinsicht, anderen etwas Gutes zu tun. [8]

 

Schokolade hilft Stress abzubauen und macht glücklich:

Gönnen Sie sich in stressigen Situationen ruhig ein wenig Schokolade! Der unter Belastung erhöhte Bedarf an Kalium wird dadurch ausgeglichen und das in Schokolade enthaltene Magnesium wirkt als Stresskiller. Zudem hebt Schokolade die Stimmung, indem es den Tryptophan-Gehalt im Blut erhöht. Jener Eiweißstoff Tryptophan wird schließlich vom Körper in das Glückshormon Serotonin umgewandelt.

Damit aber noch nicht genug: zwei weitere Glücksstoffe sind in Schokolade enthalten. Zum einen das bestimmten Haschisch- und Morphinbestandteilen ähnelnde Anadamid, welches das Glücks- und Lustzentrum des Gehirns anspricht und zum anderen das Phenylethylamid, welches die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin und damit die Stimmung erhöht. Schließlich enthält Schokolade von den euphorisch und schmerzunempfindlich machenden Endorphinen, die beispielsweise bei Verliebten verstärkt vom Körper produziert werden, wenngleich leider nur in relativ geringen Mengen.

Nach einer Studie finnischer Wissenschaftler wirkte sich regelmäßiger Schokogenuss schwangerer Frauen positiv auf die Psyche des Ungeborenen aus. Jene Babys waren später pflegeleichter als die von Müttern, die sich seltener Schokolade gönnten. [9]

 



[1] Gedanken aus einem Vortrag von Radio Horeb

[2] Gedanken aus einem Vortrag von Radio Horeb

[3] Gedanken aus einem Vortrag von Radio Horeb

[4] Gedanken aus einem Vortrag von Radio Horeb

[5] Hans-Joachim Maarz in „Alles Psycho“ (27.4.2011) in der ARD Mediathek

[6] Herrmann, Sebastian: „Spülung für die Seele. Wer sich wäscht, fühlt sich auch frei von Schuld.“ In: SZ, 12.10.2011

[7] „Jetzt erforscht: Die Glücksfakten“, in: Laura, 12.10.2011

[8] illu der Frau, Nr. 02 Aktuell bis 21.02.12, S. 4

[9] www.walida.de

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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