Gürtelrose

 

Papaya-Milchsaft:

Die Eingeborenen der Tropen nutzen den Milchsaft der grünen Papaya seit Jahrhunderten zur Behandlung von Ekzemen. Man kann die betroffenen Hautstellen mit Latexsaft einpinseln oder Saftumschläge machen. Eine Alternative ist die papainhaltige Salbe „Wobe- Mugos E“, die als „Penizillin der Heilpraktiker“ bekannt ist und in keiner Hausapotheke fehlen sollte Sie hilft auch bei Hautjucken, Neurodermitis und trockenen Hautstellen sowie bei Herpes, Warzen, Gürtelrose. [1]

 

Leinöl:

Leinöl direkt auf die Bläschen oder die schmerzhafte Region der Gürtelrose soll ebenfalls das Abheilen erleichtern. [2]

 

Aconit-Nervenöl durch Herpes:

Bei Nervenschmerzen rät man zu Aconit-Nervenöl. Es enthält u.a. Eisenhut. [3]

 

B-Vitamine gegen Nervenschmerzen durch Herpes:

Hochdosierte B-Vitamine, zunächst als Injektion, später auch in Tablettenform, können ebenfalls zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. [4]

 

Melissentee etc.:

Melissentee in äußerlicher Anwendung kann bei Herpesbläschen und Gürtelrose helfen. Aus frischen Melisseblättern oder den entsprechenden Teeblättern aus der Apotheke bereitet man sich einen Absud. Eine Art Tee, bei dem man Kräuter und Wasser zum Kochen bringt. Anschließend läßt man ihn noch eine Viertelstunde ziehen. Dann kann man die Flüssigkeit mit einem Wattestäbchen oder einem Bausch aus Verbandsmull auftragen. Oder man verrührt den fertigen Melissentee mit Heilerde, verstreicht den Brei auf den juckenden oder wunden Hautpartien und deckt sie mit Verbandsmull oder einem sauberen Tuch ab. Auch andere Pflanzenauszüge werden für Umschläge benutzt. Bevorzugt solche mit adstringierender Wirkung die Eichenrinde und Walnuss, Stiefmütterchen, Schafgarbe und Salbei. [5]

 

Zink:

Ein anderes Hausrezept rät dazu, Zinksulfat in Wasser aufzulösen (4g auf 100 ml)nd dieses Zinkwasser nals Umschlag auf die Bläschen zu geben. Zink spielt bei Infektionen überhaupt eine große Rolle. Ziur innerlichen Anwendung wird Zink immer dann empfohlen, wenn das Immunsystem gestärkt oder der Stoffwechsel über die Haut angeregt werden soll. In der Apotheke sind auch zinksulfathaltige Salben gegen Herpes erhältlich, die die Anwendung erleichtern. [6]

 

Johanniskrautöl:

Hilfreich bei Herpes kann auch Johanneskrautöl sein. Einmal zum Auftragen auf die Bläschen, aber auch innerlich. In einer Studie an der Universität Sophia stellte man fest, dass Johanniskraut-Tabletten, über mehrere Wochen eingenommen, die Zahl der Herpes-Schübe deutlich verringerte. Bei einem akuten Schub wurde die Johanneskraut-Dosis verdoppelt. Dies führte zu einem deutlich milderen Verlauf. Getestet wurde diese Wirkung bei Lippenherpes und Genitalherpes. [7]

 

Umschläge mit Kohlblättern:

Umschläge mit Kohlblättern haben sich bei der Gürtelrose ebenfalls bewährt. Wie bei vielen anderen Entzündungen, Hautausschlägen und schlecht heilenden Wunden können sie auch hier zur schnelleren Abheilung verhelfen. Man nutzt dabei frische Kohlblätter. Nur kurz in lauwarmes Wasser eintauchen, dann den Mittelstrunk entfernen und die Blätter mit einem Rollholz weich walzen. Die Blätter werden auf die Haut gelegt und mit einer Mullbinde befestigt. [8]

 

Rotwein hemmt das Viren-Wachstum:

Genauer gesagt ist es das Resveratol, ein hoch wirksamer Inhaltsstoff des Rotweins. [9]

 

Verhältnis Lysin zu Arginin:

Ob die im Körper als „Schläfer“ existierenden Herpes-Viren weiter schlafen oder plötzlich aktiv werden, hängt auch davon ab, ob alle essentiellen Aminosäuren im Körper in ausreichendem Maß und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sind. Insbesondere das Verhältnis von Arginin zu Lysin ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Ist mehr Lysin als Arginin da, kann dies die Herpes-simplex- Kulturen zerstören. Das hat man in Laborversuchen nachgewiesen. Den Studienergebnissen entsprechend wird zur Einnahme von 300 mg bis 1000 mg L-Lysin täglich geraten.

Auch über die Ernährung kann man zu Lysin kommen. Mehr Lysin als Arginin ist z.B. in Milchprodukten und in fettem Fisch, aber auch in Feigen, Grapefruit und Tomatenmark zu finden. Beim Fisch ist das Lysin nur noch leicht im Vorteil vordem Arginin, bei den meisten Gemüsesorten überwiegt Arginin. [10]  



[1] Simonsohn, Papaya, 169

[2] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[3] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[4] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[5] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[6] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[7] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[8] Bio, April/Mai 2010, S. 46f.

[9] Bio, April/Mai 2010, S. 47

[10] Bio, April/Mai 2010, S. 48

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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