Stärkung der Haut

 

Hafer:

Hafer kann auch zur Nachbehandlung einer Neurodermitis eingesetzt werden, da im Hafer Alkaloide enthalten sind, die auf die Epidermis entzündungshemmend wirken. [1]

 

Löwenzahn:

Löwenzahntee (aus Wurzel und Kraut) bewirkt – regelmäßig getrunken – eine bessere Durchblutung des Bindegewebes und eine allgemeine Anregung des Stoffwechsels. Man bringt dafür 2 Teelöffel des getrockneten Krauts mit Wurzeln mit 1 Tasse Wasser zum Kochen und lässt das Ganze 10 Minuten ziehen. Der Tee hilft dabei, schädliche Schlacken auszuschwemmen, die sonst Hautunreinheiten verursachen können. [2]

 

Buchweizen, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und andere Laucharten:

Bestimmte Lebensmittel sind für die gute Durchblutung von Haut und Bindegewebe sehr wichtig. Besonders Buchweizen enthält viel Rutin, das Gefäße abdichtet), Paprika, zwiebeln, Knoblauch sowie alle anderen Laucharten (Porree, Bärlauch) kurbeln den Blutfluss aktiv an (verantwortlich dafür sind bestimmte schwefelhaltige Wirkstoffe). Avocados, Mais und Sojaprodukte (z.B. Tofu) steuern außerdem wichtige pflanzliche Fettsäuren bei. [3]

 

Achtung: Übersäuerung und Haut:

Übersäuerung führt zu Säureschäden, v.a. auf der Haut – zu Entzündungen, Ekzemen, Pilzerkrankungen sowie unangenehmen Körperausdünstungen und vorzeitiger Alterung der Haut. [4]

 

Omega-3-Fettsäuren als wirksame Faltenbremse:

Eine wirksame Faltenbremse sind Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lein- und Hanföl enthalten sind. Sie wirken entzündungshemmend. Achtung vor zu vielen Omega-6-Fettsäuren! [5]

 

Walderdbeere:

Pfarrer Kneip: Empfahl Wanderdbeere gegen Blutarmut, Kneipp schrieb der Walderdbeere zu, dass sie eine besondere Wirkung „in der Peripherie des Organismus“ entfalte. Markus Sommer hat immer wieder erlebt, dass durch eine Arznei aus Erdbeerfrüchten und Brennessselkraut (das ebenfalls günstig bei Blutarmut wirken kann) gerade die an der Peripherie des Organismus auftretenden Symptome des Eisenmangels rasch besser werden können. Zum Beispiel kann dies eine schlechte Heilungsbereitschaft von Hautwunden oder (besonders charakteristisch) von kleinen Rissen an den Mundwinkeln sein. Auch eine besinders intensive Neigung, an Händen und Füßen zu frieren, kann Zeichen einer Blutarmut sein und durch ein solches Arzneimittel besser werden. Tatsächlich wurde in einer wissenschaftlichen Arbeit gezeigt, dass der Genuss von Erdbeeren dazu führt, dass aus der Nahrung mehr Eisen aufgenommen werden kann als das gewöhnlich der Fall ist (allerdings schlägt die Zitrone die Walderdbeere noch hinsichtlich dieser Wirkung). [6]

 

Bockshornklee:

Ursprünglich stammt der Bockshornklee, der zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört, aus China und Indien. Bei uns wurde die bis zu 50cm hohe Pflanze mit hellgelben Blüten in Klostergärten von Benediktinermönchen kultiviert. Verwendung finden hauptsächlich die Samen. Sie enthalten neben Bitter- und Schleimstoffen, Phosphor, Eisen, Saponin und ätherische Öle.
Innerlich als Tee angewandt, wirkt der Bockshornklee durch seine entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften gegen Husten und Bronchitis. Er wird zur Stärkung des allgemeines Wohlbefindens, zur Anregung der Blutbildung, zur Stärkung von Haut und Haaren und bei Bluthochdruck eingesetzt. Eine weitere wichtige Funktion erfüllt er bei Magerkeit und Untergewicht, denn durch die Bitterstoffe regt er den Appetit an.Äußerlich wird der Samen des Bockshornklees, gekocht und zerstampft, als Umschlag bei entzündeter Haut, offenen Beinen oder Geschwüren aufgelegt.
Um eine blutreinigende und kräftigende Wirkung zu erzielen, können die Keimsprossen des Bockshornklees, etwa einem Salat beigemischt, verzehrt werden. [7]

 

Kakao:

Schließlich kommt dem in der Schokolade enthaltenen Kakao noch eine verjüngende Wirkung zu: die in ihm enthaltenen Polyphenole wirken als freier Radikalfänger und wirken damit vorzeitiger Hautalterung und Krebs entgegen. [8]

 

Spinat:

Durch seinen hohen Gehalt an Zink beschleunigt Spinat die Wundheilung. Das Spurenelement unterstützt das Wachstum und die Selbstheilung von Organgewebe – u.a. der Haut. Im Rahmen einer Studie des University of Texas Hospital für Children stellte sich heraus, dass Zinkinjektionen bei ausgewachsenen Kaninchen die Wundheilung fördern. In einem britischen Artikel hieß es, Zink werde in der äußeren Anwendung als Wundheilungsmittel „unterschätzt“. Eine türkische Untersuchung offenbarte Zusammenhänge zwischen der Schwere einer Verletzung und dem Rückgang einiger Spurenelemente im Blut, z.B. Zink. Eine verzögerte Wundheilung kann darauf hinweisen, dass auch Sie zu den Menschen gehören, die nicht genug von diesem wichtigen Spurenelement aus Lebensmitteln wie dem Spinat ziehen. Wenn Sie die Zinkzufuhr erhöhen, um die empfohlene Tagesdosis von 15 Mikrogramm zu erreichen – oder sogar zu übertreffen – können Schnitt- und Schürfwunden schneller heilen. Ernährungswissenschaftler zählen nicht nur Spinat, sondern auch Weizenkeime, Sesamsamen, Kürbiskerne, fettarmen Joghurt, Petersilie, Blattsalat, Rosenkohl, Gurken, grüne Bohnen, Endivien, Backpflaumen und Spargel zu den zinkreichen Lebensmittel. [9]



[1] Hochenegg, Ernährung, die Wunder wirkt, 1995, S. 32

[2] Oberbeil, Ernährung für die Schönheit, 1998, S. 191

[3] Oberbeil, Ernährung für die Schönheit, 1998, S. 54

[4] Fischer-Reska: Die Entsäuerungs-Revolution, 2010, S. 123

[5] Bio Sonderheft, Ausgabe 2010, s. 69

[6] Sommer, Markus: „Die Walderdbeere“, in: a tempo 6/2011, S. 20f.

[7] www.medi-info.de

[8] www.walida.de

[9] Duke, James: Heilende Nahrungsmittel, 2010, 3. Auflage, S. 477

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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