mögliche Hilfe bei Sodbrennen / Reflux

 

Die Symptome von Sodbrennen

Viele Menschen leiden gelegentlich oder auch häufig unter Sodbrennen. Zu den Symptomen von Sodbrennen zählen Brustschmerzen, ein brennendes Gefühl im oberen Brust- und im unteren Rachenbereich, spontanes Erbrechen und Übelkeit. Diese Symptome sind auf die Magensäure zurückzuführen, welche bei Sodbrennen in die Speiseröhre emporsteigt. Bei chronischem Sodbrennen kann die Schleimhaut der Speiseröhre durch die aggressive Magensäure schwere Schäden davontragen, die im schlimmsten Fall sogar zu Geschwüren führen können. Daher sollte man Sodbrennen vermeiden oder am besten von Grund auf beheben.

Die Ursachen für Sodbrennen können verschiedener Natur sein. Generell kann man jedoch sagen, dass sich bei Sodbrennen die Regulation der Magensäureproduktion nicht im Gleichgewicht befindet. Sodbrennen kann nämlich sowohl durch einen Magenssäureüberschuss als auch durch einen Magensäuremangel entstehen. Paradoxerweise hat ein chronischer Magensäuremangel ähnliche Symptome wie ein Magensäureüberschuss.

Im folgenden werden einige Nahrungsmittel vorgestellt, die man bei Sodbrennen besser meiden sollte, damit die Magenfunktion wieder ins Gleichgewicht gelangen kann und sich kein chronisches Sodbrennen entwickelt.

 

Sodbrennen aufgrund einer Reflux-Krankheit?

Als eine Ursache für Sodbrennen wird oft die so genannte Reflux-Krankheit genannt.

"Reflux" heisst Rückfluss, womit der Rückfluss des sauren Speisebreis aus dem Magen in die Speiseröhre gemeint ist. Das Problem soll der Ringmuskel sein (ein Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen). Er schliesse nicht mehr richtig, heisst es.

Da die Schleimhaut der Speiseröhre nicht für ständige Säure-Besuche ausgestattet ist, kann sie sich je nach Intensität und Häufigkeit des Sodbrennens früher oder später entzünden, was man dann Refluxösophagitis nennt. Warum aber schliesst der Ringmuskel nicht mehr richtig? Durch einem Magensäuremangel kann Sodbrennen entstehe.  Durch die starken Kontraktionen und Mischbewegungen der Magenwand. Diese übermässig starken Magenwandkontraktionen könnten nun so gross sein, dass der Ringmuskel immer wieder aufgedrückt wird. [1]

 

Verstopfung führt zum Reflux:

Ein anderer Grund für die häufig diagnostizierte Reflux-Krankheit und den ungenügend schliessenden Ringmuskel ist die Hiatushernie. Dabei handelt es sich um einen Zwerchfellbruch, der dazu führt, dass sich der Magen nach oben in den Brustkorb verlagern kann, wodurch sich der Ringmuskel gezwungenermassen teilweise öffnet, dann saurer Speisebrei in die Speiseröhre gelangen kann und auf diese Weise Sodbrennen entsteht. Eine Hiatushernie ist relativ häufig, entsteht aber auch nicht einfach so, sondern hat eine Ursache.

Zwerchfellbrüche können durch eine Überlastung des Zwerchfells entstehen, wenn etwa zu schwer gehoben wird, wenn bei Dauerhusten stark gehustet wird oder auch während einer Schwangerschaft.

Eine weitere eher unbekannte, aber dadurch nicht etwa seltene Ursache für eine Hiatushernie und damit für Sodbrennen ist eine chronische Verstopfung. So vermutet man inzwischen, dass zu selten stattfindende Darmentleerungen sowie eine zu geringe Masse des Stuhls – aufgrund von Verstopfung, einem Ballaststoffmangel und einer disharmonischen Darmflora – mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Störungen zusammenhängen. Dazu gehört die  Hiatushernie, so dass Sodbrennen auch über diesen Umweg erneut die Folge einer insgesamt ungesunden Ernährungs- und Lebensweise ist. [2]

 

Stress meiden:

Wenn Sie Säure-Reflux loswerden möchten, empfiehlt es sich, auf Säure auslösende Nahrungsmittel zu verzichten. In manchen Fällen gilt auch Stress als Verursacher, versuchen Sie also, es langsamer angehen zu lassen und sich zu entspannen, während Sie alle potenziellen Auslöser ausschalten. [3]

 

Apfelessig

Eine der Ursachen von Säure-Reflux ist überschüssige Säure im Magen. Die kann durch zu stark gezuckertes Essen entstehen, weil Zucker säurebildend ist. Ein bis drei Esslöffel unbehandelter Apfelessig täglich können helfen, die Säure im Magen zu reduzieren. Es mag widersprüchlich erscheinen, etwas zu trinken, das sauer schmeckt, wenn bereits zu viel Säure im Magen ist. Aber Apfelessig ist basenbildend, weil der Körper zu seiner Verdauung nicht viel Magensäure bilden muss, wie HealthyBliss.net berichtet.

Das heißt, er kann Säure neutralisieren. Die Einnahme von Apfelessig vor den Mahlzeiten kann auch dazu beitragen, den Verdauungsprozess in Gang zu setzen, sodass das Essen besser aufgespalten und absorbiert wird. Und schließlich enthält Apfelessig Enzyme, die die Verdauung unterstützen. Bessere Verdauung kann helfen, Säure-Reflux zu verhindern. [4]

 

Zitrone

Einer der vielen Vorzüge der Zitronen ist, dass sie helfen können, Säure-Reflux loszuwerden. Genauso wie Apfelessig sind Zitronen basenbildend, obwohl sie sauer schmecken. Auf diese Weise helfen sie auch, die Säure im Magen zu neutralisieren. Versuchen Sie, zehn Minuten vor jeder Mahlzeit einen Esslöffel Zitronensaft einzunehmen, um Säure-Reflux zu verhindern. Zitronensaft kann auch bei bereits bestehendem Säure-Reflux helfen, trinken Sie einfach morgens als Erstes einen Esslöffel Zitronensaft, einen vor dem Mittagessen und einen vor dem Abendessen.

 

Ingwer

Diese kräftigende Wurzel ist ein fantastisches Mittel, das hilft, von Säure-Reflux zu heilen. Kauen Sie geschälten Ingwer, trinken Sie Ingwertee oder lutschen Sie Ingwer-Pastillen. Ingwer regt das Verdauungssystem zur Bildung von Enzymen und zur Ausscheidung von Galle für eine bessere Verdauung an. Essen, das bei der Verdauung nicht richtig aufgespalten wird, kann zu Verdauungsbeschwerden führen; deshalb können Enzyme extrem hilfreich sein. [5]

 

Aloe vera

Ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten machen diese Pflanze zum Favoriten vieler Kräutermediziner. Aloe vera ist bei Säure-Reflux äußerst hilfreich, denn sie kann gereiztes Gewebe beruhigen und Entzündungen bekämpfen. Mischen Sie das klare Gel und das durchscheinende Fleisch des Aloe-vera-Blatts mit Orangensaft zu einem gesunden Frühstücksgetränk. Dieser Mix kann helfen, Säure-Reflux zu verhindern und er kann genommen werden, um bestehende Symptome wie eine gereizte und entzündete Speiseröhre zu beruhigen. Der äußere Teil der Aloe-vera-Blätter enthält ein kräftiges Abführmittel, achten Sie also darauf, dass Ihr gewähltes Präparat diesen Teil nicht enthält. [6]

 

Enzyme

Enzymreiche Nahrungsmittel zu essen, kann nicht nur bei Säure-Reflux helfen, sondern hilft Ihnen auch, die Verdauung zu verbessern und auf gesunde Weise abzunehmen. Enzyme sind Verbindungen, die beim Aufspalten der Nahrung helfen. Das ist wichtig, damit Nährstoffe vom Körper absorbiert und genutzt werden können. Menschen bilden Enzyme, aber Organschwäche und bestimmte Krankheiten können dazu führen, dass zu wenig Enzyme produziert werden. Enzymreiche Nahrungsmittel sind unter anderem: Ingwer, Papaya, Ananas, rohe Nüsse, rohes Gemüse und rohes Obst. [7]

 

Nahrungsmittel, die Sodbrennen hervorrufen können

Sodbrennen kann durch bestimmte Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelgruppen ausgelöst werden. Wenn Sie anfällig für Sodbrennen sind, sollten Sie daher in jedem Fall die folgenden Lebensmittel meiden.
Frittierte Nahrungsmittel:

Insbesondere solche frittierten Nahrungsmittel, die in hydrierten Ölen zubereitet wurden und Transfettsäuren enthalten, sind dafür bekannt, dass sie Sodbrennen hervorrufen können.

Fleisch und Milchprodukte:

Hierbei gilt es vor allem, sehr fettiges oder stark gewürztes Fleisch aus industrieller Produktion, stark verarbeitete Fleischprodukte und pasteurisierte Milchprodukte aus Massenproduktionsbetrieben zu vermeiden. Viele Menschen bekommen nach dem Verzehr dieser Lebensmittel Sodbrennen.

Industriell verarbeitete Backwaren:

Dazu zählen die meisten verpackten Brotsorten, Kuchen, süsse Stückchen und Kekse. In diesen Produkten befinden sich in aller Regel raffinierter Zucker und ungesunde Fette, sowie raffiniertes gebleichtes Weissmehl, welche alle zur Entstehung von Sodbrennen beitragen können.

Kaffee und Alkohol:

Beide Getränke sind dafür bekannt, die Symptome von Sodbrennen auszulösen oder zu verstärken.

Geschmacksverstärker, künstliche Süssstoffe und zu viel Salz:

Der Verzehr von Lebensmittelzusätzen wie Glutamat oder Aspartam aber auch von zu viel Salz trägt bei vielen Menschen zur Entwicklung von Sodbrennen bei. Zu würzige oder zu süsse Speisen sollten daher bei Anfälligkeit für Sodbrennen gemieden werden. [8]

 

Bestimmte Lebensmittelkombinationen, die zu Sodbrennen führen können::

Bei einigen Menschen führen auch bestimmte Kombinationen oder Zubereitungsmethoden von Lebensmitteln zu Sodbrennen. Manche Menschen vertragen rohe Nüsse beispielsweise sehr gut, aber sobald diese geröstet oder in Kombination mit bestimmten anderen Lebensmitteln verzehrt werden, führen diese prompt zu Sodbrennen. Beobachten Sie daher sehr sorgfältig, welche Lebensmittel bei Ihnen Sodbrennen auslösen. [9]

 

Sofort-Massnahmen gegen Sodbrennen:

Beim Auftreten von Sodbrennen gibt es verschiedene kurzfristige Sofort-Massnahmen, die zur Linderung beitragen können. Vielen Menschen hilft es beispielsweise, wenn Sie einen sauren Apfel essen oder ein Glas frisch gepressten Zitronensaft trinken. Dies liegt mit Sicherheit daran, dass bei diesen Menschen das Sodbrennen durch einen Magensäuremangel bedingt ist. Durch die Fruchtsäuren wird der pH-Wert im Magen reguliert, was schliesslich das Sodbrennen lindert. Auch milchsauer vergorene Säfte (wie z. B. Sauerkrautsaft) können in diesem Fall Abhilfe schaffen.

Andere Menschen berichten davon, dass ihnen die Einnahme von Bentonit oder von basischen Mineralstoffen bei Sodbrennen hilft. Dies deutet darauf hin, dass es sich in diesen Fällen eher um einen Magensäureüberschuss handelt. Bentonit oder basiche Mineralstsoffe neutralisieren überschüssige Säuren und verringern so den Säureüberschuss. Bentonit verbessert zudem auch das Gesamtmilieu im Verdauungssystem, indem es Toxine bindet und über den Darm ausleitet. Beobachten Sie das Verhalten Ihres Körpers genau, wenn Sie unter Sodbrennen leiden. Ein Ernährungstagebuch kann Ihnen dabei helfen, die Auslöser von Sodbrennen (oder anderen Verdauungsproblemen) zu identifizieren.

Tragen Sie dort über einen bestimmten Zeitraum Ihre Essgewohnheiten und Ihr Empfinden ein. Im Idealfall messen Sie zudem den pH-Wert Ihres Urins. Anhand eines solchen Ernährungstagebuchs lassen sich nach einer gewissen Zeit Muster erkennen, die auf generell Unverträglichkeiten oder Nahrungsmittelallergien hinweisen können. Generell kann man sagen, dass auch das ausführliche Kauen und der generell gemässigte Verzehr zur Linderung von Sodbrennen beitragen kann. Vermeiden Sie es, zuviel zu essen. Hören Sie auf, wenn Sie etwa zu 75% satt sind. Kauen Sie dazu Ihre Speisen sorgfältiger durch, und essen Sie bewusster und langsamer. Das wird Ihnen dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören besser einschätzen zu können. [10]

 

Langfristige Massnahmen gegen die Ursachen von Sodbrennen

Bei vielen Menschen konnte die Durchführung einer intensiven Entsäuerung dazu beitragen, dass Sodbrennen - selbst beim Verzehr "kritischer Lebensmittel" - nicht mehr auftrat. Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt verbessert logischerweise auch die pH-Regulation im Magen und trägt generellen zu mehr Wohlbefinden bei. [11]

 

Sodbrennen auf naturheilkundliche Weise begegnen

Eine weitaus bessere Methode, das Sodbrennen mit all seinen Folgeerscheinungen in den Griff zu bekommen, ist eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise.

Eine Ernährung mit überwiegend basenbildenden Lebensmitteln trägt schnell und effektiv zur Entsäuerung des Körpers bei.

Darüber hinaus sollten die bereits vorhandenen, überschüssigen Säuren durch entsprechende entsäuernde Nahrungsergänzungen gebunden und aus dem Körper geleitet werden.

Eine gleichzeitige Remineralisierung durch organische Mineralien füllt die geleerten Mineralstoffspeicher wieder auf und sorgt so für einen schnellstmöglichen Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes. [12]

 

Übersäuerung vermeiden:

Übersäuerung durch ungesunde Lebensweise

Wir jedoch essen oder tun heutzutage Dinge, die unserem Organismus Kummer bereiten und ihn dadurch übersäuern. Die Übersäuerung des Körpers wird massgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und einer ungünstigen Lebensweise beschleunigt. Übersäuerung entsteht folglich durch:

Tierische Eiweisse wie Fleisch,Wurst, Fisch und Eier

Milch und die meisten Milchprodukte

Sojaprodukte

Teig- und Backwaren

Süssspeisen

kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Cola und andere Softdrinks

Kaffee

Alkohol

Nikotin

Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker (Glutamat), Süssstoffe wie z. B. Aspartam, etc.

Zahngifte wie Quecksilber, Palladium etc.

Toxine, die von Bakterien und Pilzen ausgeschieden werden

übertriebener Sport

aber auch durch Stress, Angst, Sorgen, Ärger und negative Gedanken [13]

WARNUNG: Nebenwirkungen von Protonenpumpenhemmern:

Wenn nun bei Sodbrennen PPI geschluckt werden (und das womöglich noch langfristig), muss mit den folgenden Nebenwirkungen gerechnet werden:

  • Paradoxerweise gehören Magen-Darm-Beschwerden zu den häufigsten Nebenwirkungen von PPI. Das eine Magenproblem (Sodbrennen) ist also durch PPI verschwunden, aber nur, um dem nächsten Magenproblem (z. B. Übelkeit) Platz zu machen.
  • Auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit und Schwindel können zu den Nebenwirkungen von PPI gehören.
  • Die Leber reagiert oft nicht erfreut auf PPI, was sich in der Blutanalyse in schlechten Leberwerten äussern kann.
  • PPI können die Entstehung von Nahrungsmittelallergien fördern. Wenn nämlich zu wenig Magensäure gebildet wird, dann wird die Nahrung auch weniger intensiv zerkleinert. Das wiederum erhöht das Risiko, dass unverdaute Eiweisspartikel (die wie Allergene wirken können) durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Da sie dort aber nicht hingehören, bildet der Organismus gegen sie Antikörper. Bei erneutem Eintreffen der Allergene (wenn also wieder ein derartig unverdautes Partikel in das Blut gelangt) kommt es zur allergischen Reaktion.
  • PPI sollen außerdem in der Lage sein, die Eisen-, Magnesium- sowie die Calcium-Aufnahme zu hemmen und auf diese Weise zu einer Blutarmut bzw. einer abnehmenden Knochendichte und damit zu einer Osteoporose (und zu allen anderen Auswirkungen eines entsprechenden Mineralstoffmangels) führen können.
  • Wenn die Säureproduktion des Magens medikamentös reduziert wird, dann führt dies – wie eingangs erwähnt – zu einer mangelhaften Immunsituation im Magen. Folglich braucht sich niemand mehr zu wundern, dass Menschen, die PPI einnehmen, sehr viel anfälliger für bakterielle Darminfektionen sind (z. B. Salmonellen-Infektionen), als Menschen, die keine PPI einnehmen und über einen gesunden Magensäurespiegel verfügen.
  • Da die Belegzellen auch den Intrinsic-Factor für die Resorption des Vitamin B12 produzieren, ist es naheliegend, dass die Unterdrückung der Belegzellen durch PPI auch zu einem Intrinsic-Factor-Mangel und daraufhin zu einer mangelhaften Vitamin-B12-Aufnahme führen kann.
  • Werden PPI regelmässig und über eine längere Zeit hinweg eingenommen, dann kann das in einer regelrechten PPI-Abhängigkeit enden, da die Belegzellen nach Absetzen der PPI deutlich mehr Säure bilden, als sie das jemals zuvor getan hatten – was jedoch in einer Erschöpfung der Zellen und langfristig wiederum in einem Magensäuremangel enden kann.
  • Studien aus dem Jahre 2009 stellten sogar fest, dass PPI, wenn diese an Gesunde verabreicht werden, überhaupt erst zu jenen Symptomen führen können, gegen die sie eigentlich konzipiert wurden. Ganz konkret: Von 120 gesunden Personen, die nie unter Aufstossen, Sodbrennen oder Magendrücken litten und jetzt acht Wochen lang PPI erhielten, klagten anschliessend 44 Prozent über Aufstossen, Sodbrennen oder Magendrücken, während das bei der Plazebogruppe nur selten der Fall war. [14]

 

Sodbrennen vermutlich aufgrund eines Magensäuremangels:

Womöglich leiden viele Menschen mit Sodbrennen in Wirklichkeit unter einem MagensäureMANGEL. Das klingt auf den ersten Blick zugegebenermassen sehr unlogisch, auf den zweiten Blick jedoch keinesfalls mehr.

Ein säurearmer Magen muss sich nämlich besonders stark bemühen, um den Speisebrei möglichst effektiv mit der vorhandenen kleinen Säuremenge zu vermischen.

Dazu braucht er zwei Dinge: Zeit und heftige Mischbewegungen.

Der Speisebrei liegt also lange im Magen, was Gärprozesse fördert. Bei diesen Gärprozessen entstehen Säuren. Gleichzeitig versucht der Magen, mit Hilfe von unverhältnismässig kräftigen Muskelkontraktionen den Speisebrei mit der vorhandenen kleinen Magensäuremenge zu vermischen.

Dadurch nun passiere es immer wieder – so heisst es – dass Teile des Speisebreies, der jetzt reichlich Säuren enthält, in die Speiseröhre gedrückt werden und dort ein brennendes Gefühl hinterlassen.

Wenn Menschen mit diesem Problem Antazida oder gar PPI nehmen, dann wird der Teufel tatsächlich mit dem Beelzebub ausgetrieben. Die Medikamente können nämlich kurzfristig die Beschwerden zwar durchaus lindern, doch heilen sie sie nicht, im Gegenteil, sie machen das Problem langfristig immer schlimmer. [15]

Sodbrennen: Wie entsteht Magensäureüberschuss?

Ein Magensäureüberschuss bei Sodbrennen kann verschiedene Ursachen haben:

 

  • Hastiges Essen (oder generell Stress)
  • Mangelhaftes Kauen
  • Zuckerreiche Mahlzeiten
  • Industriell verarbeitete Nahrungsmittel
  • Falsch zusammengestellte Mahlzeiten
  • Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori
  • Eine chronische Übersäuerung: Eine insgesamt ungesunde Ernährungs- und Lebensweise kann auch zu einer Übersäuerung des Gewebes und der Körperflüssigkeiten führen. Diese latente Übersäuerung wiederum kann dann zu einer Übersäuerung des Magens führen – und zwar folgendermassen:

Parallel zur Salzsäure erzeugen die Magenschleimhautzellen gleichzeitig immer auch Natriumhydrogencarbonat.

Dabei handelt es sich um eine basische Substanz, die als körpereigener Säurepuffer fungiert. Ein Teil des Natriumhydrogencarbonats schützt die Magenschleimhaut vor Verätzungen durch die starke Magensäure. Ein anderer Teil gelangt in die Blutbahn und dient im Gewebe und in den Organen als Puffersubstanz, die jene Säuren neutralisiert, die bei Stoffwechselprozessen in den Zellen entstehen.

Die Magenschleimhaut produziert also immer so viel Natriumhydrogencarbonat, wie der Körper gerade braucht. Liegt nun eine chronische Übersäuerung im Organismus (also im Gewebe und (noch) nicht im Magen!) vor, dann ist der Puffer-Bedarf besonders hoch und die Magenschleimhautzellen produzieren viel Natriumhydrogencarbonat.

Wenn aber im Magen viel Natriumhydrogencarbonat gebildet wird, dann wird natürlich auch viel Säure gebildet – obwohl diese vielleicht gerade gar nicht gebraucht wird, da es nichts zu verdauen gibt.

Und so kann eine chronische Übersäuerung des Gewebes zu einer Übersäuerung des Magens, zu Sodbrennen und langfristig möglicherweise auch zu einer Magenschleimhautentzündung oder einem Magengeschwür führen. [16]

 

Ein chronischer Magensäuremangel hat leider ähnliche Symptome wie ein Magensäureüberschuss.

Sodbrennen: Wie entsteht Magensäuremangel?

Nach den Mahlzeiten kann es zu Völlegefühl, Blähungen und Aufstossen mit oder ohne Sodbrennen kommen.

Die langfristigen Folgen und Symptome eines Magensäuremangels sind wieder jene, die teilweise schon oben bei den Nebenwirkungen der PPI aufgezählt wurden, also z. B.

  • (Nahrungsmittel-)Allergien
  • Anfälligkeit für Bakterien, Pilze und Parasiten

Mineralstoff- und Spurenelementemangel (Calcium, Magnesium, Eisen, Zink etc.)

  • Der mögliche Mineralstoff- und Spurenelementemangel kann dann wiederum zu Haarausfall, schlechter Haut (bis hin zu Akne im Erwachsenenalter) und brüchigen Fingernägeln führen.
  • Untergewicht bzw. Probleme mit der Gewichtszunahme, weil die Nährstoff- und Vitalstoffverwertung gestört ist. Lesen Sie auch: Gesund zunehmen bei Untergewicht
  • Chronische Durchfälle und/oder chronische Verstopfung [17]

 

Chronische Übersäuerung kann zu Magensäuremangel führen

Die Magensäureproduktion soll bei Menschen spätestens ab einem Alter von etwa 50 stark nachlassen. Offiziell sagt man, dies liege an der „ganz normalen“ Alterung. Eine andere Erklärung dafür könnte jedoch auch so lauten:

Eine jahrzehntelange chronische Übersäuerung des Körpergewebes kann nicht nur zu einem Magensäureüberschuss, sondern auch zu einem Magensäuremangel führen. Die latente Übersäuerung erschöpft die Belegzellen, die in all der Zeit reichlich Natriumhydrogencarbonat als Puffersubstanz bilden mussten, so sehr, dass sie irgendwann nur noch eingeschränkt funktionsfähig sind und folglich auch nur noch wenig Magensäure bilden können.

Allerdings lässt sich ein Magensäuremangel längst nicht nur bei Menschen über 50 beobachten. Auch viele jüngere Menschen – darunter ausgerechnet jene, die häufig glaubten, sie litten aufgrund ihres Sodbrennens unter Magensäureüberschuss – leiden vielleicht in Wirklichkeit unter einem Magensäuremangel.

Auch eine Gastritis Typ A kann zu einem Magensäuremangel führen. [18]

 

Säuretabletten bei Sodbrennen sind keine echte Lösung:

Manche Heilpraktiker verordnen daher inzwischen bei Verdacht auf Magensäuremangel Salzsäuretabletten, die zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Bestätigt sich der Verdacht, tauchen die üblichen Beschwerden der Patienten nach einer von Säuretabletten begleiteten Mahlzeit nicht wieder auf.

Allerdings sind natürlich auch Salzsäuretabletten auf Dauer genauso wenig eine Lösung wie Antazida.

Optimal wäre, wenn der Organismus wieder selbst zu einer gesunden und ausgeglichenen Magensäureproduktion zurückfinden könnte. Das jedoch gelingt nur mit Hilfe von ganzheitlichen Massnahmen (siehe weiter unten), also nicht, wenn die bisherigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten beibehalten werden. [19]

 

Sodbrennen aufgrund einer Reflux-Krankheit?

Als weitere Ursache für Sodbrennen wird oft die so genannte Reflux-Krankheit genannt.

"Reflux" heisst Rückfluss, womit der Rückfluss des sauren Speisebreis aus dem Magen in die Speiseröhre gemeint ist. Das Problem soll der Ringmuskel sein (ein Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen). Er schliesse nicht mehr richtig, heisst es.

Da die Schleimhaut der Speiseröhre nicht für ständige Säure-Besuche ausgestattet ist, kann sie sich je nach Intensität und Häufigkeit des Sodbrennens früher oder später entzünden, was man dann Refluxösophagitis nennt. Warum aber schliesst der Ringmuskel nicht mehr richtig? Durch einem Magensäuremangel kann Sodbrennen entstehen (s.oben).: Durch die starken Kontraktionen und Mischbewegungen der Magenwand. Diese übermässig starken Magenwandkontraktionen könnten nun so gross sein, dass der Ringmuskel immer wieder aufgedrückt wird. [20]

 

Verstopfung führt zum Reflux:

Ein anderer Grund für die häufig diagnostizierte Reflux-Krankheit und den ungenügend schliessenden Ringmuskel ist die Hiatushernie. Dabei handelt es sich um einen Zwerchfellbruch, der dazu führt, dass sich der Magen nach oben in den Brustkorb verlagern kann, wodurch sich der Ringmuskel gezwungenermassen teilweise öffnet, dann saurer Speisebrei in die Speiseröhre gelangen kann und auf diese Weise Sodbrennen entsteht. Eine Hiatushernie ist relativ häufig, entsteht aber auch nicht einfach so, sondern hat eine Ursache.

Zwerchfellbrüche können durch eine Überlastung des Zwerchfells entstehen, wenn etwa zu schwer gehoben wird, wenn bei Dauerhusten stark gehustet wird oder auch während einer Schwangerschaft.

Eine weitere eher unbekannte, aber dadurch nicht etwa seltene Ursache für eine Hiatushernie und damit für Sodbrennen ist eine chronische Verstopfung. So vermutet man inzwischen, dass zu selten stattfindende Darmentleerungen sowie eine zu geringe Masse des Stuhls – aufgrund von Verstopfung, einem Ballaststoffmangel und einer disharmonischen Darmflora – mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Störungen zusammenhängen. Dazu gehören neben Herz- und Gallenblasenerkrankungen, entzündlichen Veränderungen der Darmschleimhaut, Krampfadern und Dickdarmkrebs eben auch die Hiatushernie, so dass Sodbrennen auch über diesen Umweg erneut die Folge einer insgesamt ungesunden Ernährungs- und Lebensweise ist. [21]

 

Ganzheitliche Massnahmen bei Sodbrennen & Gastritis

Wenn Sie nun die folgenden Massnahmen gegen Sodbrennen lesen, könnte es sein, dass Sie bei manchen Punkten ungläubig mit dem Kopf schütteln. Und in der Tat ist es oft kaum zu fassen, dass so einfache Massnahmen eine derart durchschlagende Wirkung haben können – und zwar nicht nur bei Sodbrennen, sondern auch bei vielen anderen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, u. a. bei Gastritis. Unterschätzen Sie die anschliessenden Tipps also besser nicht! Probieren Sie sie erst aus!

  • Zeit fürs Essen

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten.

 

  • Kauen Sie jeden Bissen ausführlich!

Vollkornreis hat beispielsweise erst nach 50 bis 60 Kaubewegungen die Konsistenz, um geschluckt werden zu können. Auch Nüsse benötigen ähnlich viel Kauarbeit. Bei einem Blattsalat mit Kräutern können es noch mehr Kaubewegungen sein, bevor geschluckt wird.

 

  • Nahrung mit weicher oder flüssiger Konsistenz (Suppen, Breie, Smoothies etc.) sollten nicht ohne ausgiebiges Einspeicheln geschluckt werden.

 

  • Je besser gekaut und eingespeichelt die Nahrung ist, umso weniger Arbeit hat der Magen und um so besser kann die Nahrung weiterverarbeitet und verwertet werden, um so geringer ist das Risiko eines Mikronährstoffmangels und um so höher die Chance, dass sich der Magen wieder regeneriert. Trainieren Sie das Kauen konsequent. Sie werden vom nachfolgend äusserst angenehmen Gefühl im Bauch begeistert sein.

 

  • Essen Sie erst, wenn Sie hungrig sind

und nie aus Langeweile oder weil es der Zeitplan so vorschreibt.

 

  • Essen Sie nicht zu heiss und nicht zu kalt!

Der Magen wird die Nahrung erst dann optimal verarbeiten können, wenn sie Körpertemperatur hat.

 

  • Trinken Sie nichts zum Essen

Trinken Sie eine Stunde vor dem Essen oder erst wieder eine Stunde nach dem Essen, da Getränke die evtl. ohnehin spärlich vorhandene Magensäure noch weiter verdünnen würden.

 

  • Führen Sie eine Darmsanierung durch!

Eine Darmsanierung beinhaltet mindestens drei Komponenten:

(1)Bentonit

(2)Flohsamenschalenpulver

(3)Probiotikum

Alle drei sind hervorragend dazu geeignet, nicht nur den Darm, sondern das gesamte Verdauungssystem und damit auch den Magen zu sanieren und ferner die Schleimhäute zu regenerieren.

Zu 1:Bentonit bindet die überschüssige Magensäure und saugt im Organismus Gifte aller Art auf (auch die Stoffwechselgifte des Helicobacter pylori), um Sie mit dem Stuhl auszuscheiden.

Zu2: Flohsamenschalenpulver erhöht die Darmperistaltik und kann somit – wenn mit viel Flüssigkeit eingenommen – eine mögliche Verstopfung beheben, was bei einer vorliegenden Hiatushernie bekanntlich die Ursache des Sodbrennens sein kann.

Zu 3:Ein hochwertiges Probiotikum (z. B. Combi Flora) kann gemeinsam mit einem Präbiotikum (z. B. Inulin) ebenfalls die Verdauungstätigkeit regulieren und wirkt sich überdies auf alle Magen-Darm-Beschwerden sehr positiv aus.

 

  • Liegt ein Helicobacter pylori vor?

Falls bei Ihnen das Helicobacter pylori gefunden wurde und ausgemerzt werden soll, ist dies auf ganzheitlichem Wege durchzuführen. [22]

 

  • Sodbrennen und Verstopfung

Falls Sie gleichzeitig an Sodbrennen und Verstopfung leiden, sollten Sie zuallererst die Verstopfung beheben (denken Sie an das oben Gesagte über die Hiatushernie).-> Hausmittel gegen Verstopfung einnehmen, allerdings wird eine Verstopfung meist schon durch die oben genannte Darmsanierung behoben sein.

 

  • Magensäureüberschuss?

Falls Sie an einem nachgewiesenen Magensäureüberschuss leiden sollten, nehmen Sie bei akuten Beschwerden Bentonit ein (als Kapsel oder Pulver). Bentonit neutralisiert nicht einfach nur – wie Antazida – die überschüssigen Säuren, sondern verbessert zudem noch das Gesamtmilieu im Verdauungssystem, indem es Toxine bindet und über den Darm ausleitet, sowie beste Voraussetzungen für eine gesunde Darmflora schafft. Denken Sie daran, bei einer Bentonit-Einnahme sehr viel Wasser zu trinken!

 

  • Magensäuremangel?

Falls Sie an einem Magensäuremangel leiden, können Sie vorübergehend Säuretabletten einnehmen (fragen Sie Ihren Heilpraktiker danach!). Bauen Sie jedoch langfristig besser die folgenden Lebensmittel in Ihren Speiseplan mit ein. Sie unterstützen, fördern und regulieren eine gesunde Magensäureproduktion:

Bitterstoffe (z. B. Bitter-Basenpulver, Löwenzahnwurzelextrakt, Löwenzahnblattpulver, Kräuterbitter (z. B. Bitterstern))

Flüssiger Löwenzahnextrakt oder Löwenzahnsaft oder frischer Löwenzahn als Salat

Milchsauer vergorene Säfte (z. B. Sauerkrautsaft)

Frischer Weisskohlsaft (bitte schlückchenweise beginnen und langsam die tägliche Menge steigern)

Grüne Smoothies

 

  • Führen Sie eine Entsäuerung durch!

Eine chronische Übersäuerung zu Sodbrennen führen. Schon die richtige Ernährung sowie die Darmsanierung werden bis zu einem gewissen Grad zu einer Entsäuerung führen und Ihre Beschwerden deutlich mildern, wenn nicht gar ganz aufheben.

 

  • Falls Darmprobleme bei Ihnen zweitrangig sind, starten Sie mit einer Entsäuerung und führen die Darmsanierung – falls dann noch erforderlich – erst später durch.

 

  • Planen Sie die Bauchmassage in Ihren Tagesablauf ein!

Details zur Durchführung der Bauchmassage – die sich umgehend auf die Magengesundheit und Magenfunktionen und somit auch auf das Sodbrennen auswirkt – finden Sie hier: Bauchmassage

 

  • Stellen Sie bei Sodbrennen Ihre Ernährung um!

Ausschlaggebend bei Sodbrennen ist natürlich die richtige Ernährung. Stimmt die Ernährung, werden Sie kein Sodbrennen mehr haben. Setzen Sie daher als eine der wirksamsten Massnahmen schnellstmöglich die folgenden Punkte um:

 

(1)Die wichtigste Regel dabei ist: Essen Sie keine Fertigprodukte mehr! Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten aus frischen Zutaten selbst zu. Fertigprodukte, die sich nicht vermeiden lassen (z.B. Brot, Butter, Öle, Essig etc.) sollten Sie ausschliesslich in hochwertiger Bio-Qualität im Naturkosthandel kaufen.

(2)Die zweitwichtigste Regel: Reduzieren Sie Ihren Kohlenhydratverzehr drastisch. Ungünstige Kohlenhydrate sind insbesondere Back- und Teigwaren sowie alle Produkte, die Haushaltszucker enthalten.

(3)Die drittwichtigste Regel: Lassen Sie Ihre Nahrung so natürlich wie möglich. Vermeiden Sie also langes Kochen, Frittieren sowie Braten bei hohen Temperaturen. Dämpfen oder dünsten Sie Ihre Mahlzeiten lediglich schonend.

(4)Die viertwichtigste Regel: Beobachten Sie genau, nach welchen Lebensmitteln sich bei Ihnen Sodbrennen entwickelt und überlegen Sie sich, an was es liegen könnte. Beispiel: Nüsse werden im Allgemeinen gut vertragen. Röstet man Nüsse jedoch und serviert man sie in einem Gericht zusammen mit Fett, dann scheinen sie – zumindest bei etlichen Menschen – extrem rasch zu Sodbrennen führen zu können. Auch gewisse Kombinationen verursachen schnell Sodbrennen. Werden die Lebensmittel einzeln gegessen, sind sie hingegen verträglich. Kritische Kombinationen könnten die folgenden sein: Milchprodukte mit Getreide, Getreideprodukte mit Zucker, Getreideprodukte mit Eiweiss u. a.

(5)Die fünftwichtigste Regel: Hören Sie mit mehrgängigen Menüs auf. Ihr Magen hasst kunterbunte Mischungen aus vielen verschiedenen Nahrungsmitteln, von denen jedes einzelne schon für sich allein gegessen eine Katastrophe darstellt, wie z. B. dieses beliebte Menü: Aperitif, Fertigsalat mit Fertigdressing, Pizza, Rotwein, Eisbecher, Kaffee. Essen Sie also einfacher, z. B. gedämpfte Gemüse mit Kräutern, Meersalz und Butter. Dazu entweder Kartoffeln, Hirse oder Quinoa ODER hochwertiges Bio-Fleisch oder Eier. Und essen Sie häufiger Superfoods wie grüne Smoothies und Mandelmilch. Informationen dazu finden Sie hier: Grüne Smoothies – die perfekte Mahlzeit und Mandel-Milch

(6)Die sechstwichtigste Regel: Gewöhnen Sie sich Desserts aller Art ab. Schon allein die Berücksichtigung dieser Regel wird Ihren Gesundheitszustand um gleich mehrere Grade verbessern.

(7)Die siebtwichtigste Regel: Reduzieren Sie Ihrem Magen zuliebe Ihren Alkohol- und Kaffeegenuss.

(8)Die allerwichtigste Regel von allen ist jedoch: Lesen Sie das hier nicht nur durch, setzen Sie es auch um! Denn nur dann wird Ihr Sodbrennen auch wirklich verschwinden. [23]

PPI bei Sodbrennen nicht einfach absetzen

Nun könnte es sein, dass Sie längst Medikamente gegen Ihr Sodbrennen und Ihre Magenbeschwerden einnehmen, nämlich PPI – die oben ausführlich vorgestellten Protonenpumpenhemmer, die Ihre Belegzellen in der Magenschleimhaut daran hindern, Magensäure zu bilden.

Und es könnte sein, dass Sie aufgrund dieses Artikels diese Medikamente lieber jetzt als später absetzen möchten. Das sollten Sie NICHT tun!

Protonenpumpenhemmer (PPI) führen nämlich zu einer Art Abhängigkeit, wodurch es infolgedessen auch zu einer Art Entzugserscheinung kommt, wenn man die Medikamente überstürzt absetzt. Wenn PPI genommen werden, dann wird bekanntlich die Magensäureproduktion gehemmt. Der Magen will aber (bei ursprünglichem Magensäureüberschuss) nach wie vor viel Magensäure produzieren. Wenn der Magen nun feststellt, dass keine Magensäure da ist, dann wird von bestimmten Zellen am Mageneingang das Gastrin ausgeschüttet – ein Hormon, das die Belegzellen zur Magensäureproduktion anregt. Falls nun viele Wochen oder gar Monate lang PPI genommen werden, dann wird immer mehr Gastrin ausgeschüttet, da die Belegzellen ja – aufgrund der blockierenden PPI-Wirkung – nicht oder nur wenig reagieren können. Lässt man nun plötzlich die PPI weg, dann wird – entsprechend der inzwischen grossen Gastrinmenge – auch eine grosse Magensäuremenge produziert und man bekommt meist extreme Beschwerden mit Reflux und Sodbrennen.

Daher kommen so viele Menschen von ihren PPI oft nie mehr weg. Gleichzeitig müssen sie alle paar Jahre die erforderliche Dosis erhöhen, da die ursprüngliche Dosis nicht mehr wirkt. Jetzt aber werden Nebenwirkungen natürlich immer wahrscheinlicher.

PPI sollten folglich – besonders wenn sie sehr lange eingenommen wurden – nur langsam ausgeschlichen werden (kontinuierlich wird die Dosis reduziert), was oftmals gar nicht so einfach ist.

Der "Entzug" kann – je nach Ursache der Gastritis – mehrere Monate lang dauern. Und klappen kann es nur, wenn die oben genannten Tipps zum grossen Teil umgesetzt werden. (Mit der Entsäuerung sollten Sie jedoch warten, bis Sie keine Medikamente mehr nehmen.)

Zusätzlich können während des PPI-Entzugs noch folgende Massnahmen hilfreich sein:

  • Leichte Kost

Nichts von alldem essen, was überhaupt erst zu den Magenproblemen geführt haben könnte (Schokolade, Geräuchertes, Pizza, Kuchen mit Kaffee, Fast Food etc.). Stattdessen leichte Kost bevorzugen: Viel Gemüse, Hirse, Toast, Suppen etc.

  • Viele kleine Mahlzeiten: Über den Tag viele kleine Mahlzeiten essen!
  • Abends nichts mehr essen
  • Mindestens drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen die letzte Mahlzeit einnehmen.
  • Kräuter-Heiltees
  • Kamillentee und ab und zu Ingwertee trinken. [24]

 

Akute Hilfe bei Sodbrennen

Wenn Sodbrennen auftritt, dann ausprobieren, was hilft: Heilerde oder Bentonit, eingeweichte Leinsamen oder Flohsamen, Kartoffelsaft, ein paar Mandeln zu Brei kauen und laaangsam schlucken - wenns gar nicht anders geht, evtl. ein Basenkolloid oder auch die Sango Meeres Koralle in Wasser einnehmen. [25]

 

Heilerdetrick gegen Sodbrennen:

1 Teelöffel Heilerde für den inneren Gebrauch (Apotheke) mit ¼ Liter Leitungswasser übergießen, fest umrühren, das Ganze trinken. [26]

 

gegen Sodbrennen:

Keine enge Kleidung tragen, fette Speisen meiden! [27]

 

Tausengüldenkraut bei Sodbrennen, Magenbeschwerden [28]

Wassertreten (Kneipp) gegen Sodbrennen und Entspannungstraining: [29]

 

Aloe Vera Saft hilft gegen Sodbrennen

Der Saft der Aloe Vera Pflanze ist ein natürliches Hausmittel gegen Sodbrennen das Sie ausprobieren können wenn Sie sich fragen “Was hilft gegen Sodbrennen”. Aloe Vera ist ein richtige Powerpflanze die dem Körper auf vielfältige Weise helfen kann. Kaufen Sie nur natürlichen Aloe Vera Saft.

Nehmen Sie einige Esslöffel Aloe Vera Saft oder Gel eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit. [30]

 

Sodbrennen und Stress

Wer einen hektischen Lebensstil pflegt oder unter Stress am Arbeitsplatz leidet der ist häufiger von Sodbrennen betroffen als ausgeglichene und entspannte Menschen.

Stress kann die Symptome von Sodbrennen verschlimmern. Stress verlangsamt die Entleerung des Magens, was die Wahrscheinlichkeit von Sodbrennen erhöhen kann. Wenn obendrein ein ungesunder Lebensstil mit Zigaretten, Alkohol etc. kommt ist Sodbrennen nur noch eine Frage der Zeit…

Was hilft gegen Sodbrennen – Um den Stress abzubauen und sich wieder zu entspannen helfen einfache Dinge wie mehr schlafen und ausruhen genauso wie das Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi, Autogenes Training und Meditation. [31]

 

Süssholzwurzel / Lakritze gegen Sodbrennen

Lakritze bzw. Süssholzwurzel ist ein bewährtes Sodbrennen Hausmittel. Lakritze kann Entzündung verringern und hemmt das Wachstum von schädlichen Magenbakterien und kann so positiv auf das Sodbrennen wirken – eine weitere Antwort auf die Frage was hilft gegen Sodbrennen.

1 TL getrocknete Süssholzwurzel wird als Tee für 5 Minuten aufgebräut und dann getrunken. Mehrmals am Tag wiederholen. [32]

 

Sodbrennen und Rauchen

Rauchen ist nicht nur eine grosse Geldverschwendung sondern kann auch das Sodbrennen negativ beeinflussen; Nikotin kann den unteren Schließmuskel der Speiseröhre schwächen. So kann der saure Mageninhalt noch viel einfacher in die Speiseröhre gelangen. Wenn Sie sich etwas gutes tun wollen hören Sie mit dem Rauchen auf. [33]

 

 

 



[26] Bankhofer, Hademar, Gesunheitsbarometer, 255

[27] Bankhofer, Hademar, Gesunheitsbarometer, 255

[28] Internet-Vortrag von Nadja Beyer

 

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die durch Dokumentation ihrer eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen, Recherchen oder Hypothesen zum Wissen der Menschheit beigetragen haben, und ohne die dieser Gesundheitsblog nicht möglich wäre. Die Sichtung der angegebenen Quellen wird zur weiteren Vertiefung empfohlen.

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